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SUMMER BREEZE 2010 – TAG 2

Ort: Dinkelsbühl

Datum: 19.08.2010

Donnerstag, 19.08.2010

Der Donnerstag begann viel zu früh, wurden wir doch alle von einer viel zu heißen Sonne aus den Zelten gebraten. Nun ja, nichts wie ein wenig italienische Taschendusche, Kamera geschultert und ab zum Gelände – heute standen einige sehr interessante Bands auf dem Programm.

BARREN EARTH

Donnerstagmorgen, die Sonne scheint, der Schädel brummt, aber das erste Konterbier wird’s schon richten. Katzenwäsche, italienische Dusche, schnell noch was an die Kauleiste geheftet, während man in geselliger Runde am Zelt den vergangen Abend noch mal Revue passieren lässt und schon geht’s wieder auf gen Festivalgelände, zu BARREN EARTH. Ich weiß zwar noch nicht so genau, was mich da gleich auf der Main Stage erwarten wird, aber bei so einer Besetzung, mach ich mir eher weinig Sorgen. Ein absolutes All-Star Team, Mikko Kotamäki (SWOLLOW THE SUN), Olli-Pekka Laine (Ex-AMORPHIS), Kasper Mårtenson (Ex-AMORPHIS), Janne Perttilä (MOONSORROW), Marko Tarvonen (MOONSORROW), Sami Yli-Sirniö (KREATOR), was soll denn da noch schief gehen. Bei schönstem Wetter und einer lauen Sommerbrise präsentieren die 6 Musiker virtuos vorgetragenen Progressive Death Metal gepaart mit doomigen Passagen und einem nicht zu überhörenden Psychedelic Rock Einschlag und legen damit die Latte in Sachen Perfektion für alle nachfolgenden Bands extrem hoch. Der dreistimmige Gesang unterstützt dabei dieses wahnsinnige sphärische Feeling, das durch den Keyboardsound dann letztlich bis auf die Spitze getrieben wird. Moshtechnisch ist auf und vor der Bühne eher wenig los, ist aber auch nicht nötig, diese Musik muss einfach in aller Ruhe genossen zu werden.
(Oli)

Setlist BARREN EARTH
Curse Of The Red River
Our Twilight
Forlorn Waves
Flicker
The Leer
Floodred

DREAM EVIL

Nach BARREN EARTH musste man eigentlich nur zweimal fallen, um zur nächsten guten Band zu kommen. Auf der Painstage hatten DREAM EVIL zum Schwerterziehen und Drachentöten geladen. Zugegeben, nach den Vorgängern stellte der Klischeebehaftete Powermetal der fünf Schweden schon ein extremes Kontrastprogramm dar, aber Abwechselung ist ja nicht nur beim Sex ganz schön. Sänger Niklas Isfeldt, der im Übrigen jeden „Bruce Dickinson Lookalike Contest“ gewinnen würde, war sehr gut bei Stimme und wusste auch zwischen den Songs die Leute vor der Bühne mit lustigen Anekdoten, Witzchen und Kalauern zu unterhalten. Kam die Show zwar anfangs noch was schleppend in Fahrt, so war spätesten beim Mitshouter „Made of Metal“ klar, dass die Nummer hier noch jede Menge Spaß bringen würde. Fazit: DREAM EVIL haben zwar nicht das Rad in Sachen Power Metal neu erfunden, machen auf der Bühne aber auf jeden Fall einen ganz soliden Eindruck.
(Oli)

Setlist DREAM EVIL
Immortal
United
Made Of Metal
Crusaders Anthem
Bang Your Head
Heavy Metal In The Night
Children Of The Night
The Chosen Ones
The Book Of Heavy Metal

