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SUMMER BREEZE 2009 – TAG 1

Ort: Dinkelsbühl

Datum: 13.08.2009

„Wie knüpft man an, an ein früheres Leben? Wie macht man weiter, wenn man tief im Herzen zu verstehen beginnt, dass man nicht mehr zurück kann? Manche Dinge kann auch die Zeit nicht heilen…“

Na ja, genug der Theatralik, wir sind hier ja nicht beim Herrn der Ringe, aber mit einem weinenden Auge weil’s vorbei ist, aber auch mit einem riesigen lachenden Auge, weil’s einfach nur schweinescheiße geil war, blicken wir aufs Summerbreeze 2009 zurück. Das letzte große Metal Open Air für dieses Jahr war mal wieder der absolute Kracher. Feinster Metal aus allen Bereichen, Saufen bis der Notarzt kommt und, wenn man mal von ein, zwei Stunden am Donnerstagmorgen absieht, Sonne ohne Ende.

Mittwochmorgen ging es bei uns auch gleich auf die große Reise, bei der wir zunächst einmal die Gemeinschaft sammeln mussten. Irgendwann so gegen 13 Uhr war es dann endlich soweit, dass sich alle Leute eingefunden hatten, die Packesel beladen waren und es endlich voller Vorfreude von Leverkusen gen Dinkelsbühl aufgehen konnte. Das Versprechen, sich den Fahrern gegenüber solidarisch zu zeigen und auf den Konsum alkoholhaltiger Getränke während der Fahrt zu verzichten, war dann auch schon irgendwo hinter Köln natürlich wieder hinfällig.

Da schon kurz nach der Autobahnabfahrt der Weg zum Ziel unserer Reise sehr gut ausgeschildert war, blieb die Weiterfahrt bis zum Zeltplatz ohne Ärgernisse und angekommen, kam erstmal die Standardfrage der Fahrer, „Bleiben die Autos jetzt hier stehen?“ und noch bevor man das heißersehnte „JA“ ausgesprochen hatte, hatten diese auch schon die erste Dose Bier am Hals und da alleine Trinken ja bekanntermaßen keinen Spaß macht, zeigten sich diesmal alle andern gerne solidarisch und taten es ihnen gleich, noch bevor wir Zelte und Schlafsäcke auspacken konnten.

Eine kleine Einkaufs- und Fressmeile, Bier- und Zigarettenstände, die ultimative Jägermeister Skylounge, Jägermeistertheken, von deren Dach man einen super Ausblick auf die Bühnen hatte, und last but absofuckinglutely not least das Partytent, die Main und die Painstage, auf denen uns diverse Metalkapellen dazu treiben würden uns die Scheiße aus dem Hirn zu moshen, lagen vor uns.
(Olli)

MITTWOCH

Jetzt mussten nur noch einige Bands kommen und neben der Newcomer-Gewinnerband SECOND RELATION, die wir am nächsten Tag noch auf der Main Stage hätten bewundern können, gab es natürlich schon am Mittwoch reichlich im Partyzelt – sowie auch sonst von allem übermäßig viel vorhanden war.
– Leider gab es nämlich neben reichlich Bier auch ein großes Publikum, das sich mangels Platz schon am Mittwoch im Partyzelt und davor stapeln musste. – Leider etwas zu viel bei zu wenig Platz. Hoffentlich wird das im nächsten Jahr etwas besser gelöst. Trotzdem – wer sich in die Menge wagte, konnte schon an diesem Tag ein paar Gigs zu sehen, die so manchen Headliner neidisch gemacht hätten. Die Anzahl an anwesenden Leuten hat jedenfalls den großen Auftritten der folgenden Tage kaum nachgestanden.

CYPECORE

Das auf jeden Fall! Leider fuhr ich ein wenig zu spät los und schaffte es nicht, mir wirklich alle Bands des Newcomer Contests anzusehen. Pünktlich zu CYPECORE, die bereits nach einem ersten Hördurchlauf im Vorfeld via MySpace punkten konnten, schlug ich dann allerdings im Graben des Partyzeltes auf und ich kann nur sagen, dass die Jungs ordentlich Wallung gemacht haben. Meine Fresse, was ein Brett und in der Menge ging mit Circlepits und Moshpits teilweise mehr ab, als bei manch alteingesessener Band. Nach diesem Gig war ich fast schon der Überzeugung, den Gewinner gesehen zu haben. (ich sollte mich irren, wie sich dann später herausstellte). Wer auf Melodeath steht, sollte die Jungs auf alle Fälle mal antesten. Auch wenn sie den Wettbewerb nicht gewonnen haben, sollte es mit solch starkem Material nicht zu schwer werden, ein Label zu finden!

Setlist CYPECORE
Everdying
The Origin Of Hate
Mission
Innocent
Something Inside

SECOND RELATION

Kleine Umbaupause und schon war es an der Zeit für die vierte und damit letzte Band im Kreise der Newcomer, SECOND RELATION. Da zeigte sich gleich schon ein anderes Bild, im Vergleich zur Truppe davor. Keine wilde Metaltruppe und huch, die schaun’ aber noch jung aus! Beim ersten Ton war dann aber sogleich mein Interesse geweckt, denn dort schien jemand ein eifriger OPETH Hörer zu sein – Einflüsse der Schweden ließen sich nicht verhehlen, sowohl instrumental, als auch stimmlich, auch wenn der Sänger durchweg mit cleanen Vocals unterwegs war. Hier ging man also sehr ruhig zu Werke, doch irgendwie gelang es den Jungspunden schnell, die noch vom vorangegangenen Gig aufgeputschte Menge mit ihren ruhigen Tönen vor die Bühne und schließlich in ihren Bann zu ziehen. Ein hoher Grad an Präzision und interessantes Liedmaterial sorgten dafür, dass sie dann kurz darauf zu den Abräumern des Tages, bzw. zum Gewinner des Contest erklärt wurden. Saubere Leistung und Hut ab!

