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ROCK IM PARK 2012 – TAG 1

Ort: Nürnberg – Zeppelinfeld

Datum: 01.06.2012

Endlich konnte ich mich wieder dem beliebten Festival-Tourismus hingeben! Und damit es sich so richtig lohnte, habe ich die diesjährige Saison wieder mit dem Rock im Park begonnen, was für meinen kleinen Diesel bedeutete, dass er am Freitag Vormittag 500 km quer durch die Republik gen Süden gejagt wurde, damit ich pünktlich um 12 Uhr meiner ersten Band ansichtig werden konnte. So sollte es dann auch geschehen, auch wenn ich die Kapelle zunächst einmal nur aus dem Pressezentrum heraus aus der Ferne erspähen und leidlich hören konnte. Ein paar Minuten später stand ich dann aber auch schon in mehr oder weniger vorderster Front, um mit der ersten von 83 angekündigten Bands zu beginnen, die dazu beitragen sollten, Nürnberg an drei Tagen zum 17. Mal in einen rockenden Hexenkessel zu verwandeln. Dieses Jahr im Übrigen vor ausverkauftem Haus, denn wie das große Zwillingsfestival Rock am Ring war auch das RiP mit einer Kapazität von 76.000 Karten bereits seit Monaten ausverkauft und war mit einer Gesamtbesucherzahl von 162.500 Gästen nicht nur das größte Festival seiner Art in Deutschland, sondern in ganz Europa. Das Line-Up konnte sich allein mit den Headlinern METALLICA, LINKIN PARK und den TOTEN HOSEN, die ihr 30. Bandjubiläum auf dem Zeppelinfeld und dem Nürburgring feierten, aber auch wieder sehen lassen. Doch zunächst widmen wir uns zunächst etwas kleineren Fischen.

MORNING PARADE

Immerhin hatten MORNING PARADE aus Harlow/ Essex die Ehre, die Veranstaltung pünktlich zum High Noon auf der Alternastage zu eröffnen. Bereits im vergangenen Jahr konnte man den Fünfer auf der Centerstage begutachten und der Umstand, dass sie wieder eingeladen wurden, ließ darauf schließen, dass der britische Indie nicht nur mir gefallen hat. Inzwischen haben der Sänger und Gitarristen Steve Sparrow sowie seine Kollegen Chad Thomas (Gitarre), Phil Titus (Bass), Ben Giddings (Keys) und Drummer Andy Hayes einen selbstbetitelten Longplayer veröffentlicht, von dem es feinstes Material auf die Ohren gab. Ich ging mit „Headlights“ in medias res und zweifellos machte die eingängige Mucke gehörig Bock auf ein langes Wochenende mit jeder Menge Musik unterschiedlichster Prägung. Die Herrschaften aus UK gaben zunächst einmal mit ihrer Synthie-Nummer „Youth“ ordentlich Gas und auch „Carousel“ schloss sich knackig an. Nicht minder flott und nicht um Emotionen verlegen, folgte „Us & Ourselves“, ehe „Under The Stars“ die erste halbe Stunde Live-Darbietung druckvoll beendete. Das feierfreudige Publikum machte zu dieser frühen Stunde bereits gut mit und schwenkte bereitwillig Arme und spendete zudem ebenso verdienten wie freundlichen Applaus. Ein gelungener Einstand in einen langen Tag!

Setlist MORNING PARADE (ab 12.10 Uhr)
Headlights
Youth
Carousel
Us & Ourselves
Under The Stars

THE RIFLES

Auch die nächste Truppe auf der Bühne kam in Fünfer-Formation und ist auf dem britischen Eiland zuhause. Eigentlich sind die Indie-Rocker um Sänger und Gitarrist Joel Stoker ja auf einen Dreier zusammengeschrumpft, aber offensichtlicht haben sich Joel, Gitarrenmann Lucas Crowther und Keyboarder Dean Mumford Verstärkung geholt. Inwieweit die Herren am Stahlsaiter und hinter der Schießbude schon zur Stammbesetzung zählen, war nicht herauszubekommen, man machte in der Gesamtheit aber einen sehr guten Job und ließ sich auch gar nicht lang bitten. So nutzte das Quartett seine 30 Minuten für einen knackigen Abriss der bisherigen Diskografie. Beispielsweise sei das forsche „Sometimes“ vom 2009er „Great Escape“ genannt oder das rhythmusorientierte „Peace & Quiet“, das 2006 auf dem Debüt „No Love Lost“ erschienen ist. Hier kam sogar die Sonne raus, die sich bisher wahrlich bedeckt gehalten hat – sieht man mal ganz davon ab, dass es bis hinter Kassel im Grunde wie aus Eimern geschüttet hatte. Vielleicht war die miese Witterung auch der Grund, dass THE RIFLES 22 Stunden im Bus gesessen hatten, weil sie unfallbedingt in irgendeinem Stau standen. Aber sie waren zumindest pünktlich, was nicht jedem Act gelungen ist, doch dazu später mehr. Einen gestressten Eindruck machten die Jungs glücklicherweise nicht, stattdessen wurde tanzbares Material mit viel Wumms unters Volk gebracht und auch das vergnügliche „Love Is The Key“ vom letztjährigen Silberling „Freedom Run“ sparte auf der Zielgerade nicht mit der nötigen Portion Schmackes.

