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SUBWAY TO SALLY – DARKHAUS

Ort: Osnabrück - Halle Gartlage

Datum: 27.04.2014

Mitte März war es endlich wieder soweit – SUBWAY TO SALLY veröffentlichten Ihr mittlerweile zwölftes Studioalbum namens „Mitgift“. Dieses wollte die Truppe im Rahmen von vierzehn Konzerten in Deutschland und Österreich natürlich auch live vorstellen. Dabei machte das Septett in der Halle Gartlage in Osnabrück zusammen mit Ihrer Vorband DARKHAUS Station. Das Konzert fand im kleinen Teil der Halle Gartlage statt, was das ganze aber zu einem gemütlichen und sehr familiären Event werden ließ. Erstaunlich war auch der Altersquerschnitt der gefühlt von zwölf bis Ende 50 ging. Da sich in diesem Teil der Halle eine Tribüne an der Seite befand, nutzen zahlreiche Gäste die Gelegenheit, das Konzert aus einer erhöhten Position zu genießen, was im Innenraum entsprechende Lücken hinterließ, der Stimmung allerdings in keinster Weise Abbruch tat.

Den Anfang machten aber erst einmal DARKHAUS, eine multinationale Band mit Mitgliedern aus Deutschland, Österreich, Schottland und den USA, die pünktlich um 20 Uhr die Bühne betraten und auch ordentlich losrockten. Die Jungs präsentierten, wie ich finde, erfrischenden Goth-Rock der teilweise ins poppige abgleitet, was aber total ins Konzept passte. Kenny Hanlon ist dazu noch ein toller Frontmann, der mit dem Publikum spielte und es so schaffte, den Funken überspringen zu lassen. Das Publikum ging gut mit, ohne jetzt mit Mosh- und Pogo-Orgien abzufeiern, aber sowas erwartet bei solcher Musik auch nicht. Gute 40 Minuten präsentierten die fünf Jungs ihre Songs, bevor es an der Zeit war, die Bühne für SUBWAY TO SALLY zu räumen.

Nach einer fixen Umbaupause ging es dann auch schon los mit dem Hauptakt. Zu einem Flammensprühenden Intro betraten die Herrschaften die Bühne um direkt mit „Warte, Warte“, gefolgt von „Schwarze Seide“ vom aktuellen Album in den Abend zu starten. SUBWAY TO SALLY sind eine Band, die es einfach jedes Mal schafft, das Publikum zu faszinieren. Ich hatte die Herrschaften einige Jahre nicht mehr live gesehen, war aber vom Sound, der Bühnenperformance und der Professionalität sofort wieder beeindruckt. Eric Fish schafft es einfach vom ersten Moment an, die Aufmerksamkeit des Publikums zu fesseln und nicht mehr los zu lassen, vor allem wenn dann noch wie bei „Feuerland“ meterhohe Flammen in die Halle schießen. So spielten sich SUBWAY TO SALLY durch einen sehr abwechslungsreichen Abend, präsentierten Stücke von den neueren Alben aber auch von den ersten Platten, die Ihnen und ihrem Stil die Bezeichnung Mittelalter-Rock(er) einbrachten. Dass Eric das Publikum aber auch abseits der Lieder mit seinen Sprüchen zu unterhalten weiß, zeigte sich beispielsweise bei seinen Kommentaren zu den winkenden Handbewegungen des Publikums. Die gleichmäßigen Bewegungen seien doch etwas, was man eher auf einem XAVIER NAIDOO-Konzert erwarten würde, er hätte lieber ein Meer aus Armen. Wie das auszusehen hat, machte er auch direkt vor und ließ das Publikum sogleich üben, um dann bei „Seemannslied“ und „Das Schwarze Meer“ wieder darauf zurück zu kommen. Im Mittelteil der Show ließen es die SUBWAYs eher ruhiger angehen, um dann zum Ende hin nochmal mit „Falscher Heiland“, „Veitstanz“ oder „Tanz auf dem Vulkan“ ordentlich Gas zu geben. Nach guten 90 Minuten verabschiedeten sie sich dann das erste Mal an diesem Abend, wurden aber prompt mit Gesängen des Publikums (wie immer „Julia und die Räuber“) zurück auf die Bühne beordert. In der ersten Zugabe gab es dann unter anderem die „Henkersbraut“ und „Sieben“ zu hören, bevor vor dem sehnlich ersehnten letzten Song des Abends noch einmal der Förmlichkeit wegen die Bühne verlassen wurde.

Alles in allem kann ich nur einmal wieder erstaunt feststellen, dass SUBWAY TO SALLY live einfach eine Wucht sind. Sicherlich ist die Musik nicht jedermanns Sache, aber man wird zwei Stunden grandios unterhalten und es kam, zumindest bei mir, zu keinem Zeitpunkt Langeweile oder Müdigkeit auf!

Setlist SUBWAY TO SALLY
Warte, Warte
Schwarze Seide
Feuerland
Wo Rosen Blüh’n
Wenn Engel hassen
Traum vom Tod II
Unterm Galgen
Grausame Schwester
Arme Ellen Schmitt
Für immer
Im Weidengarten
Seemannslied
Minne
Das Schwarze Meer
Kleid aus Rosen
Falscher Heiland
Besser du rennst
Veitstanz
Tanz auf dem Vulkan

Ad mortem festinamus
Henkersbraut
Sieben

Julia und die Räuber

Copyright Fotos: Oliver Janka

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