Setlist SECOND RELATION
18:27
Discolour
Misery Of Time
Oblivion

Die beiden folgenden Bands ONE WAY MIRROR und RAZOR OF OCCAM fielen dem Treffen alter und neuer Bekannter zum Opfer.
(Ateacina)

VOMITORY

Schwarze Bühne – und dann gleich von 0 auf 100. VOMITORY haben wirklich alles bei ihrem Gig im Partyzelt gegeben und von Anfang an gnadenlos ihre Songs auf die anwesenden Summerbreezer nieder gekotzt, die zahlreich erschienen waren. Dass bei solch hartem Death Metal Stimmung, Party und Geprügel anzutreffen war, muss vermutlich nicht extra gesagt werden und somit zählt der Auftritt von VOMITORY sicherlich zu einem der Besseren, die an diesem Abend statt gefunden haben.
(Jule)

Setlist VOMITORY
The Carnage Rages On
Revelation Nausea
Serpents
Terrorize Brutalize Sodomize
Rage Of Honour
The Voyage
Ripe Cadavers
Chaos Fury
Blood Rapture
Redemption
Under Clouds Of Blood

GOD DETHRONED

Aufgrund einer Verspätung der Mannen von CATARACT haben GOD DETHRONED schon nach VOMITORY gespielt, was leider nicht alle mitbekommen haben, die die Jungs gerne gesehen hätten. Besseres Informationsmanagement wäre hier wünschenswert gewesen. Nichts desto trotz konnten GOD DETHRONED auch mit neuem Line Up überzeugen. (verdammt, ich gehörte zu den Uninformierten und schaute dann später ziemlich blöde aus der Wäsche, als plötzlich CATARACT auf der Bühne standen… – Anm. Ateacina).
(Javed)

Eigentlich als letzte Band des Abends vorgesehen, hatten GOD DETHRONED kurzfristig den Slot mit CATARACT getauscht, so dass etliche Fans den Auftritt leider verpassten. Nichtsdestotrotz war das Zelt gut besucht und die holländische Truppe um Fronter Henri Sattler machte sich daran, der nach Metal lechzenden Meute ordentlich einzuheizen. Da die Hälfte des alten Line-Ups mittlerweile zu EPICA abgewandert ist, war ich besonders gespannt, wie sich die runderneuerte Band schlagen würde. Ich war angenehm überrascht, wie geschlossen und tight sich der Vierer präsentierte. Die Vocals waren absolut spitze (da habe ich schon ganz anderes von Herrn Sattler erlebt) und die neue Frau an der Lead-Gitarre (Susan) ist wirklich ein würdiger Nachfolger für Saitenzauberer Isaac Delahaye. Setmäßig war auch alles okay. Neben einigen Songs von der kürzlich erschienenen „Passiondale“ waren eben die üblichen Granaten wie Nihilism, Warcult oder Villa Vampiria am Start. Für mich das erste Highlight des noch jungen Summerbreeze.
(Jule)

Setlist GOD DETHRONED
Under A Darkening Sky
Serpent King
The Warcult
Nihilism
Boiling Blood
Poison Fog
The Execution Protocol
Drowning In Mud
Passiondale
Villa Vampiria

POWERWOLF

Tja, CATARACT, bzw. GOD DETHRONED waren mir leider durch die Lappen gegangen, da ich mir gesagt hatte: „Die hast du erst vor Kurzem gesehen… Pause!“. Dummheit wird manchmal eben doch bestraft. Nun, zumindest POWERWOLF wollten dann kurz darauf angesehen werden und es war ziemlich amüsant, auch wenn die Musik so gar nicht mein Fall war. Die Wölfe legten aber eine tolle Show hin und sorgten mit Liedzeilen á la „Resurrection by erection“ für einige Lacher. Na, da war das ganze kirchlich wirkende Brimborium nur Fassade, wenn man sich die Texte mal näher anschaut?!

Setlist POWERWOLF
We Take It From The Living
Prayer In The Dark
Raise Your Fist, Evangelist
We Came To Take Your Souls
In Blood We Trust
Werewolves Of Armenia
Resurrection By Erection
Saturday Satan
Kiss Of The Cobra King

CATARACT

Ob mangelnder Information über das Tausch-Spielchen war gegen 1 der Gang zur Tentstage angesagt, nur um dann festzustellen, dass plötzlich die Schweizer von CATARACT aufs Derbste über die Bretter wirbelten. Die Enttäuschung über den verpassten Gig der Niederländer wurde so binnen kürzester Zeit im wahrsten Sinne des Wortes weggeprügelt. In gewohnt explosiver Manier war es offenbar ein leichtes für sie, die immer noch zahlreich Anwesenden binnen kürzester Zeit noch mal zu Höchstleistungen zu animieren – die Security jedenfalls durfte eifrig Crowdsurfer aus der Menge pflücken. Ein ziemlich heftiger Abschluss des ersten Tages!
(Ateacina)

Setlist CATARACT
War Of Cultures
On This Graveyard
The Separation Of Life And Time
Killing Tool
As We Speak
Doomed Steps
Tongues Spitting Hate
Vanished In The Dark
Nothing’s Left

So ging dann ein erfolgreicher Anlauf feuchtfröhlich zu Ende und natürlich haben wir beim Zeltaufbau nicht die letzte Bierdose in der Hand gehalten. Nachdem wir uns von der rechten Ausführung der Aufbauarbeiten an der Mainstage überzeugt hatten, ging es für uns in den jungen Morgenstunden auch in die Heia. Schließlich war ja in ein paar Stunden ein neuer ein harter „Arbeitstag“ zu überstehen, an dem wir sicherlich nicht nur den Durst auf gute Musik restlos stillen würden.