BOYCE AVENUE

Unvermeidlich war wohl der Umstand, dass auch die nächsten Künstler von einem mir nicht bekannten Conferencier angekündigt wurden. Diesen Job könnte man meines Erachtens auch ersatzlos streichen, aber Nürnberg ist schließlich Sitz der Bundesagentur für Arbeit, vielleicht hatten wir es deshalb mit einer besonderen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu tun… Der Umstand, dass die Alternative-Rocker aus Florida innerhalb kürzester Zeit Millionen Mal im Netz angeklickt worden sind, lässt vermuten, dass sie bereits eine gewisse Bekanntheit erreicht haben. Ehrlicherweise insbesondere durch ihre akustischen Coverversionen von Liedern diverser Kollegen. In diesem Sinne outete sich Sänger und Gitarrist Alejandro Manzano auch als ausgesprochener GOO-GOO-DOLLS-Fan, weshalb auch deren Track „Iris“ in der sehr getragenen Schmuse-Variante nicht fehlen durfte. In den ersten Reihen war man geradezu entzückt, aber auch die Eigen-Kompositionen „Daylight/ Tonight“, „Not Enough“, Hear Me Now“ und „Every Breath“ kamen gut an. Man blieb über alles betrachtet etwas ruhiger als die Vorgänger und brachte den typisch amerikanischen Stadion-Style an den Dutzendteich, aber die Kombi aus schmachtender Melancholie und jaulenden Krachlatten, der sich BOYCE AVENUE vor nunmehr acht Jahren verschrieben haben, ging über die knapp gehaltenen 25 Minuten schon in Ordnung, nachdem der anfangs arg übersteuerte Gesang in der Technik in die richtigen Bahnen gelenkt worden war.

Setlist BOYCE AVENUE
Daylight/Tonight
Not Enough
Hear Me Now
Iris (GOO-GOO-DOLLS-Cover)
Every Breath

SHINEDOWN

Langsam wurde es für mich einmal Zeit, an der bereits ordentlich gefüllten Centerstage nach dem Rechten zu sehen. Da war der Auftritt von SHINEDOWN natürlich die passende Gelegenheit. Viel Zeit, die Post Grunger aus Jacksonville/ Florida live zu erleben, hatte ich allerdings nicht mehr. Als ich meinen Stellungswechsel vollzogen hatte, begann gerade die Stimme aus dem Off, die zu „Unity“ gehörte, zu sprechen, bevor wenig später Fronter Brent Smith das Sagen übernahm. Natürlich durfte „Second Chance“ vom dritten Album „Sound of Madness“ aus 2008 nicht fehlen, während das Ende des Gigs von „Bully“ bestritten wurde. Dieses Stück war der aktuellen Langrille „Amaryllis“ entlehnt, die im Frühjahr in die Läden gekommen ist und trotz der verwendeten Kinderchöre nicht den Eindruck machte, als wäre der Vierer im elften Jahr seines Bestehens irgendwie altersmilde geworden. Vielmehr holten SHINEDOWN noch zum großen Paukenschlag aus und ich durfte mich ärgern, dass ich ob der unseligen aber unvermeidbaren Überschneidungen nicht mehr hören konnte.

THE STRANGLERS

Irgendwie habe ich an diesem ersten Tag zu sehr an der Alternastage geklebt. Während THE STRANGLERS gespielt haben, sollte ich allerdings nicht wirklich etwas verpassen und es hat auch Spaß gemacht, den Altmeistern, dieser 1974 in Guildford/ UK unter dem Namen GUILDFORD STRANGLERS aus der Taufe gehobenen Combo zuzuhören. Von der Urbesetzung sind noch Basser und Sänger Jean-Jaques Burnel sowie Schlagzeuger Jet Black am Start, Keyboarder Dave Greenfield ist aber bereits 1975 dazugestoßen und auch Sänger und Gitarrist Baze Warne ist inzwischen schon im zwölften Jahr mit von der Partie. Allerdings müsste ich mich schon arg getäuscht haben, wenn an der Batterie tatsächlich der 73-jährige Black gesessen hätte. Der Mann sah eher so als, als wäre er bei Bandgründung noch nicht mal in der Planung gewesen, aber auch hier bleibt mir nur ein großes Fragezeichen. Die überschaubaren Zuschauerzahlen ließen in jedem Fall die Vermutung zu, dass die STRANGLERS auch mit dem im März veröffentlichten Longplayer „Giants“ nicht mehr an die Erfolge von „Golden Brown“ oder „Always The Sun“ und der damit verbundenen Popularität anschließen können. Diese beiden Nummern wurden im Frankenland jedoch gebührend gewürdigt und die Männer auf der Stage hatten bereits mit ihrem Opener „5 Minutes“ nichts anbrennen lassen. Mit „Nice’N’Sleazy“ dürften bei dem einen oder anderen dann auch ein Wiedererkennen dann getreten sein, „Peaches“ könnte jedoch trotz der knackigen Langäxte ein wenig zu extravagant für das Rock-im-Park-Auditorium gewesen sein. Dafür war „Hanging Around“ wieder eingängiger und mit dem KINKS-Cover „All Day & All of The Night“ hatten die Punk- und New-Wave-Veteranen ihr Publikum sowieso auf ihrer Seite. Mit viel Pianogeklimper und gehörigem Schwung schlossen sie ihren Vortrag schließlich nach 40 Minuten mit „No More Heroes“.

