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SUBWAY TO SALLY

Ort: Osnabrück - Halle Gartlage

Datum: 26.12.2007

Pünktlich zum zweiten Weihnachtstag erklingen in der Halle Gartlage traditionsgemäß mittelalterliche Klänge. Bereits ab 15 Uhr findet ein Mittelaltermarkt statt. Für die Zielgruppe gibt es eine musikalische Vollbedienung in Form der Bands DEEP TRIP, FEUERSCHWANZ, WOLFENMOND und CORVUS CORAX. Das soll heißen: Dudelsäcke, Leiern und Trommeln bis zum Abwinken. Aber es gibt schließlich noch den Headliner SUBWAY TO SALLY. Und die Potsdamer stehen nach Abschluss der Akustiktour „Nackt“ jetzt wieder richtig unter Strom.

Der Einstieg mit dem „Canticum satanae“ lässt vermuten, dass heute die Songs vom aktuellen Longplayer „Bastard“ (wie nicht anders zu erwarten) eine bevorzugte Rolle spielen. Und wer sich die ersten drei Titel „Meine Seele brennt“, „Puppenspieler“ und „Auf Kiel“ (Wettbewerbstitel beim Bundesvision Song Contest 2008) reinzieht, wird verstehen, dass das Publikum in der rappelvollen Halle auch bei diesen noch vergleichsweise unbekannten Stücken voll abgeht. Trotz fast zwei Stunden Spielzeit bleiben dabei der eine oder andere Klassiker auf der Strecke. So ersetzt „Tanz auf dem Vulkan“ heute den „Veitstanz“ und anstelle von „Maria“ erklingt „In der Stille“. Nicht verzichten müssen die langjährigen Fans auf „Falscher Heiland“, „Kleid aus Rosen“, „Ohne Liebe“, „Sag dem Teufel“ oder „Sieben“ (übrigens genau die Position auf der „Bastard“ in die Charts eingestiegen ist. Kann das Zufall sein?!). Also nicht erst beim unverzichtbaren „Julia und die Räuber“, das wie immer mit lautstarker Unterstützung des Publikums zelebriert wird, jede Menge Gelegenheit zum Mitsingen und Abfeiern.

Fazit: Ordentliche Akustik, eine spielfreudige Band und ein Publikum in Partylaune sorgen für einen optimalen Ausklang der Feiertage.

Abschließend noch zwei Anmerkungen zum Organisatorischen. Kompliment an die Security, die die vordersten Reihen während der heißen Konzertphase permanent mit Trinkwasser versorgt. Ebenfalls Kompliment an die beiden Damen an der Garderobe, die den Andrang nach Konzertende mit freundlicher Gelassenheit ertragen. Auch wenn das über einstündige Anstehen nach der eigenen Jacke sicher kommunikationsfördernd ist, wäre vielleicht die Aufstockung um eine dritte Kraft sinnvoll!

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