DONNERSTAG

Am nächsten Tag wurden wir von den melodiösen Klängen von SECOND RELATION geweckt. Noch nicht vollständig wach habe ich mich dann auch zur Mainstage geschleppt, aber die Gewinner des Newcomer-Contests leider nicht mehr vor KATRA sehen können.

SECOND RELATION

Nun, meiner einer hat sich SECOND RELATION noch ein zweites Mal gegeben. Bereits am Vortag hatten sie beim Newcomer Contest eine gute Figur gemacht, auch wenn ich bis zuletzt geglaubt hatte, dass CYPECORE das Rennen machen würden. Aber, wir wollen die Gewinnerband nicht schlecht machen, der progressive Metal war wirklich schick… Aus denen kann wirklich noch was werden und es gelang ihnen doch eine kleiner aber feine Menge zur frühen Stunde vor die Painstage zu locken
(Ateacina)

Setlist SECOND RELATION
18:27
Discolour
Misery Of Time
Oblivion

KATRA

Das Intro des Festivals war für mich demnach der Auftritt von KATRA und die haben leider keinen sehr spannungsreichen Beginn für das Summerbreeze gebracht. Denn obwohl recht solider Gothic Metal geboten wurde, haben sich die Summerbreezer noch nicht wirklich aus ihren Zelten getraut, um den finnischen Klängen zu lauschen. Frontlady Katra Solopuro hat trotz sehr guter Stimme (ich fand das war eher ein recht dünnes Stimmchen… – Anm. Ateacina) auch den einen oder anderen Ton verfehlt und eine Bühnenshow ohne große Highlights geboten. Dementsprechend sah auch ein Großteil der Zuschauer aus, die trotz einiger Motivationsversuche seitens der Band nicht so richtig in Fahrt zu kommen schienen.- Ich neige dazu dies nicht nur auf die Band, sondern auch auf die frühe Stunde zu schieben. Ein kleines Highlight war die sehr schöne Darbietung von „Kuunpoika“, das ganz im Gegensatz zu den anderen Liedern sogar noch besser klang als auf der CD. Im Endeffekt wurde recht solider Gothic Metal abgeliefert, der sicherlich das Herz des einen oder anderen Fans erfreut hat. Auch wer NIGHTWISH und XANDRIA liebt, wird in jedem Fall auch KATRA ansprechend gefunden haben, obwohl ihr Auftritt auf dem Breeze sicherlich alles andere, als unsterblich war, wie es eingefleischte Star Trek-Fans vom Bandnamen her erwartet hätten.
(Jule)

Setlist KATRA
Forgotten Bride
Swear
Delirium
Grail Of Sahara
Alcazar
Kuun Poika
Baski
Beast Within

DEADLOCK

Direkt im Anschluss hastete ich zur Pain-Stage und schon vor dem Auftritt von DEADLOCK war der Bereich vor der Bühne gefüllt, wobei sich schnell herausstellte, dass offensichtlich auch eine Menge eingefleischter Fans gleich mit der Band importiert worden waren. Das haben die Jungs und das Mädel von DEADLOCK natürlich mit guter Musik vergolten, die vielschichtiger und abwechslungsreicher nicht hätte sein können. Neben den harten Growls und den femininen Gesangsparts, gab es auch eine Vielzahl an Stileinflüssen zu bewundern, die effektiv in den harten Metal eingebunden wurden. – So fiel hier vor allem der Gebrauch von Techno- und Tranceelementen für mich überraschenderweise sehr positiv auf. Die Musik von Deadlock hat die teilweise noch etwas verschlafenen Summerbreezer ordentlich durchgerockt und nebenbei auch ganz meinen Geschmack getroffen. Nachdem also endlich eine Band so richtig Tempo vorgelegt hatte, ging es in freudiger Erwartung zurück zur Mainstage und zu VADER.
(Jule)

Setlist DEADLOCK
Discoboys/ Manifesto Intro
Martyr To Science
Code Of Honor
The Brave/ Agony Applause
As Words To Bullets
Awakened By Sirens
Deathrace
Dark Cell
End Begins

VADER

Ob es nun an der nachmittäglichen Katerstimmung lag, oder am Schotterboden vor der Mainstage, oder doch eher an der Songauswahl… der Funke wollte zu Anfang nicht so richtig über springen und das Publikum war zunächst sehr zurückhaltend. Erst als „Epitaph“ angestimmt wurde, schafften es VADER, das Publikum zu knacken, welches gleich mit einer amtlichen Wall of Death seine Freude zum Ausdruck brachte. Ab da waren die Mannen um Peter im Rennen und es wurde der Death Metal gefeiert. Zum leider viel zu frühen Ende mit „Wings“ gab es dann noch ein kleines Kuriosum, das zeigte, dass manchmal Timing eben doch wichtig ist. Der Versuch eine erneute Wall of Death anzuzetteln scheiterte am Ende des Songs, was für einige verwunderte Gesichter und einiges Gelächter sorgte. Doch VADER hatten Erbarmen und feuerten mit „Art of War“ noch eine letzte Granate ins Publikum. Einziger Wehrmutstropfen war, dass einige Gassenhauer wie „Xepher“ im Programm fehlte und man sich mehr auf neuere Songs beschränkte.
(Javed)

In der prallen Mittagshitze ging es ab zu VADER. Die polnischen Prügelknaben waren, wie könnte man es anders erwarten, wieder einmal verdammt gut drauf und ballerten tight wie eh und je ihr Set runter. Setmäßig hätte für meinen Geschmack zwar etwas mehr Kram von der Litany dabei sein können, z.B. „Xepher“ habe ich vermisst, aber egal. Was mir zudem doch etwas negativ aufgefallen ist, ist dass Vader einen ihrer wenigen Midtempo-Kracher („Epitaph“) sogar für ihre Verhältnisse viel zu schnell gespielt haben. Schade, aber bei einem ansonsten geilen Auftritt locker zu verschmerzen.
(Jule)

Setlist VADER
Intro
Dark Age
Sothis
Black To The Blind
Epitaph
Raise The Undead
Shadowfear
Carnal
Wings
This Is The War
Lead Us!!!

