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SUMMER BREEZE 2010 – TAG 4

Ort: Dinkelsbühl

Datum: 21.08.2010

SAMSTAG, 21.08.2010

BE’LAKOR

Um 11 Uhr in der Früh am letzten Festivaltag hat man’s nicht leicht. So waren die Anstrengungen der vorherigen Tage deutlich erkennbar. Die verwegenen, die sich trotzdem auf das Festivalgelände geschleppt, hatten versammelten sich vor der Pain Stage, um den „Herren bei der Arbeit“ zuzuschauen. Diese lieferten ein durchaus solides Stück melancholischen Melodic Death Metal ab. Auf harte Passagen und Growls folgten verträumte Keyboardmelodien. Bei eitel Sonnenschein und strahlendblauen Himmel nicht immer einfach darzubieten. Folglich sprang der Funke auch nicht so ganz über und auch ich muss leider sagen, dass ich das Werkstück zwar solide und gut vorgetragen, aber nicht so ganz außergewöhnlich fand. Allerdings möchte ich der Band durchaus unter nicht ganz so widrigen Umstanden noch eine Chance geben.
(Javed)

Setlist BE’LAKOR
Sun’s Delusion
Neither Shape Nor Shadow
Tre’aste
From Scythe To Sceptre

THE FORESHADOWING

Die erste Band auf der Main Stage an diesem Tag bot Goth-Metal und konnte mich damit nicht vom Hocker reißen, auch wenn man beim ersten Griff in die Gitarre dachte: „Auhauahauaha, geht dat auch leiser heute Morgen?!“ Nachdem man den Gehörschutz in den Ohren platziert hatte, konnte man sich dann eher ein Entspannungsprogramm anhören, dass etwas vor sich hin plätscherte. Ein Pärchen, das sich nicht unweit von mir hinter dem FOH-Tower auf die Wiese legte machte dann auch das Beste aus der Situation und fing hemmungslos an, rumzuknutschen und rumzufummeln. Eindeutig die beste Idee und wehe dem, der grad keine Frau/ keinen Mann zur Hand hatte, denn groß abhotten und Party machen war hier nun wirklich nicht drin.
(Javed)

Setlist THE FORESHADOWING
Lost Humanity
The Outsiders
Oionos
The Wandering
Chant Of Widows

UNDERTOW

Mit einem einfachen „Mahlzeit“ begann das Trio sein Programm, als die Sonne empfindlich hoch stand. Das Mittagsmenü bestand aus „Metal a la Rustikala“. Denn direkt nach dem Begrüßungswort wurde heftig in die Saiten gegriffen und in die Felle gedroschen, obwohl Gittarist/ Sänger Joschi etwas angeschlagen schien und die Sonne nicht so ganz vertrug: „Oje, jetz ersma n Schluck Wassa“ oder „Ihr seidd doch verrückt, hier bei der Hitze! Ich krich hier gleich nen Hitzschlag oder Schlaganfall oder sowas!“. Respekt, dass die Jungs trotzdem so gut abhotteten und Spaß und Spielfreude demonstrierten. So konnte nach der Entspannungskur bei THE FORESHADOWING doch noch der eine oder andere geweckt werden und zum Rübeschutteln animiert werden.
(Javed)

Setlist UNDERTOW
The Bitter Taste
Crawler
Threedouble Chime
Ashtray Memories
Smoke Garden
File Under: Unexpected
Stomping Out Ignorance

VAN CANTO

Trotz der für manchen Metaller bestimmt noch nachtschlafenden Zeit war der Platz vor der Bühne bei VAN CANTO gerammelt voll. Was auf den ersten Blick schon eine bisschen verwunderlich wirkte, standen auf der Bühne doch eigentlich nur eine Schießbude und fünf Mikros, denn bei der A Capella Heavy Metal Band, wurden alle Instrumente, bis auf das Schlagzeug eben, von den fünf Gesangsakrobaten gesungen. Neben eigenen Songs wurden auch Klassiker wie „Rebellion“ von GRAVE DIGGER, „Bard’s Song“ (BLIND GUARDIAN) und „Fear Of The Dark“ (IRON MAIDEN) formvollendet gecovert. Wer jetzt denkt, dass bei solch einer gesanglichen Leistung, nicht viel Zeit für Bewegung auf der Bühne bleibt, der liegt aber mal so was von falsch. Die Musiker stachelten das Publikum immer wider zum Mitsingen an und erweckten den Anschein, dass sie neben ihrer Gage zusätzlich auch Kilometergeld bekommen würden. Mit dieser Show haben Van Canto ein weiteres Mal bewiesen, dass man für guten Metal nicht immer elektrisch verstärkte Gitarren und riesige Boxentürme braucht, sondern dass man mit guten Stimmen auf genau diese auch mal getost verzichten kann.
(Oli)

Setlist VAN CANTO
Lost Forever
Metal Song
Rebellion
One To Ten
Bard’s Song
The Mission/ Master Of Puppets
Fear Of The Dark