Setlist THE STRANGLERS
5 Minutes
Lowlands
Nice’N’Sleazy
Boom Boom
Always The Sun
Golden Brown
Peaches
Hanging Around
All Day & All of The Night (THE-KINKS-Cover)
No More Heroes

HOFFMAESTRO

Ich muss gestehen, dass ich von den Kapellen der Clubstage, die ich im Vorfeld in die nähere Auswahl gezogen habe, nicht eine näher kannte. Entsprechend gespannt war ich auf den ersten Gig aus dieser Reihe, für den sich HOFFMAESTRO aus Schweden auf der Bühne drängelten. Es war gar nicht so einfach, den wuseligen Haufen durchzuzählen, aber am Ende hatte ich elf Personen auf meinem Zettel, die einen wilden Mix zelebrierten, den sie selbst „Skank-a-tronic Punkadelica“ nennen. Dieser Ska-Punk-Irgendwas bekam gelegentlich sogar noch einen Country-Anstrich und hörte dann auf den Namen „Highwayman“. Für diesen Track musste ein Teil der Mannschaft allerdings auch von der Bühne gehen, während ansonsten mit großem Besteck und unzähligen Instrumenten gearbeitet wurde. Viel Zeit hatten die Stockholmer nicht, um ihren Plan, die Anwesenden zum Hüpfen zu bringen, umzusetzen, doch die Party-People machten es ihnen leicht und schon beim zweiten Lied „Seize The Day“ wogte das Volk durch die Eissporthalle der Nürnberger Arena. Mit dem mehrstimmigen Gesang und ihrer überschäumenden Spielfreude war es wahrlich kaum möglich, den Skandinaviern zu entkommen, die ihr Publikum für die Performance zum energiegeladenen „Round It Goes“ mit Wasserfontänen belohnten. Gefordert wurden die Zuschauer in der Tat bei HOFFMAESTRO: da wurde zum zu Klängen, die ein bisschen Reggae, ein wenig Südamerika-Flair und noch eine Prise Punk innehatten, zum Seitenwechsel aufgefordert und auch Singspielchen standen auf dem Programm – und das alles innerhalb von nur einer halben Stunde! So was klappt nur, wenn man seine alten und neuen Fans im Griff hat und daran konnte heuer in Nürnberg kein Zweifel bestehen. Beim Hurricane ist die Elf ebenfalls vertreten, schauen wir mal wie sich Band und Zuschauer dort schlagen.

THE MACCABEES

Wieder draußen angekommen, begrüßte mich die Sonne und eine Kapelle, die schon so britisch aussah und klang, dass eine genauere Recherche eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Der Vollständigkeit halber sei jedoch gesagt, dass die Indie-Rocker aus London kommen und seit 2005 gemeinsame Sache machen. 3 Langrillen haben die Insulaner draußen, Anfang des Jahres wurde „Given To The Wild“ auf die Menschheit losgelassen, doch für mich ging es mit „No Kind Words“ los, das 2009 auf „Wall of Arms“ veröffentlicht wurde. Die Mucke ging umgehend in Bein und Gehörgänge und die feinen Schrammelgitarren und der dramatische Gesang von Herrn Orlando Weeks beim folgenden „Lego“ manifestierten den very-british-Habitus. Bassbetont und sehr tanzbar legten die MACCABEES mit „Can You Give It“ nach, einzig die Soundfetzen, die von der Centerstage rüberhallten, schienen dem smarten Frontmann, der im hellen Oberhemd und bleufarbenen Pullover gekleidet war, nicht zu gefallen. Nun sind REFUSED auch auf ganz anderem Terrain zuhause, aber so laut war es nun auch nicht, dass das Schweden-Geknüppel wirklich gestört hätte. „Love You Better“ der MACCABEES war zwar insgesamt etwas ruhiger gehalten, wurde aber von den eben startenden Hardcore-Punks nicht torpediert. Die jüngste Single-Auskopplung „Pelican“ machte derweil wieder Tempo und Laune und auch das ebenfalls brandneue „Grew Up At Midnight“ konnte mit zu Herzen gehenden Melodien überzeugen. In der Heimat sind THE MACCABEES schon ziemlich angesagt, wünschen wir ihnen, dass ihre Bekanntheit auch hierzulande noch steigt – verdient hätten sie es.

