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RAGE – DEAD SOUL TRIBE – THE ORDEAL

Ort: Osnabrück - N8

Datum: 10.12.2004

Als erstes darf an diesem Abend die Hannoveraner Band THE ORDEAL ran. Die Rahmenbedingungen sind alles andere als optimal. Die Bewegungsfreiheit auf der relativ kleinen Bühne im N8 tendiert gegen Null, der Sound ist noch nicht optimal und viele der Zuschauer kommen erst jetzt durch die Eingangstür. Allerdings lassen sich die Musiker davon nicht beeindrucken. Vor allem Frontmann Oliver Oppermann (zunächst mit Kapuzenshirt, später luftiger gekleidet) versucht unermüdlich, das Publikum in die Songs mit einzubinden, in denen klassischer Metal mit modernen Elementen geboten wird. Nach Titeln wie „Unchain The Beast“, „The Lion” und dem starken Abschluss „Mirroland“ gibt es den verdienten Applaus.

Nach einer kurzen Umbauphase hat sich das N8 inzwischen gut gefüllt. DEAD SOUL TRIBE (im Gepäck das aktuelle Album „The January Tree“) versprühen trotz der immer noch beengten Platzverhältnisse jede Menge Dynamik und rocken amtlich ab. Ein definitives Highlight stellt sicher der Solopart von Mastermind, Multiinstrumentalist (Gitarre, Bass, Flöte, Keyboard) und Sänger Devon Graves dar. Die Zugaberufe werden (wohl aus Zeitgründen) nicht erhört, so dass dieser Part etwas abrupt endet.

Gleich das Starttrio der abendlichen Setlist verdeutlicht, aus welchem Potential RAGE nach 20 Jahren Bandgeschichte schöpfen kann: „Don’t Fear The Winter“, „Great Old Ones“ (vom aktuellen Studioalbum “Soundchaser”) sowie „Paint The Devil On The Wall“ bringen die Fans zum Ausrasten, was dem mal wieder bestens aufgelegten Bandgründer/ Shouter Peavy Wagner ein breites Grinsen ins Gesicht treibt. Weiter geht es auf einer Zeitreise, wobei alte wie aktuelle Songs gleichermaßen abgefeiert werden, wie z.B. „Sent By The Devil“, „Down“, „Unity“, „Set This World On Fire“, „Soundchaser“, „From The Cradle To The Grave“ (vom Album “13”, das mit dem Lingua Mortis Orchester aufgenommen wurde und Pate für den Titel der aktuellen Live CD/DVD „From The Cradle To The Stage“ stand.)

Die Soloparts der Herren Smolski (Gitarre) und Terrana (Drums) sind vom Allerfeinsten und unterstreichen noch einmal die herausragenden musikalischen Fertigkeiten der aktuellen RAGE Besetzung. Wenn Terrana dann noch (fast) nur mit einem Cape bekleidet in Superman-Manier über die Bühne „fliegt“, bedeutet dies allerbeste Unterhaltung fürs Publikum. Nebenbei erfährt man, dass es den Drummer auch deshalb nach Europa verschlagen hat, weil er mit der Politik seines Präsidenten nicht so ganz einverstanden ist.

Nach einem Zugabenteil mit “War Of Worlds” und natürlich “Higher Than The Sky“ ist wieder deutlich geworden, dass es sich bei RAGE um eine exzellente Live Formation handelt.

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