FEUERSCHWANZ

…und so begab es sich einst, dass sich fünf Recken und eine holde Maid aufmachten, die Partystage bei einem musikalischen Turnier namens Summer Breeze Open Air zu erobern, auf dass sie ihre Anhängerschaft in den Zustand höchster Ekstase versetzen würden. Ungefähr so hätte sich wohl eine alte Überlieferung aus dem Mittelalter über FEUERSCHWANZ angehört. Was Hauptmann Feuerschwanz, Sir Lanzeflott, Knappe Latte, Prinz R. Hodenherz III, Hans der Aufrechte und Johanna von der Vögelweide da abgeliefert haben, kann man eigentlich nur mit einem Wort beschreiben: PARTY!!! Von Anfang an war die Stimmung im zum bersten gefüllten Zelt einfach nur bombastisch. Schon der Opener „Metvernichter“ zündete sofort und auch alle folgenden Songs wurden von den Fans der mittelalterlich gewandeten Blödelbarden mitgegrölt. Die beiden Tänzerinnen bei „Met & Mietzen“ wollten zwar nicht ganz ins mittelalterliche Bild passen, waren aber zumindest ganz hübsch anzusehen und trugen vor allem zur Stimmung der männlichen Hörerschaft bei. Spätestens bei „Verteidiger Des Wahren Mets“ war dann auch ganz schnell klar, wer diese Band entscheidend mitgeprägt hat. Die Parallelen zu J.B.O. waren einfach unüberhörbar. Als dann zu „Lindwurm“ auch gleich selbiger von Prinz Hodenherz im Publikum gestartet wurde, war die Stimmung am überkochen. Beendet wurde das Set dann mit „ Hurra Hurra Die Pest ist da“ sowie „Schnaps und Schnecken“. Bei aller Blödelei und Show, die natürlich ganz klar im Vordergrund stand, sollte aber auch erwähnt werden, dass FEUERSCHWANZ absolute Könner an ihren Instrumenten sind und den Vergleich mit anderen Mittelalterbands nicht scheuen müssen.
(Oli)

Prinz Hodenherz gab sich die Ehre! Und wir gerne mit ihm, denn mit einem perfekten Mix aus Blödelei und guter Musik ließ FEUERSCHWANZ auch auf dem Summer Breeze unsere Lachmuskeln nicht ungenutzt und unsere headbangenden Köpfe nicht unbewegt. Klassiker wie „Lindwurm“ taten ihr Übriges, um das Herz von Fans und Feierwütigen zu erfreuen. Zum gebührenden Abschluss, hab es noch ein paar Autogramme neben der Bühne. Sehr sympathisch.
(Werner/ Jule)

Setlist FEUERSCHWANZ
Metvernichter
Das Turnier
Met & Mietzen
Verteidiger Des Wahren Mets
Lindwurm
Hurra Hurra Die Pest Ist Da
Schnaps Und Schnecken

NAPALM DEATH

Schwergewichtige Leute für schwergewichtige Musik. Oder um es mit den Worten von Bud Spencer zu sagen: “Auf der Schnauze!“. Auf der gut besuchten Main Stage konnte man sich das totale Kontrastprogramm zu den vorher spielenden DREAM EVIL oder FEUERSCHWANZ geben. Statt fröhlicher Töne und „Humtata“ gab es puren Grindcore, sowie kritische Statements über Politik, Religion und gegen Krieg und Folter. Dieses schwere Programm wurde vom Publikum mit einem wild wütenden Moshpit gewürdigt.
(Javed)

Setlist NAPALM DEATH
Strong-Arm
Unchallenged Hate
Suffer The Children
Silence Is Deafening
Life And Limb
When All Is Said And Done
On The Brink Of Extinction
Scum, Life?
The Kill
Deceiver
You Suffer
Nazi Punks Fuck Off
Siege Of Power

ILL NINO 

Die Besucher des Summer Breeze zogen in mehr oder minder großer Menge zu ILL NINO auf die Pain Stage weiter. Ganz wie ich es mag, hat sich Frontmann Cristian Machado nicht mit langen Reden aufgehalten, sondern fast durchweg gespielt, wodurch glücklicherweise mehr Zeit für 40 Minuten Non Stop-Metal vom Feinsten blieb. Die lange Setlist erklärt also schon von vornherein, dass dieses Sturmgewitter durchaus geplant war und immerhin sind die Jungs ja auch nicht zum Labern extra aus dem schönen New Jersey zu uns gekommen. Meiner Ansicht nach, hat sich ihr Besuch auf ganzer Linie gelohnt.
(Werner/ Jule)

Toll, dass sie nicht nur das neuere Material präsentierten, sondern auch ein paar alte Hite aus dem Ärmel schüttelten, wie z.B. das mitreißende „I Am Loco“. Wer sich nach all der Action, die von Anfang an auf der Bühne abging – Herumspringen, Laufen, Dreadlocks durch die Luft schleudern -, noch nicht zumindest zum leichten Kopfwippen angeregt worden war, wurde spätestens vom Sänger dazu aufgefordert. An und für sich nicht wirklich nötig, das Gros ging auch so steil. Ich muss sagen, dass ich sehr erfreut über den Gig war, hatte ich die Truppe zum letzten Mal 2004 in den Niederlanden gesehen und war ziemlich begeistert von der Spielfreude, denn die Jungs aus Amiland da aufs Parkett legen. Und daran hat sich glücklicherweise gar nichts geändert. Nu Metal muss also nicht immer schlecht sein. Ein klasse Gig!
(Ateacina)

Setlist ILL NINO 
If You Still Hate Me
Te Amo…I Hate You
Corazon Of Mine
I Am Loco
Alibi Of Tyrants
This Is War
Lifeless…Life…
Rumba
My Resurrection
God Save Us
Liar
What Comes Around
How Can I Live