GRAND MAGUS

Konnten GRAND MAGUS die Zuschauer anfangs noch mit ihrer Mischung aus Doom- und Stoner Metal begeistern und mitreißen, ließ die Stimmung zur Mitte des Konzerts leider immer mehr nach und die Reihen vor der Painstage lichteten sich doch merklich. Daran konnten auch ein schöner rotzigen Gitarrensound und der Gesang, der einen immer wieder unweigerlich an „Mr. Bruce Dickinson“ denken ließ, nichts ändern. GRAND MAGUS haben somit auf dem Summerbreeze vielleicht nicht sämtliche Punkte eingestrichen, aber genug, um sie sich noch mal anzuschauen und ihnen eine zweite Chance zu geben. (bin nach dem Gig noch stärker der Meinung, dass diese Truppe einfach in einer kleinen, gemütlichen Location am besten rüberkommt, hab’s ja beim Inferno gesehen. – Anm. Ateacina)
(Olli)

Setlist GRAND MAGUS
Wolf’s Return
Shadow Knows
Ulvaskall
Hövding
Iron Will
I Am The North
Kingslayer

JACK SLATER

Nicht 10 nach 3, sondern 10 nach vier spielten JACK SLATER beinahe zeitgleich mit den Jungs von GRAND MAGUS im Partyzelt, aber trotz dieser Fehleinschätzung bei den Ansagen des Sängers, war der Auftritt ziemlich ordentlich. Direkt vor der Bühne war gut Bewegung und Party angesagt, obwohl leider nur die Hälfte des Zeltes zu dieser Stunde gefüllt war. Nach hinten hin wurde die Stimmung leider etwas schwächer und in den ganz hinteren Rängen hatte man bis auf ein paar wenige Kopfnicker ein wenig das Gefühl, auf einer Cocktailparty zu sein. Schade! Denn der Sänger war sehr gut bei Stimme und hat wie immer gewohnt locker seine humorvollen Ansagen und danach einen Sound geliefert, der wenig zu wünschen übrig ließ. Die Bühnenshow war leider etwas eintönig und beschränkte sich auf ein grün-rotes Licht und einige sich bewegende weiße Strahler. Bis auf diesen Makel an der Performance ließ die Leistung von JACK SLATER aber wohl das Herz eines jeden Metalfans höher schlagen, egal ob er nun in den vorderen oder hinteren Reihen gestanden haben mag.
(Jule)

Setlist JACK SLATER
Blut macht frei
Kinderfresser (Part I)
Eisenwichser
Extinction
Timmy
Rohrspast
Amnestia
Roda
Kinderfresser (Part II)
Metzgore

UNHEILIG

Tja, UNHEILIG war dann wohl heute das erste, was meinen Geschmack traf, bin ich doch in letzter Zeit etwas weg vom Metal hin zu den etwas elektronischeren Klängen übergewechselt. Da ich nicht so wirklich Lust auf „Auf die Fresse“ Musik hatte, machte ich mich erst spät Richtung Bühnen auf und verpasste durch die etwas extrem unglücklich geregelte Wegeführung vom Presse Campingplatz zu den Bühnen (Hallo?? Warum muss man über den halben normalen Campingplatz laufen? Mit dem ganzen Kamera Gedöns kann das ganz schön nerven!) die Möglichkeit zu fotografieren. Na ja, auch egal, hauptsche mal was anderes als nur Geballer auf die Ohren. Das erste, was mich wunderte war, dass trotz Fehlens einer Metalband der Platz vor der Bühne vollgepackt war – „gibt ja doch noch Metaller mit Geschmack“ war mein erster Gedanke. Ja, und dass die Menge auch noch ordentlich Stimmung machen konnte, war schon zum zweiten Song „Spiegelbild“ klar. Der Graf zeigte sich hoch erfreut und feuerte einen Kracher nach dem anderen in die hungrige Menge – alles was man erwartete, wurde auch gezündet – so muss das sein! Zum Ende hin hätte ich mir wen zum kuscheln gewünscht, denn es wurde mit „Mein Stern“ richtig romantsch – aber die Männer wollten ja alle nicht… Diese Band macht einfach alles richtig – egal ob auf einem Festival oder in einem Club. Eins mit Sternchen!
(Cynthia)

Setlist UNHEILIG
Lampenfieber
Spiegelbild
Astronaut
Feuerengel
An deiner Seite
Sage ja
Maschine
Freiheit
Mein Stern

SYLOSIS

Nun, was soll ich da noch sagen, auf SYLOSIS habe ich mich bereits im Vorfeld ordentlich gefreut, da sie bei mir im Line Up der letztjährigen Never Say Die Tour bereits ordentlich punkten konnten und nicht zuletzt auch mit ihrem aktuellen Album „Conclusion Of An Age“, das eine wirklich runde Sache ist. Glücklicherweise schienen sie auch hier in bester Verfassung und lieferten mit ihrer explosiven Mischung aus Thrash und modernen Elementen nebst Core einen mitreißenden Gig ab. Manch einem mag dieser doch sehr moderne Tag auf der Painstage ein wenig gegen den Strich gegangen sein (und ein wenig mehr Mischmasch hätte vielleicht geschadet), doch wussten alle Truppen modernen Schlags auf ihre Weise zu überzeugen. Bei SYLOSIS dauerte es jedenfalls nicht lange, bis eine fette Wall of Death im Partytent von Statten ging.
(Ateacina)