Setlist THE MACCABEES (ab 15.50 Uhr)
No Kind Words
Lego
?
Can You Give It
Love You Better
Pelican
Grew Up At Midnight

REFUSED

14 Jahre lang war es still um die Hardcore-Punks von REFUSED. 1998 hat sich die Kapelle aufgelöst, weil sie sich von den Medien nicht mehr verstanden fühlte, 20 Jahre nach Gründung sind sie zumindest live wieder zusammengekommen und offensichtlich in der Zwischenzeit nicht in Vergessenheit geraten, denn zur nachmittäglichen Kaffeestunde waren schon einige Festivalgänger vor der Centerstage versammelt. Dort waren REFUSED bei meiner Ankunft bereits ausgiebig damit beschäftigt, mit blitzschnellen Gitarrenriffs alles in Schutt und Asche zu legen, was ihnen mit dem druckvollen „Summerholidays vs. Punkroutine“ auch bestens gelang. Mit „The Deadly Rhythm“ schloss sich derbes Gebolze an und auch das wilde Geschrammel von „Refused Are Fucking Dead“ klang noch immer genau so böse und ungestüm wie vor Jahren. Nur die Nummer mit dem Bühnenabgang und der Quasi-Zugabe hätten sich die pikanten Schwedenhäppchen sparen können. Dass die Spielzeit auf Festivals genauestens zugeteilt ist und die Leute natürlich den Überhit „New Noise“ erwarteten, sollte den Jungs klar gewesen sein. So führte der Break nicht unbedingt zum Spannungsaufbau, sondern zur störenden Pause, die jedoch vom ebenso grandiosen wie zeitlosen „New Noise“ schnell vergessen gemacht wurde. Danach gab’s mit „Tannhäuser/ Derivè“ ein weiteres Schmankerl, das mit einem langen Intro, Streichern, markigen Krachlatten und spannungsreichen Laut-/Leise-Passagen aufwartete. Hoffen wir, dass es nicht nur bei ein paar Live-Gigs bleibt und die Reunion von REFUSED weitere Folgen musikalischer Art nach sich zieht.

THE TING TINGS

Nachdem mir auf diese Weise eine dreiviertel Stunde lang das Hirn frei gepustet worden war, wurde ich an der Alternastage erneut zum Tanze eingeladen. THE TING TINGS sorgten für volle Ränge, was möglicherweise auch am knappen Outfit von Sängerin und Gitarristin Katie White gelegen haben könnte. Die Gute trug zur roten Basecap und einem weiten Oberteil ein kurzes Sporthöschen, wobei sie sich allem Anschein nach schwarze Knie- und Schienbeinschoner auf die Beine gemalt hatte. Nun gut, jeder so, wie er es mag und die Mucke des Duos gefiel wirklich ausnehmend! Katie und ihr Kollege Jules de Martino ließen es krachen und waren gerade mit „Hit Me Down Sonny“ vom aktuellen Silberling „Sounds From Nowhereville“ beschäftigt, als ich im 17.00 Uhr dazu stieß. Die Zuschauerschaft befand sich zu diesem Zeitpunkt schon komplett im Tanzmodus und natürlich wurde insbesondere „Shut Up And Let Me Go“ vom 2008er Debüt „We Started Nothing“ amtlich abgefeiert, während die blonde Fronterin eine große Base-Drum bearbeitete. Der Song „Hands“, der als nächstes angestimmt wurde, hat seine Wurzeln übrigens in Berlin, wo THE TING TINGS ursprünglich ihr zweites Album aufgenommen hatten, mit dem Ergebnis jedoch unzufrieden waren und deshalb alles noch mal über den Haufen geworfen haben und in Spanien noch mal ins Studio gegangen sind. Mit dem umtriebigen Zweier an den Tasten gab’s viel Elektronik auf die Ohren, ehe es mit Vollgas und „Keep Your Head“ bei strahlendem Sonnenschein weiterging. Mit dem Hit „That’s Not My Name“ versetzten die Engländer die Alternastage erneut in ausgesprochene Tanzlaune und ich hätte mir für die TING TINGS (und vor allem für mich) mehr Spielzeit gewünscht, denn so war für mich bereits nach einer halben Stunde Schluss und auch diejenigen, die von Beginn an dabei waren, mussten sich mit 45 kurzen (aber sehr kurzweiligen) Minuten begnügen.