SIDEBLAST

Bei den Franzosen von SIDEBLAST war es dann leider recht leer im Zelt. Ein Großteil des Publikums stand vor der Pain Stage bei ILL NINO oder war wohl trinkender weise auf dem Zeltplatz. Schade, denn SIDEBLAST hätten mehr Publikum verdient. Sehr engagiert gab der Vierer seinen technischen Grind/ Death zum Besten und konnte die erlesenen Anwesenden damit begeistern.
(Javed)

Setlist SIDEBLAST
The Abscess
Lucid Dream
The Shape
Arise
Flight Of A Moth
Cocoon
My Perverse Disguise

PARKWAY DRIVE

Bei strahlendem Sonnenschein fühlte sich wohl das Gros des lichtscheuen Breezler – Volkes noch nicht wirklich animiert, vor die Bühne zu kommen. Das erkannte man bei PARKWAY DRIVE vor allem daran, dass sich nach dem eher mittelmäßig besuchten Auftritt von ILL NINO auch bei ihnen der Raum vor der Hauptbühne nicht merklich füllte. Dennoch möchte ich behaupten, dass ich und all die anderen mutigen Anwesenden ordentlich durchgerockt wurden und PD einen sehr ordentlichen Auftritt hingelegt haben, an dem zumindest ich nichts kritisieren kann.
(Werner/ Jule)

Setlist PARKWAY DRIVE
Intro
Unrest
Idols And Anchors
Romance Is Dead
Smoke ‚Em If Ya Got ‚Em
Sleepwalker
Dead Man’s Chest
Deliver Me
The Sirens‘ Song Wreckage Carrion Boneyards

GRAILKNIGHTS

Sattelt eure Pferde und schärft eure Schwerter: Es geht in die Schlacht gegen Dr. Skull und seine Schergen. Dem Aufruf zu einer ruhmreichen Schlacht folgten viele Schergen um die GRAILKNIGHTS bei ihrem Kampf auf der Zeltbühne zu unterstützen. Mittlerweile kann man die Jungs in ihren Kostümen und mit der ulkigen Bühnenshow ja getrost als „kultig“ bezeichnen. Leider fand ich persönlich die sympathischen Kerle an diesem Nachmittag nicht ganz so aufregend. Die „selbstgeschmiedeten Rüstungen“ wurden gegen neue, modernere Kampfanzüge eingetauscht. Hierbei wurde anscheinend derselbe Schneider (und auch Frisör), der auch Batman und den Rest der Comicheldenfraktion versorgt, zu Rate gezogen. Auch der Rest der Show hatte irgendwie an unschuldigem Charme eingebüßt. Zwar wurden immer noch waagemutig Dr. Skull, sein Ork und der Drache Urks von der Bühne, aber es wirkte dieses mal alles etwas zu geschliffen. Wie dem auch sei, das Zelt war proppevoll und die Meute feierte die Schlacht durch Mitgegrölen, Mitklatschen und kräftig Mähneschütteln. Also war doch wieder alles gut und das Böse konnte in die Flucht geschlagen werden.
(Javed)

Obwohl ich die GRAILKNIGHTS auf dem Summer Breeze zum gefühlt hundertsten Mal gesehen habe, muss ich sagen, die Jungs haben’s immer wieder drauf, die Fans mitzureißen und diese einzigartige Stimmung aufkommen zu lassen, wie sie es eben so nur bei den GRAILKNIGHTS gibt. Die anfänglichen Gerüchte, die mir ein paar Wochen zuvor zu Ohren gekommen waren und nach denen die verrückten Niedersachsen als so eine Art Lückenfüller während den Umbaupausen auf der Partystage dienen sollten, bestätigten sich zum Glück nicht. Stattdessen gab’s das gewohnte Programm, gute Stimmung, eingängige Songs und jede Menge Heldentaten, denn auch diesmal wurde natürlich wieder nach dem heiligen Gral gesucht und das personifizierte Böse, in Gestalt des diabolischen „Dr. Skull“ bekämpft. Am Ende der Show wurde der „Grailnights Battelchoir“ dann auch nicht enttäuscht, denn der Gral wurde mal wieder gefunden und „Dr. Skull“ besiegt.
(Oli)

Setlist GRAILKNIGHTS
Grailquest Gladiators
When Good Turns Evil
Nameless Grave
Sea Song
Moonlight Masquerade