Setlist SYLOSIS
Egypt
Conclusion Of An Age
Warbitch
Oath Of Silence
Teras

EQUILIBRIUM

Preisfrage: Wo konnte man partyhungrige Wikinger am Donnerstag Nachmittag auf dem S.B.O.A. finden? Richtig, am Zelt mit einem Bier in der Hand oder vor der Painstage bei EQUILIBRIUM mit einem Bier in der Hand. Bei der zweiten Möglichkeit schmeckte das Bier dann allerdings mal mindestens doppelt so gut, weil man hier sehr talentierte Musiker und einen Fronter sehen konnte, der das Publikum absolut souverän im Griff hatte. Abgerundet wurde das Ganze durch einen schönen knackigen Sound, der diese Stimmung auch bis in die letzten Reihen transportierte, welche wiederum Crowdsurfer in rauen Mengen nach vorne transportierten. Trotz eines eher kläglichen Versuchs, den Michael Jackson Klassiker Billie Jean zu covern kamen die bayrischen Pagan-Metaller nicht nur bei eingefleischten Fans, sondern auch bei EQUILIBRIUM-Neulingen sehr gut an.
(Olli)

Setlist EQUILIBRIUM
Prolog auf Erden
Wurzelbert
Snüffel
Blut im Auge
Sturm
Met
Olive (Ruf in den Wind)
Unbesiegt
Nordheim

PSYCROPTIC

Ich hatte ja mal so gar keine Lust auf Met mit EQUILIBRIUM oder Blödeleien mit J.B.O. und zog daher die Einladung zu ordentlich Geknüppel mit PSYCROPTIC aus Tasmanien auf der Zeltbühne vor. Eine wahrhaft gute Entscheidung, denn die Truppe präsentierte sich wieder mal in bester Verfassung. Richtig schöner Death Metal, direkt in die Kauleiste und trotzdem komplex. Das Zelt war schon zu Beginn des Gigs recht ordentlich besucht, doch gelang es den Jungs mit ihrer Brutalo-Knüppelorgie noch so einige Headbanger ins Zelt zu locken. Lustig war auch der Ball mit Australien-Aufdruck, der während des gesamten Gigs zwischen Bühne und Menge hin und her flog. Leider war nach 6 Songs, u. a. „Isle Of Disenchantment“ oder dem Rausschmeißer „Initiate“ schon Schluss, aber ich glaub‘ die Aussies konnten nach diesem Gig getrost mit fettem Grinsen im Gesicht nach Hause fliegen.
(Ateacina)

Setlist PSYCROPTIC
Calculated Effort
Isle Of Disenchantment
Observant
Horde Of Devolution
The Color Of Sleep
Initiate

J.B.O.

Als eingefleischter Fan und Verteidiger des wahren Blödsinns hatte ich natürlich extrem hohe Erwartungen an J.B.O. und habe mich schon lange vor ihrem Auftritt vor der Main Stage eingefunden. Umso tiefer war die Enttäuschung, dass sie hinsichtlich der Bühnenshow und der Ansagen mittlerweile ein scheinbar einstudiertes System haben und leider nur wenige Nuancen von den Auftritten abwichen, die ich bisher von ihnen zu Recht bewundern durfte. Ich möchte nicht sagen: „Hast du ein J.B.O.-Konzert gesehen, kennst du sie alle!“, leider kam mir während ihres Auftrittes aber das eine oder andere Mal ein düsterer Gedanke in dieser Richtung. Trotzdem muss ich sagen, dass die Lieder nach wie vor genial sind und auf ihre Songs „Verteidiger des wahren Blödsinns“ und „Ein Fest“, habe ich nicht vergeblich gewartet, obwohl sie erst sehr spät gespielt wurden. Wie immer ein toller Gig. Leider nur… wie immer…
(Jule)

Was soll man da sagen!? Wer hat sie noch nicht gesehen… und wer kann von sich behaupten, dabei nicht gelacht zu haben?! Die Band mit den 3 rosa Buchstagen! Ich sag J.B….. ihr sagt O!!! In bestem Sonnenschein gab’s ein ausgewogenes Blödelprogramm gespickt mit Klassikern und neuem Material. Die Band gab sich sehr spielfreudig und hatte wie immer geniale Ansagen und viel Publikumsinteraktion im Gepäck. Ein sehr gelungener Gig, was bei der Setlist auch kein Wunder war! Und es hallt immer noch in meinen Ohren „Geh – mer halt zu Slayer…“ – ich glaube ich hab es den Tag über wirklich überall gehört…
(Cynthia)

Setlist J.B.O.
Im Verkehr
Kuschelmetal
Ich möchte so gerne Metal hörn
Geh mer halt zu Slayer
Rock Muzik
Fränkisches Bier
Gimme Doop Joana
Bolle
Head Bang Boing
Ein guter Tag zu sterben
Verteidiger des Blödsinns
Ein Fest

BENEATH THE MASSACRE

Der Donnerstag war definitiv mein Knüppel Tag – ich glaube mein Grinsen war aus dem Gesicht nicht mehr wegzubekommen, enterte doch eine Knüppeltruppe nach der anderen die Bühne. Immer ordentlich drauf und ordentlich Spaß an der der Sache. Das sollte sich denn auch bei den Kanadiern BENEATH THE MASSACRE nicht ändern. Technischer Brutal Death vom Feinsten. Wer im Geschwindigkeitsrausch eine Pause brauchte, war auf der Zeltbühne wirklich arm dran, denn die waren bei Krachern wie „Reign Of Terror“ oder „No Future“ nicht zu finden. Über aller Knüppelei drohnte das mächtige Gegrowle von Fronter Elliot, herrlich sag ich da nur!
(Ateacina)