PSYCHOPUNCH

PSYCHOPUNCH ließ mich mal wieder mit geteilter Meinung zurück. Einerseits können die Schweden mit ihrer Musik durchaus überzeugen, aber die Bühnenpräsenz ging auf dem Summer Breeze leider gleich Null, so dass sich viele der Umstehenden bei der mageren Performance leider dazu veranlasst gefühlt haben, den Bereich vor der Bühne fluchtartig zu verlassen. Meine Meinung formuliere ich kurz und schmerzlos wie ein Vorschlaghammer – „Manche Bands sind auf CD sicherlich besser als auf der Bühne!“
(Werner/ Jule)

Setlist PSYCHOPUNCH
Long Time Coming
Another Feeling
Lay Me Down
SOS (ABBA-Cover)
Misunderstood
All Through The Night
The Way She’s Kissing
Lost Highway
Overrated
Another Statement
Hush Now Baby

FREI.WILD

Da ich mich am Samstagnachmittag am Zelt etwas verquatscht hatte, konnte ich den Auftakt zum FREI.WILD Auftritt nur vom Zelt aus mitverfolgen. Gott sei Dank kann ich da nur sagen, schon nach wenigen Minuten war mir klar, dass das Programmheft nicht gelogen hatte, hier stand ganz klar Band ganz in der Tradition der BÖHSEN ONKELZ auf der Bühne. Wenn ich frühzeitig losgegangen wäre und vor der Bühne gestanden hätte, hätte ich höchstwahrscheinlich ganz fiese Fremdschäm-Pickel am Arsch bekommen. Hier wurde exquisiter Rock´n´Proll serviert. Schon bei der ersten Ansage von Sänger Philipp „Fips“ Burger war ganz schnell klar, dass dieser nicht nur einen über den Durst getrunken hatte und auf Grund dessen auch ziemlich viel Blech erzählte. Drummer Christian „Föhre“ Fohrer eierte hinter seiner Schießbude rum, so dass der Verdacht nahe lag, dass auch er dem Alkohol vorm Auftritt in erheblichem Maße gefrönt hatte. Zusätzlich ließen dann diverse Mitsingspielchen, wie zum Beispiel „Oh wie ist das schön“, das Gefühl aufkommen, nicht bei einem Metal Open Air , sondern in einem Stadion oder beim Oktoberfest, zu sein. Aber gut, es gibt eben immer solche und solche. Die Stimmung schien jedenfalls sehr gut zu sein, Geschmäcker sind verschieden und wir, die wir gemütlich am Zelt gesessen haben, hatten auf jeden Fall jede Menge zu lachen. FREI.WILD folgen damit der Alten ONKELZ Tradition: War kein Metal, ist kein Metal, wird niemals Metal sein.
(Oli)

Setlist FREI.WILD
Frei.Wild
Niemand
Südtirol
Arschtritt
Irgendwer
Halt deine Schnauze
Weiter immer weiter
Land der Vollidioten
Feuer, Erde, Wasser, Luft
Sieger stehen auf, wo Verlierer liegen bleiben

FEJD

Entspannt fing es auf der Partystage an. FEJD boten nordischen Folk mit Bouzouki (eine Langhalslaute) und Moraharpa (ich als Laie würde sagen wie ne Zita zum umschnallen). So sorgen lediglich E-Bass und Schlagzeug für etwas Druck. Die Songs waren auch nicht zum rumpogen, sondern eher zum Träumen oder um eine Dame zum Tanz aufzufordern. Mit Mitsingen war leider auch nix, es sei denn man, war der schwedischen Sprache mächtig. Mit träumen und tanzen hatte man es diesen Nachmittag anscheinend nicht, daher blieb das Zelt eher mäßig gefüllt und der Gig plätscherte etwas vor sich hin. Da spielte leider die falsche Band zum falschen Zeitpunkt.
(Javed)

Setlist FEJD
Drängen & Krakan
Morgonstjärnan
Offerrök
Storm
Farsot
Yggdrasil

LEAVES’ EYES

Pünktlich zum Auftritt von LEAVES’ EYES verzog sich die Sonne. Somit konnte die hellhäutige Sängerin Liv Kristine ohne Bedenken auf die Bühne, ihre Bandmitglieder waren schon vor ihr dort. Sie hatte ein ausladendes Kleid mit einer fast zwei Meter langen Schleppe an und gab in denn letzten Tagen selten gehörte Höhen von sich. Sie bedanke sich beim Publikum für das Durchhalten trotz der hohen Temperaturen. Nur leider war trotz allem ihre Stimme zu schwach. Die größte Begeisterung konnte bei dem Konzert nur die Security erreichen – mit dem Wasserschlauch.
(Werner)

Setlist LEAVES’ EYES
Intro Njord
My Destiny
Emerald Island
Farewell Proud Men
Take The Devil In Me
Ragnarök
Elegy
Froyas Theme
Outro Mot Fjorne Land

HACRIDE

Vier lustig spielfreudige Franzosen konnte man als zweite Band über die Party Stage hüpfen sehen. Nach den eher ruhigen Tönen von FEIJD ging es jetzt kernig zu. Mit ihrem abwechslungsreichen Mix aus brachialgroovigen Mithüpfpassagen mit derben Growls sowie melodiösen Parts, untermalt von schönem cleanen Gesang konnten die vier das Zelt rocken. Dabei wurden die einzelnen Passagen mit guten Breaks verknüpft, so dass man eine sowohl musikalisch abwechslungsreiche Show sah, die auch mit sichtlich Spaß an der Sache dargeboten wurde, was schließlich auch aufs Publikum übersprang.