THE 69 EYES

Beinah zur gleichen Zeit waren auf der Partystage Helden am Werke – die GRAILKNIGHTS. Wir für unseren Teil genossen allerdings lieber den Rest des PARKWAY DRIVE Gigs, um uns gleich im Anschluss zur Painstage zu begeben, auf der nun ein krasser musikalischer Wechsel stattfinden sollte. Eine Runde Goth ’n’ Roll aus Finnland mit den 69 EYES gefällig? Scheinbar schon, denn dort hatte sich bereits eine große Menschentraube versammelt, vornehmlich weiblich, wie das wohl kommt? „Back In Blood“ war der erste Song, den die „Helsinki Vampires“ ihren Fans mitgebracht hatten, gefolgt von „Never Say Die“. Es dauerte aber trotz allem ein wenig, bis die Stimmung vollends überschwappte, das mag auch daran gelegen haben, dass viele „ruhigere“ Stücke zu Beginn gespielt wurden. Ab „Kiss Me Undead“ wandelte sich das so langsam und spätestens bei „Brandon Lee“ und dem Rausschmeißer „Lost Boys“ war die Stimmung top. Schade, dass da nicht mehr flottere Stücke dabei waren.
(Ateacina)

Setlist THE 69 EYES
Back In Blood
Never Say Die
The Good, The Bad & The Undead
Devils
Kiss Me Undead
Wasting The Dawn
Suspiria Snow White
Framed In Blood
Dead Girls Are Easy
Brandon Lee
Lost Boys

DIE APOKALPTISCHEN REITER

Vor der Main Stage wurde es voll. DIE APOKALYPTISCHEN REITER konnten mit ihrer guten Show und abwechslungsreicher Musik die Leute wie üblich gut mitreißen und sorgten für ordentliche Stimmung. Allerdings fand ich die Show doch etwas einstudiert und der SM -Bekleidete und auf einer Schaukel hinterm Keyboard Sitzende Tastenhauer erinnert mich irgendwie immer an Rammstein. Ein kleines Schmankerl für die Fans waren allerdings die T-Shirts, die die Junges in die Menge schossen.
(Javed)

Setlist DIE APOKALYPTISCHEN REITER
Intro
Wir sind das Licht
Revolution
Unter der Asche
Friede sei mit Dir
Es wird schlimmer
Boten einer neuen Zeit
Adrenalin
Nach der Ebbe
Der Adler
Der Weg
Roll My Heart
We Will Never Die
Seemann

TRACEDAWN

Am frühen Abend konnte man nun endlich TRACEDAWN auf der Partystage antreffen, die mit einem sehr individuellen Melodic-Death-Metal (Anm. der Fotografin – CHILDREN OF BODOM Fans waren hier gut aufgehoben) bestachen. Man merkte den jungen Finnen durchaus an, dass sie einen Heidenspaß bei ihrem Gig auf dem Breeze hatten und natürlich übertrug sich das durch gute Musik auch auf das Publikum vor der Bühne.Ein sagenhafter Circle-Pit war die Folge und wurde von den Musikern dankend bejubelt.
(Werner/ Jule)

Setlist TRACEDAWN
In Your Name
Justice For None
Make Amends
Test Of Faith
Dirt-Track Speedball
Scum 

TIEFLADER

Ein besonderer Applaus gebührt hier der Formation TIEFLADER, die sich von einer recht geringen Besucheranzahl vor der Camelstage nicht einschüchtern ließ und mit ihrem trashigen Schwermetall ohne Ende Gas gab. Und solch hammerharter Elan wurde natürlich auch dadurch belohnt, dass sich im Laufe des Konzertes doch noch ein paar der „schüchternen“ Summer Breezler vor die Bühne getraut haben, um sich die genialen Riffs von Gitarrist Alex in die Gehörgänge prügeln zu lassen. Ich persönlich kannte die Band vor dem Festival noch nicht und es bleibt abzuwarten, wie viel man von ihnen in Zukunft noch hört. Persönlich kann ich behaupten, dass ich sie in positiver Erinnerung mit nach Hause mitnehme.
(Werner/ Jule)

Setlist TIEFLADER
Hier kommt der Hammer
Lauter
Durch die Wand
Fahr zur Hölle
Strom
Opfer
Verstärker
Wir sind nicht allein
Stuttgart
Hier Kommt der Hammer
Gib Alles
Feuer
Abwärts
Tieflader