Setlist BENEATH THE MASSACRE
Society’s Disposable Son
Reign Of Terror
The Stench Of Misery
Our Common Grave
No Future
Nevermore
System Failure
Untitled
Comforting Prejudice

WALLS OF JERICHO

Beinah zeitgleich gab es auch auf der Painstage ordentlich Power, denn hier baten WALLS OF JERICHO zu Tänzchen mit einer der brutalsten Shouterinnen namens Candace. Die Frau brüllt wirklich so manchen Mann an die Wand und weiß genau, wie sie die Menge von Anfang an in der Hand hat. Auch der Rest der Band stand der Frontfrau in punkto Bewegungsfreude in nichts nach, so dass die Meute ziemlich schnell auf Betriebstemperatur war. Kein Wunder, dass sich da recht schnell Circlepits bildeten, bei der Mucke fällt Stillstehen einfach schwer. Man ballerte vermischtes der letzten drei Alben in die Menge wie „Feeding Frenzy“ oder „A Little Piece Of Me“. Powerfrau, Power-Band, Power-Auftritt!
(Ateacina)

Oh ja, mal Geballer, das auch mir gefiel – es wurde eine absolut geile Party gefeiert, die mich fast unseren „Höhenflug“ in der Jägermeister Skybar verpassen ließ – so sehr fesselte mich dieser Power Auftritt. Eins der Highlights – definitiv!!
(Cynthia)

Setlist WALLS OF JERICHO
Intro
The Prey
A Little Piece Of Me
And Hope To Die
There´s No I In Fuck U
All Hail The Dead
Try Fail Repeat
Feeding Frenzy
A Trigger Full Of Promises
I Know Hollywood And You Ain´t It
The American Dream
Revival Never Goes Out Of Style

HACKNEYED

Kommen wir nun zu einer sehr kontrovers diskutierten Band des Partyzeltes: Die Death Metaller von HACKNEYED. Den Jungs wurde ja in der Vergangenheit immer mal wieder vorgeworfen, sie wären nur erfolgreich, aufgrund diverser Finanz- und Vitamin B-Spritzen. Wer sich allen Unkenrufen zum trotz, dann aber doch mal zu HACKNEYED begeben hat, konnte ganz schnell feststellen, dass hier eine junge aber auch fähige Band auf der Bühne steht, die nicht durch „einen auf Dicke Hose machen“ auffällt, sondern durch Qualität überzeugt. Sänger Phil wusste ganz genau, wie man das Publikum anheizt, so dass sich auch schon nach kurzer Zeit ein recht beachtlicher Moshpit gebildet hatte. Kurz und Knapp: Das Party Tent wurde von den Musikern und dem zum größten Teil jungen Zuschauern in Schutt und Asche gelegt.
(Olli)

Setlist HACKNEYED
Axe Splatter
Ravenous
Deatholution
Gut Candy
Weed Flavoured Meat
Neon Sun
March Of The Worms
Finger On The Trigger

KREATOR

Ein wenig verspätet traten KREATOR auf die abendliche Bühne, zeigten aber direkt, wo der Hammer hängt. Mille und seine Jungs legten eine unglaubliche Spielfreude an den Tag, die sofort auf das Publikum übersprang. Untermalt wurde das ganze von einem schönen Bühnenbild. Lediglich Milles etwas seltsame Ansagen trübten das ansonsten runde Gesamtbild etwas. Aber als bei „Pleasure to Kill“ das Publikum restlos abging war auch das vergessen und beim Intro von „Violent Revolution“ gab es auch einen Gänsehautmoment. Von mir gibt’s den Daumen und die Pommesgabel nach oben.
(Javed)

Urgs – ich mag diese Band immer noch nicht – Diesmal war ich gezwungen, sie mir mal anzusehen schwebte ich zu diesem Zeitpunkt mehrere Meter über der Erde in einer Jägermeister Bar und ließ mir ein paar Kurze schmecken. Nein, Mille, deine Stimme ist langsam nicht mehr zumutbar – Sorry! Für meinen Geschmack hat der Junge keinen Ton getroffen, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten…
(Cynthia)

Setlist KREATOR
Choir Of The Damned
Hordes Of Chaos
Phobia
Terrible Certainty
Betrayer
Enemy Of God
Destroy What Destroys You
Pleasure To Kill
Violent Revolution
Extreme Aggressions
Coma Of Souls
Warcurse
Flag Of Hate
Tormentor

THE RED CHORD

Während KREATOR sind einige von uns kurzzeitig im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft gegangen – ein Hoch auf die Jägermeister Skybar, die einem in einer Höhe von knapp 40 m über dem Festivalgelände einen wirklich atemberaubenden Ausblick bot. Unten angekommen lechzte mein heute auf „Knüppeln“ programmiertes Hirn nach Nachschub, so dass schleunigst der Gang zur Partystage angesagt war, denn dort warteten THE RED CHORD aus Massachusetts. Wie schon zuvor, war hier „Nackenwirbel zum Krachen bringen“ die eindeutige Mission der Band, kein Problem mit wilder Raserei im Fahrwasser von Death, Grind und Hardcore. Geblaste, Breaks, Growls, Krach. Nach kurzer Anlaufzeit hatten auch die Amis die Partymeute im Griff. Es scheint, als hätte jede Band auf der Partystage heute ein leichtes Spiel, was bei der Qualität des Nackenbrecher-Materials eigentlich auch wenig verwunderlich war.
(Ateacina)

Setlist THE RED CHORD
Clients
Black Santa
Nihilist
Demoralizer
Lay The Tarp
Dread Prevailed
Bone Needle
Hour Of Rats
Tread On The Necks Of Kings
Dreaming In Dog Years
Antman

