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SONIC SYNDICATE – IN CASE OF FYR

Ort: Hameln - Sumpfblume

Datum: 07.02.2008

Die schwedischen Senkrechtstarter SONIC SYNDICATE werden also mit dem aktuellen Album ein weiteres Mal rausgejagt, diesmal in etwas kleinerem Rahmen, dafür als Headliner. Bei dem Gig im gänzlich unmetallischen Hameln fungieren die Hannoveraner IN CASE OF FYR als Anheizer. Und die machen ihre Sache sehr pünktlich schon sehr gut! War man im letzten Jahr schon mit der Mini-CD „Reap what you sow“ recht positiv aufgefallen, so konnte man den Eindruck heute Lautstark untermauern! Obwohl die Jungs anscheinend niemand vorher kannte, erntete man für die engagierte Leistung ordentlich Beifall der etwa 200 Anwesenden. Gegen Ende konnte Fronter Cookie die Meute vor der Bühne gar richtig in Wallung bringen und ein kleiner Pit bildete sich. Kein Wunder, ist der modern angehauchte Schwedentodsound für die Fans der IN FLAMES-Nachfolger SONIC SYNDICATE doch gefundenes Fressen. Starker Gig mit witzigen Ansagen!

Ebenfalls pünktlich rulten dann SONIC SYNDICATE mal eben Alles und Jeden! Die unverschämt kurze Spielzeit von knapp 50 Minuten sollte man sich aber gar nicht erst von den Großen aneignen! OK, die Band gibt Gas auf der Bühne, dass das für eine komplette IN FLAMES-Tour reichen würde… die produzieren ja nur noch Stehgeigerlangeweile. Mal ganz abgesehen vom Songmaterial, welches das Beste von IN FLAMES/ SOILWORK/ DARK TRANQUILLITY bietet und dennoch einen eigenen Sound vorweist. Die Band bereitet gerade das dritte (das 3.!, damit auch die werten Kollegen vom Rock Hard das vielleicht mal checken… wer recherchiert das eigentlich???, schließlich gab es lange vor dem Blast-Debut schon EPs bzw. die daraus resultierende erste selbstgebaute CD, die gar noch besser ist, wie das Blast-Debut!) Album vor, welches das bald erscheinende neue IN FLAMES-Werk mal so was von locker stehen lassen wird! Nebenbei ist man derzeit mal eben mit NIGHTWISH auf Nordamerika-Tour…

Vor allem die beiden Sänger Roland Johansson und Richard Sjunnesson (dessen 2 Brüder an den Gitarren glänzen!) verblasen alles, was es derzeit im Genre zu hören gibt. OK, die Matten fehlen etwas und Karin sieht mit ihrem jetzt-kürzer-Schnitt nur noch zu 98% Sahne aus (…), aber wer selbst Live bei einem dermaßen agilen Stageacting noch sämtliche Töne in allen Lagen drauf hat, der kann mal eben über alle Kritiker lächeln und den dicken Finger heben! Die Band spielte ja auch schon vor dem Blast-Deal (der ja im Übrigen gewonnen wurde gegen 1500 andere Combos…) seit 5 Jahren zusammen. Und genau diese Erfahrung merkt man der immer noch blutjungen Combo an, die trotzdem noch mehr Spaß auf der Bühne hat, wie all die „Rockstars“ zusammen. Nicht dass die jetzt schlecht wären, aber BLIND GUARDIAN Live oder auf DVD macht mittlerweile gar keinen Unterschied mehr. Die Junge Garde tritt gehörig Arsch und die Meute nimmt es dankend auf. Fast das gesamte Erfolgsalbum „Only Inhuman“ wird gezockt, dazu gesellt sich ein älterer Song. Der Clubhit „Denied“ lässt natürlich die Menge am steilsten gehen. Die Musiker wechseln permanent die Positionen, es wird gepost, wie anno dunnemal und der Sound ist für die Sumpflume sogar recht amtlich, wenn auch nicht wirklich der Brüller. Da sollte mal dringend neues Equipment her. Ein Wahnsinnsgig, bei dem SONIC SYNDICATE für 200 Fans genauso viel Gas geben, wie letztes Jahr in Wacken für 5000! Das sagt alles.

Wenn da nicht das erste Verschwinden nach 45 Minuten wäre, der nur noch eine Zugabe folgt. Wer’s immer noch nicht geschnallt hat: Die Wachablösung ist da!

Copyright Fotos: Mathias Süss

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