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QNTAL

Ort: Hannover - Musikzentrum

Datum: 09.04.2008

Schade war es ja schon, dass QNTAL bei ihrem Gastspiel in Hannover ausgerechnet im Musikzentrum auftreten sollten – und nicht wie bei den anderen Stopps der Mini-Tour in Kirchbauten. Letzteres hätte ohne Frage zu einem noch unvergesslicheren Konzerterlebnis geführt, aber auch so sollte es ein überaus eindrucksvoller Abend werden.

Nachdem QNTAL ohne die Unterstützung einer Vorband die Bühne – erweitert um einen Session-Drummer – betreten hatten, eröffneten sie ihre Darbietung mit dem Titel „Translucida“ vom gleichnamigen neuen Album. Darüber hinaus wurden dem Publikum im Laufe des Abends einige weitere neue Titel vorgestellt; darunter sind „Departir“ und „Sumer“ als besondere Anspieltipps zu nennen. Sängerin Syrah erläuterte die Songauswahl zumeist mit kleinen Anekdötchen und persönlichen Kommentaren. So durfte das Publikum bspw. erfahren, dass das bereits genannte Neulingswerk „Departir“ ebenso wie der Klassiker „Entre Moi Et Mon Amin“ zu ihren absoluten Lieblingsliedern aus der QNTAL-Diskographie zählt. Den ganzen Gig über strahlte sie eine beneidenswerte Gelassenheit und Zufriedenheit aus und fühlte sich in jeden einzelnen Titel ein. Über Syrahs gesangliche Leistung – die so überzeugend war, dass sie mit schöner Regelmäßigkeit Gänsehaut erzeugte – muss man gar nicht viele Worte verlieren. Selbst das „Palestinalied”, welches ich lange gemieden hatte, weil es im Laufe der Zeit überall einfach zu häufig zu hören war, entpuppte sich live dargeboten doch als ziemlich fesselnd. QNTAL kreierten von Anfang an eine packende atmosphärische Stimmung, die mich über lange Strecken hinweg vergessen ließ, dass es im Musikzentrum mit der Zeit (wie so oft) viel zu heiß und stickig wurde. Die Auswahl der Titel insgesamt war an diesem Abend zwar auf den ersten Blick nicht immer nahe liegend, im Endeffekt aber wirklich gut getroffen, so dass ein breites Spektrum an verschiedene Stimmungen erzeugende Titeln dargeboten wurde: Tanzbare Stücke wie etwa „Veni“ wechselten sich ab mit beschaulicheren Klängen wie bei „Maiden In The Mor”, dazwischen dann immer wieder die Neuvorstellungen von „Translucida“. Wenngleich ich insgeheim schon ein wenig auf die Darbietung von „Blac“ und „Flamma“ vom Album „Ozymandias“ gehofft hatte.
Nachdem QNTAL ihren Auftritt zunächst mit „Sumer“ beendet hatten, zeigte sich das Hannoveraner Publikum deutlich gewillt, eine Zugabe zu erlangen.

So dauerte es nicht lange, bis die Musiker für drei weitere Titel auf die Bühne zurückkehrten. Für „Unter den Linden“ entlockte Michael Popp einer Kollektion verschiedentlich mit Wasser gefüllten Weingläsern sphärische Klänge, die im starken Kontrast zum nachfolgenden Club-Klassiker „Ad Mortem Festinamus“ standen. Endgültig verabschiedet wurde das Publikum nach einer Spielzeit von rund einer Stunde und fünfzehn Minuten mit einem letzten Song vom neuen Album, dem verträumten „Sleeping“, welches einen dem Titel entsprechend geruhsamen Ausklang eines grandiosen Konzertabends bot.

Setlist QNTAL
Translucida
Palestinalied
Dulcis Amor
The Whyle
Departir
Levis
Ecce Gratum
Entre Moi Et Mon Amin
Glacies
Flow My Tears
Maiden In The Mor
Veni
Sumer

Unter der Linden
Ad Mortem Festinamus
Sleeping

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