AGNOSTIC FRONT 

Bei Einbruch der Dämmerung und Anbruch einer Flasche Bier gaben die Jungs von AGNOSTIC FRONT auf der Pain Stage ihr Bestes und das war natürlich gut genug, so dass die begeisterte Menge schnell zum Rhythmus von „Black and Blue“ das Tanzbein bzw. den Kopf in vertikaler Richtung schwang. – A propos „Black and Blue“: Wenn man davon ausgeht, dass „schwarz“ die vorrangige Kleiderfarbe und „blau“ die Stimmung vor der Bühne war, hat man schon mal ne recht gute Vorstellung vom Gig. Nein! Ernsthaft: Musikalisch kam ein ziemlich guter Mix aus alten und neuen Songs, so dass ich gerade so viele der Lieder mitgrölen konnte, dass mir für die folgenden Bands noch etwas Luft in den Lungen blieb. Stigma selbst tat sein Übriges, um die kleinen Pausen zwischen den Liedern mit einigem Rumgeblödel zu füllen. Kein Wunder also, dass die Stimmung schon am Kochen war, als schließlich Fans und Band mit „Gotta Go“ einen lauten Höhepunkt hingelegt haben. Ein Wunder, dass die Jungs bei so viel Action auch nach dem Konzert bei der Autogrammvergabe noch fit wie junge Turnschuhe waren! Wirklich Energie geladen!
(Werner/ Jule)

Setlist AGNOSTIC FRONT 
Eliminator
Dead To Me
Outraged
For My Family
Friend Or Foe
All Is Not Forgotten
Peace,
Crucified
Victim In Pain
Warriors
Black And Blue
Gotta Go
Take Me Back
Outro
Addiction

INSOMNIUM

Ein wenig Hin- und Herspringen war angebracht, denn während AGNOSTIC FRONT sich draußen austobten, war im Zelt bereits die nächste finnische Invasion im Gange. Ich schätze mal, da konnte gleich ein eigenes Flugzeug für die Finnen geordert werden. Toll zu sehen, welchen Bekanntheitsgrad sich INSOMNIUM mittlerweile erspielt haben, das sah vor nicht allzu langer Zeit noch ganz anders aus. Scheint, als würden sie nach ihrem Toursupport von AMORPHIS nun endlich den schon lange verdienten Erfolg bekommen. Sänger Niilo glänzte wieder mit deutschen Ansagen und führte durchs Set, welches mit „Equivalence“ eröffnet wurde. Viel zu schnell waren die knapp 40 Minuten Spielzeit vorbei, in der zwar vornehmlich die neueren Alben präsentiert worden waren, was dem tollen Gig aber sicherlich keinen Abbruch tat. „Weighed Down With Sorrow“ sorgte dann für den krönenden Abschluss.
(Ateacina)

Setlist INSOMNIUM
Equivalence
Down With The Sun
Where The Last Wave Broke
The Harrowing Years
The Killjoy
The Gale
The Mortal Share
Weighed Down With Sorrow

OBITUARY

Eine ordentliche Stahldampfwalze rollte bei OBITUARY von der Bühne. Death Metal vom feinsten sorgte für schwingende Matten und umherfliegende Leute im Pit. So muss ich den Herren wohl danken, dass sich mein bis dato ausgerenkter Halswirbel nach „Sloly we Rot“ anscheinend wieder an die richtige Stelle bewegt hatte. Wer sich also den Gang zum Orthopäden sparen will, sollte mal ein OBITUARY-Konzert besuchen. Aber Vorsicht! Es gibt ordentlich was auf die Ohren!
(Javed)

SWALLOW THE SUN

Nach einer Portion Death Metal musste ich allerdings gleich noch mal ins Zelt sprinten, denn das war weiterhin fest in finnischer Hand, Sänger Miko legte die zweite Gesangsschicht des Tages ein, denn nun war er mit seiner Hauptband SWALLOW THE SUN an der Reihe, das Zelt wegzudoomen, auch Keyboarder Aleksi schob eine Doppelschicht, denn er hatte gerade noch bei INSOMNIUM auf der Bühne gestanden. Als ich eintraf, erklangen die ersten Töne vom wunderschönen „These Hours Of Despair“ – Schwer sich da noch komplett aufs Fotografieren zu konzentrieren. Wie gut, dass Niemand auf die Idee gekommen war, STS auf eine der Hauptbühnen zu setzen, denn „Don’t Fall Asleep“ und Co. hätten dort schlichtweg nicht ihre ganze Wirkung entfalten können. Im Publikum konnte man beinahe schon ein Knistern bzw. geballte Aufmerksamkeit spüren. Wer auch immer den todesbleiernen Doom als „langweilig“ einstufen würde, hat einfach noch keinen kompletten Gig der Finnen gesehen. Die nämlich sind mitreißend, in ihrer ganz besonderen Art und Weise!
(Ateacina)

Setlist SWALLOW THE SUN
These Woods Breathe Evil
Falling World
These Hours Of Despair
Sleepless Swans
Don’t Fall Asleep
Plague Of Butterflies
New Moon
Swallow