TENACIOUS D

Weshalb man derweil TENECIOUS D auf der Center Stage 70 Minuten eingeräumt hat, bleibt mir ein Rätsel, denn weder die Musik noch die Kaspereien auf der Stage konnten mich so wirklich überzeugen. Eigentlich waren Jack Black und Kyle Gass plus Band für mich aber auch nur Lückenfüller, weil LOWER THAN ATLANTIS auf der Club Stage zur gleichen Zeit ausgefallen sind. Anscheinend hatten sie es nicht pünktlich nach Nürnberg geschafft und so blieb ihr Slot unbesetzt, was mich zu den beiden amerikanischen Musikern und Schauspielern vor die Hauptbühne führte. Auch hier gab es eine neue Platte zu begutachten, die auf den Namen „Rize The Fenix“ hörte und deren Cover in Form eines riesigen Backdrops auch den Hintergrund der Stage zierte. Dass der dargestellte Phönix nicht unwesentliche Ähnlichkeit mit einem männlichen Gemächt hatte, passt zum Humor des Herrn Black, der mich auch mit seinen Filmen noch nie unterhalten konnte. Die Mucke war gewohnt solide, aber für meinen Geschmack überraschungsarm, dafür sollte stattdessen wohl das seltsame grüne Monster sorgen, das zu „Deth Starr“ auftauchte. Alles in allem nicht wirklich meine Baustelle, weshalb ich nach 20 Minuten zur Alternastage zurückkehrte, wo ein wahres Enfant terrible des Rock-Biz auf seinen Auftritt wartete.

Setlist TENACIOUS D (ohne Gewähr)
Rize of the Fenix
Low Hangin‘ Fruit
Senorita
Deth Starr
Roadie
Throw Down
Saxaboom
Kielbasa
Kickapoo
The Metal
Beelzeboss (The Final Showdown)
Fuck Her Gently
THE-WHO-Medley
Tribute
Fuck The Nation/Double Team

PETE DOHERTY

Im letzten Jahr musste PETE DOHERTY seinen Gig beim Rock im Park absagen, da er zeitgleich eine Gefängnisstrafe absitzen musste und vielleicht wäre es auch besser gewesen, den für seine Eskapaden bekannten Exzentriker nicht mehr auf eine Bühne zu stellen. Zweifelsohne hat er mit den BABYSHAMBLES und den LIBERTINES einige wunderbare Songs geschrieben, aber wenn der Typ in BOB-DYLAN-Manier mit Akustik-Klampfe und Mundharmonika auf die Bühne tritt, kommt nicht wirklich viel Stimmung auf. So wahnsinnig groß war auch der Besucheransturm vor der Stage nicht und die 50 Minuten zogen sich dummerweise ganz schön in die Länge, weil die Variationen der einzelnen Stücke doch sehr überschaubar waren. Außerdem fehlte es dem immer noch nicht besonders gesund wirkenden Doherty eindeutig an Bühnenpräsenz, die er anscheinend mit zwei leicht bekleideten Tänzerinnen wieder wett machen wollte, die zwischendurch immer mal wieder ballettartig um ihn herumtanzten. Ok, sein Gitarrenspiel beispielsweise beim BABYSHAMBLES-Track „Beg, Steal Or Borrow“ war ganz nett, aber eben nicht abendfüllend. Da halfen dann auch die Tanzmäuschen und ausgiebiges Geschrammel bei „Last of The English Roses“ nicht wirklich und eigentlich war ich nur vor Ort, weil man bei PETE DOHERTY ja nie wissen kann, ob nicht noch etwas spektakuläres passiert. Nun gab es nach einem weiteren BABYSHAMBLES-Song namens „Fuck Forever“ allerdings nur noch Flaschenbier für die hartgesottenen Fans in der ersten Reihe, die immerhin ihren Spaß gehabt zu haben schienen und vielleicht hat Peter ja auch noch den Typen angerufen, der eine große Pappe mit seiner Telefonnummer hochgehalten hat, weil er mit Mr. Doherty Party machen wollte. Wenn’s dort genügend Alk und Drugs gegeben hat, war das ja vielleicht was…

STELLAR REVIVAL

Da ich noch ein paar Minuten bis zur nächsten Band hatte, machte ich einen weiteren Abstecher in die Halle, die gerade von STELLAR REVIVAL auseinander genommen wurde. Prompt stellte sich bei mir der Ärger darüber ein, dass ich meine Zeit mit PETE DOHERTY vertrödelt hatte, denn die Alternative Rocker aus Florida, die zum ersten Mal in Deutschland unterwegs waren, machten ihre Sache wirklich gut. Der Sound ging gitarrenorientiert nach vorn und gleich mit der Nummer „The Crazy One“ hatten sie mich im Sack. So ähnlich ging es dem gesamten, zahlenmäßig überschaubaren Auditorium, das nach diesem eigentlich schon letzten Song lautstark um Nachschlag anfragte. Der Wunsch wurde gewährt und so kam auch ich in den Genuss, immerhin noch einen weiteren scheppernden Rocker des Fünfers zu hören. Im Nachhinein wäre ich gut damit beraten gewesen, den Amis meine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken, aber leider gehen bei drei Bühnen und über 80 Gigs einfach immer mal wieder sehens- und hörenswerte Musiker unter. Wir merken uns den Namen STELLAR REVIVAL und behalten die Band im Auge!

