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SELIG

Ort: Bremen - Aladin

Datum: 10.12.2010

Am letzten Freitag machten SELIG auf ihrer Tour zum im Oktober erschienenen Album „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ auch in Bremen Halt und nahmen für ihr Konzert das Aladin in Beschlag. Beginn des Konzertes sollte 21 Uhr sein und die lange Schlange derer, die im Dauerregen um 20.30 Uhr vor dem Club anstanden, ließ auf ein volles Haus hoffen. Vielleicht nicht zuletzt durch etwas Extrawerbung durch die Teilnahme SELIGs an Stefan Raabs Bundesvision-Songcontest, doch auf jeden Fall auch durch ein neues und wieder ganz starkes Album im Gepäck ließ sich die gute Zuschauerresonanz erklären.

Mit leichter Verspätung stiegen dann Jan Plewka und seine Bandkollegen kurz vor 21.30 Uhr auf die Bühne und begannen ihr Set mit „5000 Meilen“, dem Opener der neuen Scheibe. Das Publikum im sehr gut gefüllten Aladin war eine bunte Mischung aus Fans der ersten Stunde und neuen Anhängern, die in den kommenden knapp 120 Minuten alte wie neue Songs gleichsam abfeierten und lauthals mitsangen. Der Schwerpunkt der Setlist lag jedoch klar auf den beiden letzten Alben „Und endlich unendlich“ sowie „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“, deren Songs es innerhalb kürzester Zeit in die Köpfe und wie bei diesem Konzert bewiesen in die Kehlen der Fans geschafft hatten. Gleich bei „Schau Schau“ sang das Publikum eigenständig den Refrain mit und machte Jan Plewka damit arbeitslos, was diesem offensichtlich aber große Freude bereitete. Überhaupt waren SELIG anno 2010 bester Spiellaune und sämtliche Bandmitglieder hatten des öfteren ein fettes Grinsen im Gesicht, allen voran Herr Plewka, der immer 110 % gab, über die Bühne rannte, verzweifelte, liebte und alle in den von ihm in den jeweiligen Songs besungenen Gefühle auf der Bühne durchlebte. SELIG ist definitiv eine Band die für ihr Publikum spielt und diesem ganz nah sein möchte. Dies bewies dann Jan Plewka bei „Ich dachte schon“ mit einem beherzten Sprung ins Publikum. Von dort aus sang er den Titel zu Ende und kletterte erst zum Schluss zurück auf die Bühne. Ein wenig strange war dann die Ansage zu „Die Besten“, bei der ein Mond mit Gesicht auf den Background projiziert wurde und der im Zwiegespräch mit Jan Plewka den Song ansagte. Man will lieber gar nicht wissen, welche Substanzen im Spiel waren, als man sich das ausgedacht hat. Gott sei Dank blieb das der einzige merkwürdige Moment der Show. Desweiteren gab es die üblichen Mitsingspielchen inkl. Aufteilung des Publikums in männlich und weiblich mit je verschiedenen Mitsingtexten. Klappte an diesem Abend hervorragend, zumal die Anwesenden (und zwar egal welchen Geschlechts) lautstark einfach alle Songs mitsangen. Dann leuchtete Jan mit einem wahrscheinlich gerade beim Catering geleerten Silbertablett ins Publikum und erfreute sich selbst am meisten an seinen erzeugten Lichteffekten.

Neben den neuen Hits schafften es aber auch alte Klassiker wie beispielsweise „Bruderlos“ wieder auf die Setlist von SELIG und erfreuten damit ältere Wegbegleiter der Band. Nach 90 Minuten und einer ausgedehnten Version des, Zitat Jan Plewka, Lieblingssongs der Band „Hey Ho“ war das reguläre Set dann vorbei, doch minutenlanger Applaus und lautstarke Zugaberufe holten die Band schnell zurück auf die Bühne. In diesem ersten Zugabenteil gab es dann mit „Sie hat geschrien“ einen der ganz großen Hits der 90er und mit „Wir werden uns wiedersehen“ einen der besten Songs von „Und endlich unendlich“. Wieder verließen SELIG die Bühne und wieder kehrten sie zurück. Jan dankte dem Publikum, betonte, wie sehr die Band sich freue und wie gut und schön die laufende Tour gewesen sei und dass diese leider dem Ende entgegen gehe, man aber auf jeden Fall wiederkommen wolle und endete mit den Worten „Wie sind SELIG, ich hoffe ihr seid es auch“. Zum Abschluss gab es dann einen weiteren Meilenstein namens „Wenn ich wollte“, bevor SELIG dann mit dem akustisch begonnenen „Ohne Dich“ gefühlvoll einen großartigen Konzertabend beendeten.

Setlist SELIG
5000 Meilen
Freier Fall
Lass sie reden
Schau Schau
Ich dachte schon
Von Ewigkeit zu Ewigkeit
Die Besten
Doppelgänger
High
Wirklich gute Zeit
Dramaqueen (inkl. Rauchgemeinschaft)
1000 Türen
Bruderlos
Du siehst gut aus
Hey Ho

Sie hat geschrien
Wir werden uns wiedersehen

Wenn ich wollte
Ohne Dich

Copyright Fotos: Karsten Rzehak

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