DARK TRANQUILLITY

Stimmungsvoll ging es dann auf der Pain Stage weiter. Die Melodic Death Metaller um Frontman Mikael Stanne versammelten sich auf der Bühne vor einer großen Leinwand. Leider wurde das Medium der Videoprojektion für meinen Geschmack nicht optimal genutzt. So liefen mal vorüberziehende Wolken, mal einfach das Bandlogo oder andere Symbole über den Projektor. Auch wenn es musikalisch nix zu mäkeln gab, wirkte die Show doch etwas abgespult und der gute Herr Stanne konnte mich mit seinem sehr extrovertierten Bühnenacting nicht ganz überzeugen. Dem Rest gefiel’s, folglich rockten DARK TRANQUILLITY die Pain Stage und zeigten, dass sie zu Recht an diesem Abend auf selbiger standen.
(Javed)

Setlist DARK TRANQUILLITY
At The Point Of Ignition
The Fatalist
Focus Shift
The Wonders At Your Feet
Final Resistance
Therein
Lost To Apathy
Misery’s Crown
Punish My Heaven
Iridium
Dream Oblivion
Terminus (Where Death Is Most Alive)

TRIPTYKON

Im Zelt ging unterdessen das Doomen weiter, die recht „junge“ Formation TRIPTYKON, die allerdings keine Unbekannten in ihren Reihen hatte, war nun an der Reihe. Der Sänger (Tom Warrior) dürfte den Meisten noch von CELTIC FROST bekannt sein, ebenso der Gitarrist. Wow, was war es auf einmal düster im Zelt geworden, das Publikum starrte gebannt zur Bühne und hatte sich scheinbar völlig dem dröhnenden Sound ergeben, der dort in Form von „Goetia“ oder „Circle Of The Tyrants“ über sie hereinbrach. Ein toller Gig, der sich in die Reihe der überzeugenden Performances am heutigen Tag auf der Partystage einreihen konnte.
(Ateacina)

Setlist TRIPTYKON
Procreation (Of The Wicked)
Goetia
Circle Of The Tyrants
Babylon Fell
The Prolonging

SUBWAY TO SALLY

Eine Bühnenshow vom feinsten gab es bei SUBWAY TO SALLY zu sehen. Die tief unter die Haut gehende Musik der Mittelalter Rocker wurde von einer fetten Licht- und Pyroshow untermalt. Dabei hörte man eine gute Setauswahl – Von Liedern zum Tanzen bis hin zum Träumen war alles dabei. Gleich zu Anfang rockte man mit der „Henkersbraut“ los und brachte die Leute in Bewegung. Bei den stimmungsvollen Momenten wie „Maria“ konnte man dann wunderbar seine Freundin (oder den betrunkenen Nebenmann) in den Arm nehmen. Zwischendurch rannte Sänger Eric Fish mit einem brennenden Stab über die Bühne, so dass man etwas Angst um dessen Mitmusiker bekam. Zu Schluss wurde dann noch heftig der „Veitstanz“ zelebriert. Zu Recht forderten die Fans am Ende des Sets eine Zugabe. Dem leistete man auch prompt Folge und rundete das Set mit „Sieben“ und dem obligatorischen „Julia und die Räuber“ ab. Ein gelungener Headliner-Gig am Donnerstag abend!
(Javed)

Setlist SUBWAY TO SALLY
Henkersbraut
Kleid aus Rosen
Feuerland
Kleine Schwester
Die Schlacht
Puppenspieler
2000 Meilen unter dem Meer
Maria
Meine Seele brennt
Judaskuss
Besser Du rennst
Falscher Heiland
Veitstanz

Sieben
Julia und die Räuber

MACABRE

Während SUBWAY TO SALLY auf der Hauptbühne eher weniger meine Kragenweite waren, entschloss ich mich für eine Portion Murder Metal im Zelt, da MACABRE zwei Wochen zuvor beim Brutal Assault in Tschechien einen äußerst unterhaltsamen Gig abgeliefert hatten. So war es auch dieses Mal, denn das Trio aus Chicago führte mit komödiantischem Touch durch ihre bunte Songpalette an allem, was die Kriminalgeschichte so an Massenmördern zu bieten hatte. Bunt gemischt war die Setlist, die unter anderem „Bloody Benders“, „Scrub A Dub Dub“ und natürlich „Vampire Of Düsseldorf“ enthielt. In Kürze wird auch ein neues Album erscheinen, was die Fans natürlich freudig stimmte. Eifrige Zugaberufe konnten leider nicht erhört werden.
(Ateacina)

Setlist MACABRE
Zodiac
Trial
Bloody Benders
Serialkiller
Night Stalker
Scrub A Dub Dub
Burk And Haire
Wustenfeld
You´re Dying To Be With Me
Ile Man
Hitchhiker
Vampire Of Düsseldorf
Ed Gein