MAXIMO PARK

Mit alten Bekannten hatte ich es im Anschluss einmal mehr auf der Alternastage zu tun, die an diesem Samstag fast in Gänze in britischer Hand war. Auch die 2003 in Newcastle gegründeten MAXIMO PARK haben ihr Headquarter auf dem englischen Eiland und beehren uns in der kommenden Woche mit einem neuen Longlayer, der den Namen „National Health“ tragen wird. Zum Pre Listening drängelten sich nicht gerade Massen vor der Stage, was u.a. daran gelegen haben könnte, dass auf der Hauptbühne zeitgleich BILLY TALENT rockten, doch davon ließen sich Sänger Paul Smith & Co. nicht beirren und legten mit „Girls Who Play Guitars“ vom 2007er „Our Earthly Pleasures“ gleich einen sehr tanzbaren Opener hin. Weiter ging’s gewohnt gut mit typisch britischem Indie-Geschwurbel und deutschen Ansagen, nur den Song über schlechtes Wetter und Sturm hätten sich MAXIMO PARK vielleicht sparen sollen, denn kaum war „Questing, Not Coasting“ vom „Quicken-The-Heart“-Silberling aus 2009 angespielt, zog sich der Himmel dunkel zu. Es blieb jedoch trocken und so konnten Klassiker wie das bissige „Our Velocity“ oder das grummelnde „I Want You To Stay“ vom 2005 Erstling „A Certain Trigger“ ohne ungewollte Duschen genossen werden. Aber auch die neuen, noch weitestgehend unbekannten Nummern wie die temporeiche Single „Write This Down“, der flotte Titelsong „The National Health“ oder die coolen Synthies von „Hips And Lips“ wussten zu überzeugen. Was natürlich keinesfalls fehlen durfte, waren die beiden Hits „Books From Boxes“ und „Apply Some Pressure“, die noch einmal nach allen Regeln der Kunst abgefeiert wurden. Da konnten auch die paar vereinzelten Regentropfen der guten Stimmung nichts anhaben.

Setlist MAXIMO PARK (ohne Gewähr)
Girls Who Play Guitars
Graffiti
Write This Down
Questing, Not Coasting
Our Velocity
I Want You To Stay
The National Health
Hips And Lips
Going Missing
The Undercurrents
Limassol
Books From Boxes
Apply From Pressure

BILLY TALENT

Jetzt aber schnell rüber zur Centerstage, wo BILLY TALENT schon im letzten Drittel ihrer Spielzeit angekommen waren. Ja, das Übel der Zeitüberschneidung hatte zum wiederholten Male unerbittlich zugeschlagen und so blieben mir nur noch die letzten vier Songs der Kanadier, die für mich immerhin solche Hits wie „Try Honesty“, „Devil On My Shoulder“, „Fallen Leaves“ und natürlich „Red Flag“ aufgespart hatten. Im Gegensatz zur Alternastage war das Zeppelinfeld um 20.00 Uhr brechend voll und das Publikum recht sangesfreudig. Insbesondere „Fallen Leaves“ vom zweiten Longplayer aus 2006 wurde lauthals mitgesungen, nachdem es mit „Devil On My Shoulder (2009 auf „Billy Talent III“ erschienen) eine kleine Verschnaufpause mit einem langen Instrumentalpart gegeben hatte. Immerhin hatten die Anwesenden zu diesem Zeitpunkt schon eine gute Stunde Punkrock hinter sich und wollten das krachende Finale mit „Red Flag“ in angemessener Weise begehen. Die Kanadier, die seit 1993 zusammen spielen und sich 1999 in BILLY TALENT unbenannt haben (wie sie ihre Langrillen der Einfachheit halber auch durchnummerieren), sind live immer eine sichere Bank, auch wenn wie in Nürnberg die Bilder auf den Leinwänden vielleicht mal nicht synchron zum Sound erscheinen. Solche Lässlichkeiten sind im Grunde nicht weiter erwähnenswert und auch der Umstand, dass die vier Herren ziemlich sang- und klanglos im Off verschwunden sind, lassen wir mal unkommentiert.