BACKYARD BABIES

Die BACKYARD BABIES – was sagt einem diese Band? Richtig – neben UNHEILIG waren sie heute einer der Exoten auf dem Summerbreeze. Aber auch hier war der Platz vor den Brettern der Pain Stage rappelvoll und es wurde direkt zu den ersten Tönen losgefeiert. Rock n Roll Baby! So richtig dreckig rotzig ging’s durch die Bandgeschichte. Zu meinem Leidwesen aber mit einem deutlichen Schwerpunkt auf dem neuen Material. Trotzdem – Gitarrist Dregen poste, als gäbe es kein morgen. Von Posing mit Kippe, im Sitzen spielen oder auf Knien – da gab es was für die Augen. Ganze 11 Songs bekamen die Anhänger des Rock ’n Rolls zu hören – dann verließen die Jungs die Bühne. Doch Sänger Nicke Borg kam noch einmal ganz allein zurück, um „Saved By The Bell“ zum Besten zu geben – Gänsehautfeeling!! Danach kam der Rest noch mal aus den Löchern und knallte „Look At You“ und „People Like Us“ in die immer noch hungrige Menge. Auch wenn es sich hier um Exoten handelte: Der Auftritt auf dem Summerbreeze war längst überfällig und hat gezeigt, das auch RnR noch lange nicht tot ist! Ein weiteres Highlight in meiner Liste!
(Cynthia)

Setlist BACKYARD BABIES
Nomadic
Everybody Ready!
Highlights
Come Undone
Brand New Hate
Degenerated
UFO Romeo
Abandon
Minus Celsius
Star War
Dysfunctional Professional
Saved By The Bell
Look At You
People Like Us

ANAAL NATHRAKH

Nach den famosen Kröters hatte ich dann das zweifelhafte Vergnügen, eine mir vollkommen unbekannte Band mit dem ominösen Namen ANAAL NATHRAKH erleben zu dürfen. Nach unerträglich langen fünf Minuten hat mich der miese Sound und das vollkommen plumpe Geballer derart gelangweilt, dass ich fast im Stehen weggeratzt wäre. Werde ich mir in Zukunft wohl verkneifen…
(Jule)

Och, also ich für meinen Teil habe nach 2, 3 Songs doch Gefallen am dargebotenen Material gefunden. Eine gewisse Anlaufzeit brauchte es offenbar einfach. Ich denke mal, die Briten haben ihre Sache beim ersten Gig in Deutschland nicht schlecht gemacht. Auf alle Fälle war das, was die Inselbewohner da abgefeuert haben ziemlich wahnsinnig. Black Metal, ein wenig Death Gegrowle, der Fronter hat seine Stimme jedenfalls ordentlich strapaziert. Und wie man an unseren doch recht unterschiedlichen Reaktionen kann man ziemlich gut sehen, dass diese Band doch sehr polarisierte, war definitiv nicht für jeden was.
(Ateacina)

Setlist ANAAL NATHRAKH
In The Constellation…
I Am The Wrath Of Gods…
Bellum Omnium Contra Omnes
The Final Absolution
Submission Is For The Weak
More Of Fire Than Blood
Der Hölle Rache…
The Lucifer Effect
The Destroying Angel
Do Not Speak
Pandemonic Hyperblast

CANTUS BRUANUS

Da sich der Schreiber dieser Zeilen aufgrund einer Bänderzerrung im linken Fuß im Malteserzelt befand (nein bei den Sanitätern, nicht an der Schnapstheke! – Anmerkung Cynthia: – naja, da warste vorher schon zu genüge, was?) und der Rest der Bande tatsächlich an der Schnapstheke war, muss ich mich größtenteils leider auf Augenzeugenberichte verlassen, was CANTUS BRUANUS anbelangt. Diese fielen zum allergrößten sehr positiv aus. Man sprach mehrheitlich von „bombastisch“, „unglaublich“ und „genial“. Allerdings gab es auch Reaktionen wie „unpassend für so ein Festival“. Ich würde sagen: Passend ist, was gefällt und die paar Minuten, die ich von der Show mitbekommen habe, haben auch mir gut gefallen. Sehr gutes Zusammenspiel von Show, Licht und gutem Sound. Meiner Meinung nach eine sehr stimmige Darbietung.
(Javed)

Wenn man überlegt, dass diese Band selbst die „härtesten“ unserer Truppe gefesselt hatte, kann der Auftritt ja nicht schlecht gewesen sein. Ich für meinen Teil war zwar nicht anwesend, aber als ich nachher von meiner besseren Hälfte hörte, dass der Auftritt einfach nur genial gewesen sei, muss ich schon sagen das ich erstaunt war, ist diese Musik doch sonst nicht seine Baustelle.
(Cynthia)

MISERY INDEX

Das Kontrastprogramm zu dem pompösen Auftritt von CANTUS BRUANUS gab es im Partyzelt: Unglaublich tighte Riffs mit sattem Punch gaben die amerikanschen Death/ Grinder MISERY INDEX zum Besten. Wirklich bemerkenswert, wie tierisch die Jungs grooven, sobald sie kurz auf die Bremse treten. Die große Anzahl der fliegenden Matten und das heftige Getümmel im Pit gaben ihnen auf jeden Fall recht, alles richtig gemacht zu haben. Das Publikum dankte es den Jungs aus Baltimore und feierte sie gebührend ab! Death/ Grind at its best!
(Cynthia)

Setlist MISERY INDEX
We Never Come In Peace (Intro)
Theocracy
Partisans Of Grief
The Great Depression
Ruling Class Cancelled
Pandemican
Retaliate
Traitors
Conquistadores