(Javed)

EISBRECHER

Nun nach LEAVES’ EYES kam EISBRECHER auf der Main Stage dran. Musikalisch gesehen etwas variabler, da die Bajuwaren von der Song Auswahl mehr Elektronischeres Zeug gespielt haben. Dieses Wagnis ging trotzdem gut, sicher waren einige dabei, denen es nicht gefallen hat, aber ich persönlich hatte das Empfinden, als ob der große Teil für diese Abwechslung sehr dankbar war. Alexx hatte das Publikum auch von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen. Die Pausen zwischen denn Songs kamen einem nicht lang vor, da sie gekonnt von Alexx durch Sprüche wie die Anspielung auf GWAR, nachdem sich Mitgründer Noel Pix sich eine Wunde zugezogen hatte, oder durch gekonnte Posen gefüllt wurden. Dadurch kam nie Langeweile auf. Zum gebührenden Abschluss haben dann Band und Fans zusammen „Miststück“ gesungen. Dieser Auftritt war auf jeden Fall sehr sehenswert.
(Werner)

Setlist EISBRECHER
Eiszeit
Angst
Phosphor
Willkommen
Leider
Schwarze Witwe
Heilig
This Is Deutsch
Amok
Miststück

CALLISTO

Die nächste Band wurde auch als psychedelisches Schmankerl angepriesen, die mit LONG DISTANCE CALLING und KYLESA ein super Paket abgeben würden. Leider fand ich CALLISTO nicht so stark wie die anderen beiden Genannten. Zu melancholisch und langatmig war die Musik für mich an diesem sonnigen Nachmittag. Auch die Darbietung wirkte auf mich eher statisch und überzogen. Der Sänger stand mal mit dem Rücken zum Publikum und mal wie ein Ölgötze am Bühnenrand. Lediglich zum Ende des Sets tauten die Jungs auf und es kann etwas Schmackes ins Zelt. Auch noch positiv zu erwähnen ist der Basser der Truppe, der sowohl in seiner Bühnenpräsenz als auch musikalisch Kontraste setzte, indem er groovig rockige Basslinien mit in die Soundteppiche mit einwob. Ich würde den Jungs allerdings noch mal in einem kleinen intimen Club eine Chance geben. Das Ambiente passt wohl besser, als strahlender Sonnenschein am Nachmittag.
(Javed)

Setlist CALLISTO
Insession
Wormwood
Rule The Blood
Providence

POISONBLACK

POISONBLACK aus Finnland um den ex-SENTENCED Sänger Ville Laihiala hatten es nicht sehr viel besser. Zwar waren hier mehr Leute vor der Bühne erschienen, aber die Menge schien nach wie vor nicht sehr begeisterungsfähig (während sich einem kurz zuvor bei EISBRECHER ein ganz anderes Bild geboten hatte). Es war aber auch immer noch verdammt heiß und die Sonne brutzelte munter auf die vor der Bühne stehenden. Aber hey, POISONBLACK wusste auch damit umzugehen und präsentierten ihren Gothic Metal mit einer Menge Spielfreude. Viele werden nach wie vor sagen, dass das nie an SENTENCED heranreichen wird, aber statt darüber wieder und wieder zu lamentieren, freut euch doch einfach mal, dass Villes Stimme nach wie vor wunderbar rau ist und sich auch in PB-Songs wie „Leech“, „Nothing Else Remains“ oder „Rush“ bestens einfügt.

Setlist POISONBLACK
Casket Case
Leech
Nothing Else Remains
Love Infernal
Soul In Flames
Left Behind
Rush
Buried Alive
Bear The Cross

SÓLSTAFIR

Von der Formation SÓLSTAFIR hatte ich vor dem Breeze zugegebnermaßen noch nie etwas gehört, also dachte ich mir, bevor du zu SEPULTURA gehst, könnte man ja noch kurz einen kleinen Abstecher ins Zelt machen. Was dann passierte, ist mir so schon seit Jahren nicht mehr passiert. Von der ersten Minute an hatten mich die vier Isländer ganz fies bei den Eiern gepackt und ließen diese auch bis zum Ende des Auftritts und darüber hinaus nicht mehr los – und das ging wohl dem restlichen Publikum so. Ich konnte jede Menge offene Münder, entspannte Gesichtsausdrücke und rhythmisches Kopfnicken bei vielen hartgesottenen Metallern beobachten. Während ich diesen Bericht schreibe, zieh ich mir „Masterpiece of Bitterness“, das Album welches die Jungs etwas verkürzt auf der Partystage zum besten gegeben haben und, das ich mir sofort organisiert habe, rein. