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PROJECT PITCHFORK – EISFABRIK – MONICA JEFFRIES

Ort: Leipzig - Werk 2

Datum: 27.03.2015

Bevor es im Sommer noch auf das eine oder andere Festival geht, gaben sich die 4 Hamburger von PROJECT PITCHFORK mit ihrer „Blood“-Tour Ende März auch im Leipziger Werk 2 die Ehre. Und wenn eine der wohl erfolgreichsten deutschen Electro-Bands ruft, dann folgen natürlich auch unzählige Fans aus Leipzig und Umgebung. Und bei dem Kult-Status von PP würde es mich nicht wundern, wenn auch der ein oder andere eine etwas größere Strecke auf sich genommen hat. Ich würde zwar nicht behaupten, dass das Werk 2 komplett ausverkauft war – trotzdem waren wohl nur noch sehr wenige Karten überhaupt zu haben.

Die Halle war schon gegen 19:30 relativ gut besucht und in den vordersten Reihen standen die Fans dicht an dicht und warten auf den ersten der beiden Support Acts, die Dark Waverin MONICA JEFFRIES. Und was soll ich sagen, sie war eindeutig für die ruhigeren, gefühlvollen aber gleichermaßen tanzbaren Töne an diesem Abend verantwortlich. Ein interessantes Set mit nett arrangierten Melodien und eingängigem Sound, der sich zwischen Electro- und Synthi-Pop bewegt. Eine eher minimalistische Show, bei der die charmante Sängerin aber dennoch mit ihrer unverkennbaren und ausdrucksstarken Stimme zu überzeugen wusste.

Der zweite Act des Abends ging nach einer kurzen Umbaupause unter dem wohlklingenden Namen EISFABRIK (ein Wunder, dass es mit dieser Vorsilbe noch freie Bandnamen gibt) an den Start. In gewisser Weise könnte man diese 3 Herren aus dem hohen Norden eventuell mit ihren Namensvettern aus dem schönen Bayern verwechseln, aber schon nach wenigen Minuten wurde klar, dass Dr. Schnee, Der Frost und °Celsius eine deutlich elektronischere Gangart einschlagen. Und so präsentierten uns die 3 Nordlichter mit Songs aus ihrem Debüt-Album „When winter comes“ und der EP „Ice Crystal“ einen wirklich „coolen“ Auftritt mit ausdrucksstarkem Gesang und wirklich clubtauglichem/ tanzbarem Synthi Pop vom Feinsten. Eine kurzweilige sowie sehr unterhaltsame Show und ein perfektes Warm-Up so kurz vorm Hauptact des Abends. Dazu hat im Übrigen nicht nur der Yeti auf der Bühne beigetragen… Für mich die Überraschung des Abends, die auf ganzer Linie überzeugt hat.

Nach der allseits erwarteten Umbaupause rückte dann der Auftritt von PROJECT PITCHFORK immer näher. Das Publikum wurde immer ungeduldiger und so betraten PP dann gut gelaunt und voller Energie kurz nach zehn die Bühne und schauten auf eine bis in die letzte Reihe gut gefüllte Halle A im Werk 2. Die Stimmung stieg schlagartig. Natürlich stand das neue Album im Vordergrund und so starteten PP mit einem Song von Ihrer aktuellen Platte in eine gewohnt energiegeladene, elektronische PROJECT PITCHFORK-Nacht. Aber zur Freude der zahlreichen Fans folgte dann direkt auch ein „Oldie“ und da ja Oldies bekanntlich Goldies sind, versetzte „Timekiller“ die Halle direkt in den Ausnahmezustand. Unglaublich welche schlagartige Energie und Euphorie ein einziger Song in einer Halle freisetzen kann. Was dann folgte, war ein Ritt durch die großen Songs der 25-jährigen Bandgeschichte – gepaart mit vielen Stücken des neuen Albums. So konnten zum Beispiel Titel wie „Blood-Line“ und „Blood-Stained“ das Publikum genauso überzeugen wie „Rain“, „Acid Ocean“ oder „Beholder“. Und nach einer kurzen Aufforderung von PETER SPILLES legte die Stimmung bei „Fire & Ice“ dann noch einmal ein ganzes Stück zu, so dass wohl jeder in dieser Halle auf seine Kosten kam. Was man auch ganz gut daran erkennen konnte, dass bis in die letzte Reihe getanzt und gefeiert wurde. Sieht man auch nicht so oft. Ein wirklich gelungener Konzertabend mit einem überragenden Headliner.

Mein Fazit des Abends: Auch nach 25 Jahren Bandgeschichte wissen PROJECT PITCHFORK, wie man Atmosphäre schafft und eine Halle zum Kochen bringt. Ein buntes Programm aus alten Hits und neuen Tracks vom aktuellen Album schafften einen genialen Mix quer durch die PP-Diskografie, der wohl allen Anwesenden ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zauberte.

Copyright Fotos: Ireen Lampe

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