KATATONIA

Der richtige Abschluss für einen gelungenen Tag. Ob in der Meute oder gemütlich mit einem letzten (oder vorvorletzten) Bier sitzend auf dem Rasen, die Klänge von KATATONIA läuteten entspannt das Ende des ersten Tages auf den Hauptbühnen ein. Die Band bemühte sich, das schon etwas müde Publikum noch einmal wach zu kriegen, was leider nur bedingt gelang. Wie gesagt entspannen und zuhören war hier wohl die Parole. Nach diesem Betthupferl konnte man entweder glücklich und relaxt in seinen Schlafsack sinken oder mit dem noch vorhandenen Appetit in der Zeltbühne weiter musikalisch speisen.
(Javed)

Setlist KATATONIA
Consternation
Soil’s Song
Teargas
I Am Nothing
Deadhouse
Ghost Of The Sun
My Twin
Sleeper
Future Of Speech
Tonight’s Music
July
Evidence
Murder

HATE ETERNAL mussten denn auf meine Anwesenheit verzichten, da mich KATATONIA trotz allem soweit in ihren Bann gezogen hatten, dass ich nicht willens war, mich zur Partystage zu bewegen, sorry!
(Ateacina)

SUFFOCATION

Nach einer recht langen Erläuterung der Bandgeschichte, die offensichtlich viel mit „fucking“ zu tun hatte, legten die Jungs von SUFFOCATION ein recht beachtliches Tempo vor, dass Death Metal-Fans sicherlich gefallen haben wird, mir aber schon zu sehr aus unverständlichem Geschrei bestand. Was mich überzeugt hat, waren die Soli, die sehr an Kerry King erinnerten, doch leider habe ich abgesehen von dieser Tatsache nichts wirklich Besonderes an der Band gefunden. SUFFOCATION waren böse, schnell, hart und aggressiv und die meiste Zeit in das typische rote Licht getaucht. Ich habe jedoch Fans noch lange nach dem Summerbreeze schwören hören, dass der Gig im Party Zelt der „beste des Festivals“ gewesen sei. Die Stimmung vor der Bühne war dementsprechend super. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten! (Spaß hat’s auf alle Fälle gemacht, der begann bereits schon vor dem Gig, da man allenthalben Leute sah, die mit typischer SUFFOCATION-Handfuchtel-Bewegung fragten, ob man denn mitkommen würde. Eben jenes Gefuchtel war auch im Publikum auszumachen – mal was anderes als immer nur Fäuste und Pommesgabeln. Von weiter außen betrachtet ein wirklich lustiges Bild, welches mich das ein oder andere Mal in herzhaftes Lachen ausbrechen ließ. – Anm. Ateacina)
(Jule)

SUFFOCATION – Was ein tightes Brett! Ein volles Zelt feierte die Death Metaller von SUFFOCATION ordentlich ab. Und das bei einer Stagetime von 1:15! Alles in allem ein rundes Ding, hier und da geschmückt mit Solos à la Curry King und ’nem saftigen Sound.
(Oli)

Setlist SUFFOCATION
Leige Of Inverocity
Habitual Infamy
Blood Oath
Jesus Wept
Catatonia
Coem Hell Or High Priest
Infecting The Crypts
Cataclysmic Purification
Effigy Of The Forgotten

CARNIFEX

Ab SUFFOCATION entfiel denn glücklicherweise das Gerenne zwischen den 3 Bühnen, so langsam ließen die Kräfte nach, aber CARNIFEX warteten gegen 2:20 ja auch noch! Also noch mal Kräfte mobilisiert und ab zurück zur Bühne. Die Jungs haben einen ziemlich steilen Aufstieg hingelegt und so war es beinah schon selbstverständlich, dass trotz später Stunde noch ein gut gefülltes Zelt auf die Truppe wartete, um sich eine deftige Portion Deathcore zum Ende des Tages einzuverleiben Fronter Scott Lewis und seine Mannen sorgten jedenfalls mit einer Menge Energie und fettem Sound dafür, dass die Menge auch schön in Bewegung blieb. Mit „Slit Wrist Saviour“ und „Lie To My Face“ war das jedenfalls kein großes Problem. Manch einem mag der konstante Breakdown-Hagel vielleicht eine Nummer zu heftig gewesen sein, ein mitsingendes Publikum bei so manchem Song bestätigte der Band allerdings, dass sie sich durch eifriges Touren durchaus bereits eine solide Fanbasis erspielt haben.

Setlist CARNIFEX
In Coalesce With Filth & Faith
Slit Wrist Savior
Answers In Mourning
My Heart in Atrophy
The Diseased And The Poisoned
Lie To My Face

Eigentlich wären dann ja um kurz nach 3 auch noch THE FACELESS an der Reihe gewesen. Zu diesen war ich aber nicht mehr zu bewegen. Over and Out, Tag 1, bzw. 2 überlebt. 4 Std. Schlaf und auf zu neuen Taten am Freitag!
(Ateacina)

Tja, ich für meinen Teil war schon nach MISERY INDEX Richtung Zelt verschwunden, hatte irgendeiner der Truppe schon morgens um 8 Uhr einen solchen Lärm veranstaltet, dass das komplette Zelt wach war. So endete der erste von 3 Tagen. Das Wetter, welches morgens noch einen sehr unfreundlichen Eindruck machte, wurde zum Glück den Tag über immer besser und es blieb trotz aller Unkenrufe trocken – Ein Glück! Mit dem Wissen, morgen noch – für mich – geilere Bands auf die Ohren zu bekommen, schlief ich zufrieden ein (… um 2 Stunden später von den letzten Kriegern noch mal geweckt zu werden, aber das ist eine andere Geschichte…).
(Cynthia)

Copyright Fotos: Cornelia Wickel/ Cynthia Theisinger/ Robert Dreschler

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