Setlist BILLY TALENT (ohne Gewähr)
Devil In AMidnight Mass
Living In The Shadows
Turn Your Back
This Suffering
Line & Sinker
Rusted From The Rain
Saint Veronika
Viking Death March
Surrender
River Below
Diamond On A Landmine
This Is How It Goes
Try Honesty
Devil On My Shoulder
Fallen Leaves
Red Flag

AWOLNATION

Ein letztes Mal zog es mich an diesem Freitag in die Eissporthalle, wo ein weiterer Newcomer den Fans ordentlich einheizen wollte. Gänzlich unbekannt können die Amis um Sänger Aaron Bruno, der mit seinem Highschool-Spitznamen „Awol“ (Abkürzung aus dem Englischen „Absent Without Official Leave“, zu Deutsch „Unerlaubt abwesend“) auch für den Bandnamen gesorgt hat, allerdings nicht gewesen sein, denn die Indoor-Venue zeigte sich um 20.25 Uhr gut gefüllt und das Auditorium begeisterungsfähig. Gleich der druckvolle Einstieg wurde zur Massenparty und auch das folgende „Not Your Fault“ der Alternative Rocker war ohne Zweifel mitreißend. Kollege Bruno zeigte Schreihals-Qualitäten, während Keyboarder Kenny Carkeet sich als Crowdsurfer versuchte. Die Kopfnicker-Mucke groovte und brachte mit hohem Energielevel die Luft zum Brennen. Kein Wunder, dass es schon bald „Burn It Down“ hieß, wo zu blitzschnellen Hooks Stakkatoklatschen gefragt war. Derweil verlangten die Zuschauer nach der ersten Singleauskopplung „Sail“, die ihnen nach dem melodischen „Joke“ auch geliefert wurde. Die Begeisterung kannte kaum noch Grenzen und tatsächlich ging die Nummer durch Mark und Bein. Wirklich fett und natürlich musste ich mich schon wieder vorzeitig loseisen, denn es galt ein gutes Plätzchen vor der Centerstage zu ergattern.

METALLICA

Niemand geringeres als METALLICA waren der Headliner am Auftakttag des diesjährigen Rock am Rings und bescherten damit den HIVES an der zweiten Bühne ein sehr überschaubares Auditorium, weil rund 65.000 Parkrocker die Metal-Götter live erleben wollten. Die Schweden trugen es wohl mit Fassung, wie ich mir habe sagen lassen, aber eigentlich wollte tatsächlich so ziemlich jeder nur eine Band sehen: METALLICA! Zumal Fronter James Hetfield, Drummer Lars Ulrich, Leadgitarrist Kirk Hammett und Bassist Robert Trujillo angekündigt hatten, das gesamte Bestseller-Album „Metallica“ – besser bekannt als „The Black Album“ zu spielen. Bereits 1999, 2003, 2006 und 2008 waren die Schwermetaller aus Los Angeles zu Gast beim RiP und mit dem schwarzen Album haben sie 1991 in 25 Ländern die Chartspitze erreicht, fünf Single-Hits stammen von dem stilweisenden Silberling: „Enter Sandman“, „Sad But True“, „Wherever I May Roam“, „Nothing Else Matters“ und „The Unforgiven“. 25 Millionen Einheiten haben METALLICA zudem von dieser Platte verkauft, mehr als 100 Millionen Langrillen hat das Quartett in 31 Dienstjahren bisher insgesamt verkauft. Superlative, die auch auf eine entsprechende Show schließen ließen und tatsächlich wurden die Festivaljünger nicht enttäuscht. Zwar fing es kurz vor Beginn um 21.15 Uhr an zu tröpfeln, aber mehr als harmloses Mücken pissen kam nicht vom Himmel und so stand dem ungetrübten Genuss von 125 Minuten feinstem Metal nichts im Wege. Bevor es allerdings die Band zu sehen gab, flimmerten Ausschnitte aus „Zwei glorreiche Halunken“ über die Bildschirme – natürlich unterlegt mit der Filmmusik „The Ecstasy of Gold“ von Ennio Morricone, die den richtigen Auftakt für das amtliche Speed-Metal-Gitarrenbrett von „Hit The Lights“ vom 1982er „Kill’Em All“ schuf. Mit „Master of Puppets“ vom gleichnamigen Silberling aus 1986 ging es Schlag auf Schlag weiter. Zwischendurch schlug man schon einmal vergleichsweise ruhige Klänge an und zelebrierte die Gitarrenparts in aller Ausführlichkeit, bevor es mit „No Remorse“ erneut straight nach vorn ging. Den Klassiker „For Whom The Bells Tolls“ vom 1984er „Ride The Lightning“ startete der gebürtige Däne Lars Ulrich hinter der Schießbude und mit „Hell And Back“ stand noch ein Track vom aktuellen „Beyond Magnetic“ auf dem Zettel, ehe sich das Quartett der Live-Performance ihres schwarzen Albums widmete. Die einzelnen Songs sollten an dieser Stelle nicht wirklich einer näheren Beschreibung bedürfen und deshalb will ich mich auf die Bühnenshow beschränken, die es natürlich ebenso wie die musikalische Darbietung in sich hatte. Zunächst einmal erschienen Aufnahmen des Plattencovers, aus dem Studio, Nachrichtenausschnitte und weitere Hinweise auf „The Black Album“ auf den drei riesigen Bildschirmen (für METALLICA war auch der Bühnenhintergrund zur Leinwand umfunktioniert worden), dann ging es mit „The Struggle Within“ auch schon in die Vollen und wurde das Publikum bei „My Friend of Misery“ vermittels Singspielchen ins Geschehen involviert. Beim bassbetonten „The God That Failed“ erschienen auf der mittleren Leinwand Friedhof-Bilder und Hetfield plauschte mit seinen Fans, ehe es mit „Of Wolf And Man“ wieder in die Vollen ging. Zu „Nothing Else Matters“ war die Bühne in blaues Licht getaucht und es verstand sich natürlich von selbst, dass diese Nummer aus Tausenden Kehlen mitgesungen wurde. Verschiedene Bildeffekte unterstrichen die Wirkung von „Through The Never“ und „Don’t Tread On Me“, während sitar-ähnliche Töne auf die harten Langäxte von „Whenever I May Roam“ trafen, die von einer ganz kurzen Pause begleitet wurde, da James Hetfield für das traumhafte „The Unforgiven“ seinen Arbeitsplatz ein Stockwerk höher verlegte. Die Bühne hatte für diesen Zweck eine zweite Ebene erhalten, auf der sich James aufhielt, während unten die restliche Band agierte und zu „Holier Than You“ auf den Laufbändern im unteren Teil des Backgrounds Songtexte erschienen. Für „Sad But True“ kehrte der charismatische Frontmann wieder zur ebenen Erde zurück und versprach den Anwesenden krachende Heavy-Sounds. Ein Versprechen, das selbstverständlich sofort eingelöst und bei „Enter Sandman“ auch noch von allerlei Pyro-Effekten unterstrichen wurde. Kurz vor 23.00 Uhr war „Metallica“ damit auf das Feinste abgerockt worden, aber das konnte es natürlich noch nicht gewesen sein, auch wenn die Metallarbeiter kurzfristig ihre Wirkungsstätte verlassen hatten.

