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PARTY.SAN 2018 – TAG 3

Ort: Schlotheim - Flugplatz Obermehler

Datum: 11.08.2018

RAZORRAPE eröffneten den samstäglichen Reigen und geben sich als Opener des Tages alle Mühe die etwas verkatert dreiblickenden Festivalbesucher zu motivieren. Das gelingt ihnen auch hervorra-gend und so können sich die Schweden um Mastermind und Schlagzeuger Martin Schönherr an gut einem gelauten Publikum erfreuen. GRAVEYARD aus Spanien dürfen bei ihrem zweiten Auftritt die Hauptbühne entern. Bei sonnigem Wetter holzen sie Death Metal im Stil von INCANTATION raus. Als nächstes spielen WOLFHEART auf. Die Finnen um Tuomas Saukkonen schreiten gut gelaunt und energiegeladen zur Tat, doch was ist das? „Hello RockHarz“? Hat sich da jemand versprochen? Nachdem das Publikum mehrfach mit dem falschen Festival angesprochen wird scheint sich Herr Saukkonen wohl einen Spass mit dem Besuchern zu erlauben, weil besoffen oder verkatert schaut der gute Herr beim besten Willen nicht aus und auch die Performance kann sich sehen lassen. Le-diglich beim Sound gibt es abzüge in der B-Note, aber da kann die Band in der Regel wenig dafür. Einen richtigen Kracher hauen im Anschluss HARAKIRI FOR THE SKY raus. Ihre aktuelle Platte ‚Arson‘ kann man wohl zweifellos als wegweisend bezeichnen und auch der Auftritt zeigt, dass die Herren aus Wien nicht nur im Studios eine Macht sind. So kurzweilig und gleichzeitig beeindruckend und druckvoll habe ich selten einen Auftritt der Kombo erlebt – und das ausgerechnet auf einem Fes-tival zur Mittagszeit! Nach langer Pause melden sich CARPATHIAN FOREST zurück – und mit was für einem Auftritt. Rotzig und rantzig, so wie der Black Metal der Norweger um Frontmann Nattefrost sein sollte. Das ganze dann mit einer bunt gemischten Setlist – für jeden CARPATHIAN FORST Fan müsste da eigentlich etwas dabei gewesen sein! Nicht so überzeugen können mich im Anschluss EXCITER, das mag aber einfach dem Stil geschuldet sein. Der Speed Metal der Kanadier ist zwar technisch gut und auch die Herrschaften geben sich alle Mühe, mich können sie damit aber leider nicht so recht überzeugen. Was solls, man kann nicht jede Band mögen und es sind trotz allem ge-nügend Fans vor der Bühne die EXCITER abfeiern. So ist das halt auf dem Party.San – für jeden Geschmack was dabei! SADISTIC INTENT liefern im Anschluss Old-School Death Metal der ameri-kanischen Schule ab. Die Herrschaften aus LA wirken spielfreudig und knallen dem gut gefüllten Bühnenvorplatz unter anderem ‚Numbered With The Dead‘ oder auch den Coversong ‚Outbreak Of Evil‘ um die Ohren. Auch PESTILENCE aus den Niederlanden lassen es krachen. Patrick Mameli, einziges verbliebenes Gründungsmitglied, überzeugt sowohl mit seiner Gitarrenarbeit als auch mit seinen durchdringenden Growls am Mikrofon und schafft es die Fans mitzureißen. Sowas kann sich sehen und hören lassen und wird entsprechend honoriert! TRIBULATION hingegen gelten als die Aufsteiger der letzten Jahre. Mit einer immer wieder absolut überzeugenden Live-Performance schaf-fen es die Schweden in Erinnerung zu bleiben. Flammen schießen zu einer Mischung aus Goth-Rock und Black Metal in den Himmel, dazu das Corpse Paint und die Bewegungen von Gitarrist Jonathan Hulten – das hat schon fast etwas hypnotisches! Deutlich robuster und bodenständiger geht es direkt im Anschluss bei BRUJERIA zu. Die mit Tüchern vermummten Mexikaner hauen mal so richtig auf die Kacke: Gewalt und Kriminalität, Drogen und ‚Fuck Donald Trump‘ – das ist hier die Marschrich-tung. Auf Platte immer so eine Sache, aber live einfach eine Macht. TANKARD sind da schon fast das Gegenteil – Party, Bier, Bier und noch mehr Bier bei ordentlichem Thrash Metal. Wie wird wohl ‚The Morning After‘ – heißt es heute ‚R.I.B. (Rest In Beer)‘? Wo TANKARD drauf steht sind halt auch TANKARD drin. Keine Überraschungen, keine Kompromisse – aber es knallt – und zwar richtig! Das war es auch schon fast für dieses Jahr gewesen – eine Band noch und die verheißt viel Unheiliges! WATAIN aus Schweden setzten dem Samstag die Krone auf. Umgedrehte Kreuze, brennende Fa-ckeln und (Kunst?)Blut, dazu sehr zum Leidwesen der Fotografen viel rotes Licht und los kann die satanische Messe gehen! Die Herren haben eine Bühnepräsenz die ihresgleichen sucht. Eine Mi-schung aus Dominanz und Aggression, Einschüchterung und Hass geht von WATAIN aus – das erzeugt eine ganz eigene Atmosphäre! ‚Devil’s Blood‘ und ‚On Horns Impaled‘ sind nur einige der Songs die WATAIN zelebrieren. Im Laufe der Show brennt gefühlt die ganze Bühne, ein Spektakel das sich ein ums andere Mal lohnt!

Ein gelungenes Party.San 2018 ist vergangen und mit einem weinenden Auge geht es am Sonntag wieder gen Heimat, wohl wissen das es auch 2019 wieder grandios werden wird – den Ankündigun-gen von TESTAMENT, CRAFT, VOMITORY, BELPHEGOR, GUTALAX, SOLSTICE und FIRTAN sei dank!

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