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STEFANIE HEINZMANN – JOHANNES OERDING

Ort: Bochum - Alter Bahnhof Langendreer

Datum: 17.11.2008

Zweimal musste das Konzert verlegt werden. Sollte es doch eigentlich in meiner Heimatstadt Hattingen stattfinden. Leider wurden nicht genug Karten verkauft, was aber – wie ich denke – an mangelnder Promotion lag. Weit und breit war kein Plakat oder Ähnliches zu finden. Schade eigentlich. Aber Bochum ist ja auch nett. Leider erkrankte STEFANIE am geplanten Termin. Was lange währt, wird endlich gut und so war es am 17. November doch so weit. Als ich eintraf, war es schon ziemlich voll. Was mich etwas verwunderte war, dass sich das Publikum in den vorderen Reihen tatsächlich drängelte. Muss so was denn sein? Wir sind hier doch nicht bei Teenie-Bands…

Bevor Fräulein Heinzmann ihr Talent zum Besten geben sollte, stand natürlich erstmal ein Support-Act auf dem Programm. Ich wurde angenehm überrascht. Ein junger, aus Hamburg stammender Mann mit „süßem“ Hut und Gitarre enterte die Bühne. JOHANNES OERDING gewann mich ungehend für sich. Um ehrlich zu sein, hat er dafür geschätzte 5 Minuten gebraucht. Ein Lied war absolut ausreichend um zu sagen: „Ja der Mann hat’s drauf!“ Tolle Singer/ Songwriter Musik und Texte, die Geschichten aus dem Leben erzählen, kombiniert mit einer ausdrucksstarken Stimme und als Bonus ist er auch noch ein Mädchenschwarm =). Johannes scheint ein Fan von Google zu sein, denn er riet dem Publikum: „Falls Euch meine Musik gefällt, sucht mich bei GOOGLE. – JOHANNES OERDING mit o-e:“ Leider spielte er viel zu kurz, ich hatte beinahe schon vergessen, dass ja noch Steffi auf dem Masterplan stand.

Als sich die „niedliche“ Schweizerin am Bühnenrand bereitgestellt hatte, schallten sogleich „Steffi-Rufe“ durch den Saal. Unter lautem Beifall betrat sie die Bühne und setzte sofort zum ersten Song an. „Masterplan“, übrigens auch der Name der Tour, machte also den Anfang. Ich war beeindruckt, was für eine geniale Stimme STEFANIE HEINZMANN auch live zu bieten hat. Sie hat sich anscheinend durch ihren Erfolg kein Stück verändert. Sie ist immer noch das nette Mädchen, das ihr Hobby zum Beruf gemacht hat und die ihr Glück selbst kaum fassen kann. So scherzte Steffi im Laufe des Konzertes: „Ich springe unheimlich gern in Pfützen. Dann sind alle drum herum nass und die Pfütze weg. Aber mir macht es Spaß.“ Sie wirkt kindlich vergnügt, einfach nur sympathisch. Aber kommen wir mal zurück zu Musik. Der Soul liegt Frau Heinzmann im Blut und sie genießt sichtlich jeden Song. Schön war auch das Bühnenbild anzuschauen, ein bisschen wie ein Wohnzimmer, romantisch und familiär. Man fühlte sich auf diesem Konzert wirklich wie in einer kleinen Familie. Die Fans in der ersten Reihe sangen jeden Titel lautstark mit, worüber sich die junge Dame natürlich sehr freute.

Ein besonderes Highlight war der Auftritt ihres Bruders Claudio. Stefanie war der Meinung, er solle den Song „Crystal“, den er selbst komponiert hatte, selbst zu singen. Sie übernahm dabei die zweite Stimme. Claudio steht seiner Schwester in nichts nach. Auf diese perfekte Einlage folgte eine Akustik-Session. „Sunrise“, „My Man Is A Mean Man“ und „Black Horse“ performte Steffi in bereits erwähnter Wohnzimmer-Atmosphäre mit Unplugged-Begleitung. „Mean Man“ ist ja bereits eine Art Klassiker in der normalen Variante. In der Akustikversion gefällt mir das Stück allerdings noch besser. Bevor die Fans allerdings zu sehr zu Ruhe kamen, setzte Steffi dann zu ihrer aktuellen Single „The Unforgiven“, dem bekannten METALLICA-Cover an. Die alten Recken sollen ja gesagt haben, dass sie diese Version klasse finden würden. Kann ich durchaus verstehen. Es folgten noch die bekannten Hits wie „Like A Bullet“ und „Revolution“. STEFANIE HEINZMANN ist wirklich etwas für jeden. So gemischt war übrigens auch das Publikum. Mütter mit ihren Töchtern, Familien, Teenager und auch Besucher des höheren Alters. Tja, Steffi ist eben etwas Besonders…

Copyright Fotos: Ramona Schwarz

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