„Fight Fire With Fire“ hieß es wenig später und was hätte besser gepasst, als noch mal ein gewaltiges Feuerwerk zu zünden? Damit nicht genug, startete mit „One“ noch eine amtliche Lightshow, die den Himmel über Nürnberg in den verschiedensten Laserfarben erleuchtete und für Begeisterungsstürme sorgte. Manch ein Mädel in meiner unmittelbaren Nähe schien kurz vor einem hysterischen Anfall zu stehen – ganz so ergreifend war es dann zwar doch nicht, aber schon sehr beeindruckend. Am Ende gab’s mit „Seek & Destroy“ für die Neu-Fans noch unzählige Teufelshörner zu sehen, die die alten Hasen in die Höhe reckten, während riesige Luftballons über dem vorderen Publikumsbereich schwebten und ein letztes Mal auf der Stage kontrolliertes Feuer ausbrach, nachdem Hetfield noch einmal kurz auf Tuchfühlung mit seinen Fans gegangen war. Wirklich großartig und an diesem Abend definitiv nicht mehr zu toppen! Dass es auch der Band selbst in Nürnberg gefallen hat, beweist schon der Umstand, dass sie sich noch runde 20 Minuten Zeit für ihre Fans nahmen und erst dann in den verdienten Feierabend gingen.

Setlist METALLICA
The Ecstasy of Gold (Ennio-Morricone-Song)
Hit The Lights
Master of Puppets
No Remorse
For Whom The Bell Tolls
Hell And Back
The Black Album:
The Struggle Within
My Friend Of Misery
The God That Failed
Of Wolf And Man
Nothing Else Matters
Through The Never
Don’t Tread On Me
Wherever I May Roam
The Unforgiven
Holier Than Thou
Sad But True
Enter Sandman

Fight Fire With Fire
One
Seek & Destroy

Für mich konnte es nach dieser Show keine Steigerung mehr geben und deshalb mussten SKRILLEX, die RIVAL SONS und MASTODON, die ihre Gigs noch vor sich hatten, auch auf mich verzichten. Nach der grandiosen METALLICA-Show ging nix mehr und da mein Tag auch schon um 5.00 Uhr begonnen hatte, war für mich an dieser Stelle Schluss, immerhin standen auch noch zwei Festivaltage vor der Tür, die ebenfalls nach gebührenden Aufmerksamkeit verlangten.

Copyright Fotos: Rainer Ruber 

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