RAISED FIST

Im Anschluss hätten nun BEHEMOTH auf der Bühne stehen sollen. Diese hatten aber leider ihre kompletten Gigs bis zum Ende des Jahres abgesagt. Damals bei der ersten Ankündigung waren viele einfach nur enttäuscht über die Kurzfristigkeit, etwas später sollte aber leider der Grund für eben jene Absage enthüllt werden – die schwere Krankheit von Fronter Nergal. Jetzt kann man nur hoffen, dass dieser schnell seine Leukämie besiegt, um auch in Zukunft mit seiner Band für mitreißende Auftritte sorgen wird. Die Fans jedenfalls stehen hinter der Band! Auf diesem Wege möchten wir Nergal ebenfalls alles Gute und eine rasche Genesung wünschen! RAISED FIST hatten nun also die schwere Aufgabe, auf einer der großen Bühnen statt auf der Partystage zu rocken, auf der nun ENDSTILLE unterwegs waren. Eines muss man gleich sagen, die Schweden spielten zwar nicht vor der größten Zuschauermenge, die die Stage am heutigen Tage gesehen hatte, allerdings tat das der Bewegungsfreude keinen Abbruch. Wenn man die waghalsigen Sprünge der gesamten Band während „You Ignore Them All“, „Perfectly Broken“ und weiteren sah, konnte man fast meinen, dass sie aus diesem Grund auf die größere Bühne gesetzt worden waren. Dieser Körpereinsatz lohnt sich, denn nach und nach stießen mehr Headbanger zum Hardcore Wahnsinn. Toller Auftritt!
(Ateacina)

Setlist RAISED FIST
You Ignore Them All
Pretext
Perfectly Broken
Running Man
Wounds
Friends And Traitors
Get This Right
Some Of These Times
Tribute
Killing It
Breaking Me Up

NECROPHAGIST

Ob es nun an der Müdigkeit der Headbanger lag, oder einfach nur daran, dass jeder die super Show mit eigenen Augen sehen wollte, die die Band auf der Partystage ablieferte, wird man wohl jetzt nicht mehr raus finden können. Fakt ist jedenfalls, dass so gut wie gar nicht gemosht wurde bei NECROPHAGIST, obwohl der extrem technische Death Metal der vier Totenfresser jede Menge Anlass dazu gab. Technisch perfekt und spielerisch einwandfrei spielten sich die Karlsruher durch ihr Set und sorgten damit für große Augen und offene Münder vor der Bühne. Die Songauswahl bildete einen schönen Querschnitt ihres 99er Albums „Onset of Putrefaction“ und vom 2004er Langspieler „Epitaph“. Neues Material vom lange angekündigten, aber immer noch nicht erschienenen Album war leider nicht zu hören. Trotzdem gehört der Auftritt von NECROPHAGIST auf jeden Fall in die Kategorie „besonders sehenswert“ und jedem der verpasst hat, sei ans Herz gelegt, die nächste Gelegenheit zu nutzen.
(Oli)

Setlist NECROPHAGIST
The Stillborn One
Foul Body Autopsy
Only Ash Remains
Diminished To Be
Epitaph
Extreme Unction
Stabwound
Ignominious And Pale
Fermented Offal Discharge

