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PHOTONENSURFER

Ort: Berlin - Magnet-Club

Datum: 12.12.2004

Äh… was waren noch mal Photone?? Hier: „Photon – Ein Photon kann als winziges Energiepaket bezeichnet werden. Physiker wie Albert Einstein (1879 – 1955) oder Max Planck (1858 – 1947) postulierten, dass elektromagnetische Strahlung aus einem Strom solcher Energiepakete bestehe. Die Photonenenergie EPh lässt sich aus der Frequenz berechnen: h = 6.6260755·10-34 Js = Plancksches Wirkungsquantum“

Soweit so gut. Surfer dürften hinlänglich bekannt sein. Das zur Terminologie. Das ursprünglich singuläre Lichtteilchen Dirk Jahrens hat sich erweitert um Thorsten Rehmet und Nico Henning an den Gitarren, Dominik Henn am Bass, Tom Wischer am Schlagzeug und DJ Nicolas H. Die im Pressetext gezogenen Vergleiche muten vielversprechend an; es fallen Namen wie COLDPLAY, MUSE und KEANE. Dementsprechend sind die Erwartungen geweckt, mit denen wir im Magnet Club in Prenzlauer Berg einziehen.

Um halb neun ist noch Soundcheck und wir wandern erst mal nach links ab in die Chill-out- zone und sind dort kaum wieder weg zu bekommen, da auf großer Leinwand (leider ohne Ton) „Drei Haselnüsse für Aschenputtel“ läuft. Schöner Club! Eine Stunde später füllen sich Parkett und Bühne. Keine Lichtblitze bilden das Intro, sondern Wasserplätschern dringt in die Ohren. Gedanken über die Zusammensetzung des Publikums wurden gleich zu Anfang vom Bühnenprotagonisten selbst geklärt: „Wo sind denn meine Freunde?“ Zumindest die vom DJ waren alle da. Das erste Stück zeigt an, wo’s in der kommenden guten Stunde langgeht. Ich zitiere: „ich weiß bescheid….Du bist nicht allein….(ich) glaub an Dich“. Motivations-Songs für die kalte Jahreszeit und die Kälte in uns allen, auf der Suche nach der Einen/ dem Einen oder den Fragen, die das ewige und alte Thema in uns aufwirft. Die Texte sprechen von Liebe, von erfüllter, von unerfüllter; vom Leben. Von Visionen ist da die Rede..öhm…der Gesang natürlich. Der soll sich „in ungeahnte Höhen“ schwingen, „ohne dabei ins Lächerliche abzugleiten“ und ich denke sofort an die schaurig schönen Effekte, die die Stimme eines Matthew Bellamy von MUSE einem in die Nackenhaare zaubert.

Also hier war entweder die Technik (Herr Jahrens jongliert mit zwei Micros, wobei eines offenbar für die Echo-Effekte über den PC vom DJ Pult aus angesteuert wird) oder die Witterung gegen die Stimmbänder des Bühnenprotagonisten, auf alle Fälle waren die Höhen nicht so wirklich hoch und schienen etwas mit Stimm-Kraft wett gemacht werden zu sollen. Kraftvoll instrumentiert sind die Lieder und als Bonus bei den ganz Langsamen um den Cellisten Johann (Nachname konnte bis Redaktionsschluss nicht ermittelt werden) erweitert. Möchte man eine Unterteilung nach Optik vornehmen, so ist Dirk Jahrens das Photon, das dandy-mäßig in schwarz gewandet mit weißen Slippern und gegeltem Haar daherkommt und der Rest der Combo sind die Surfer, die gekonnt auf ihren Instrumenten und lässig der sich steigernden Stimmung entgegen reiten. Nach zehn Nummern und drei Zugaben ist das Publikum auf alle Fälle begeistert und den PHOTONENSURFERn zu wünschen, dass ihre Karriere den gleichen steilen Verlauf nimmt.

P.S.:
Anfang 2005 sollen die Songs aufgenommen und im Laufe des Jahres veröffentlicht werden.

SETLIST
Ich glaub an Dich
Photonensurfer
Dagegen
Sieh mich an
Zu Dir
Elysium
Gefangen
Sterne

Mystik
Die Eine

Copyright Fotos: Lo Voelsen

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