THE DEVIL’S BLOOD

Nachdem NECROPHAGIST ihren Gig beendet hatten, war ich zugegebenermaßen extrem aufgeregt, endlich würde ich sie live und Farbe sehen, auf einer großen Bühne, inmitten hunderter anderer Fans, zum Anfassen nah, die Band, die „The Time Of No Time Evermore“ raus gebracht hatte, das Album, das ich letztes Jahr monatelang rauf und runtergehört hatte, nachdem mir ein Kumpel die CD zum Geburtstag, mit den Worten „Das ist genau deine Mukke“ geschenkt hatte. Davon hatte ich schon lange Zeit geträumt. Als um 2.15 Uhr die Show immer noch nicht losgegangen war, stieg meine Anspannung ins Unermessliche, aber die Tatsache, dass ich ja schon den Soundcheck mitbekommen hatte und mir so noch in aller Ruhe eine Zigarette anstecken konnte, ließ mich wieder ruhiger werden. „Sind halt Perfektionisten, da war bestimmt noch irgendwas nicht so wie’s sein soll, eine Wahnsinns Band bleibt eine Wahnsinns Band, auch wenn wegen Verspätung eben mal ein, zwei Songs auf der Strecke bleiben müssen“ dachte ich mir. Um kurz vor halb ging’s dann endlich los. Und wie es los ging. Unfassbar, unglaublich, nicht in Worte zu fassen, absolut, unübertroffen SCHLECHT. Im ersten Moment dachte ich noch, ich wäre vielleicht bei der falschen Band gelandet, kann ja mal passieren, war ja auch schon spät. Also, Running Order raus, Handy raus. Das konnte doch nicht stimmen. Leider musste ich zu meinem Entsetzen aber feststellen, dass ich vor der richtigen Band stand. In dem Moment bemerkte ich, wie Javed, der neben mir verweilte, mich ganz ungläubig anstarrte und fragte, seit wann ich denn derartige Musik hören würde. Aber so schnell wollte ich mich noch nicht geschlagen geben, also fragte ich einfach mal so in die Runde, wer da gerade auf der Bühne stehen würde, aber leider bekam ich immer wieder die selbe antwort: THE DEVIL’S BLOOD. In einem letzen Akt der Verzweiflung, fing ich an nach verstecken Kameras zu suchen, und malte mir aus, wie toll das doch wäre, wenn gleich ein Moderator auf die Bühne springen würde, um den ganzen Affenzirkus hier aufzuklären. Ich fahre jetzt seid fast zehn Jahren regelmäßig auf Konzerte und Festivals und ich bin noch nie von einer Band so enttäuscht worden wie von TDB. Das, was da aus der PA dröhnte, war der ultimative Soundmatsch und hatte nichts mit der Musik zu tun, die ich von CD kannte. Gekrönt wurde das Ganze dann noch von einer Sängerin, die durchgehend wie Jesus, dem man das Kreuz geklaut hat, auf der Bühne stand und so irgendwie den Anschein erweckte, als wenn sie gleich ein Ei auf legen würde. Dass Leadsänger Selim Lemouchi, dann auch noch der Stagecrew gegenüber ausfallend und handgreiflich wurde, als diese der Band den Saft abdrehte, da die feinen Herren natürlich nicht einsahen, ihr Set zu kürzen und einfach weiterspielten, passt da genau ins Bild. Später als der Band dann sogar der Bühnenstrom abgestellt wurde, weil diese einfach ihr Set nur noch über die Bühnenamps weiterspielte, gab’s dann auch noch Haue für die Securitys und wie ich später erführ, sogar für den eigenen Tourmanager. Und der Preis für die beschissenste Livedarbietung auf dem Summer Breeze 2010 goes to THE DEVIL’S BLOOD
(Oli)

Setlist THE DEVIL’S BLOOD
Come, Reap
Rivers Of Gold
House Of 10.000 Voices
Rake Your Nails Across The Firmament
The Heaven’s Cry Out For The Devil’s Blood
The Graveyard Shuffle
Voodoo Dust
Christ Or Cocaine

AHAB

Jeder hat wohl schon mal die Geschichte der schicksalhaften Fahrt des Walfangschiffes „Pequod“, dessen einbeiniger Kapitän AHAB mit blindem Hass den weißen Pottwal jagt, der ihm das Bein abgerissen hatte, gehört. Gut, außer dem Namen haben die Band und der Kapitän wohl eher wenig gemeinsam. Wäre Kapitän Ahab genauso schwerfällig und langsam gewesen, dann hätte er seinen weißen Widersacher wahrscheinlich niemals zu Gesicht bekommen. Der Formation AHAB allerdings steht genau diese schwerfällige, zähe Trägheit sehr gut zu Gesicht und das dachten sich wohl auch die Metalheads, die trotz der fortgeschrittenen Stunde den Weg ins Partyzelt gefunden hatten. Leider mussten die Jungs aufgrund des Kindergartens, den THE DEVIL’S BLOOD veranstaltet hatten, mit zehn Minuten Verspätung auf die Bühne, was der Stimmung aber kein Abbruch tat. Dem geneigten Zuhörer wurde hier feinster Funeral Doom in seiner reinsten Form geboten, nichts zum Moshen, aber da war eh keiner mehr scharf drauf. Die Musiker erzeugten eine extrem entspannte Atmosphäre in der kurzen Zeit, die ihnen zur Verfügung stand und entließen das Publikum nach nur vier Songs in die wohlverdiente Nachtruhe. Für mich als Gelegenheits-Doom-Hörer genau das richte Betthupferl.
(Oli)

Setlist AHAB
O Father Son
The Divinity Of Oceans
Old Thunder
Redemption Lost
Call me Ishmael

So ging der Donnerstag dann doch noch recht harmonisch zu Ende und nach und nach trudelte die gesamte Bande am Zeltplatz ein, um neue Kräfte für den morgigen, dritten Summer Breeze Tag zu sammeln.

Copyright Fotos: Cynthia Theisinger/ Cornelia Wickel

SUMMER BREEZE 2010 – Teil 3

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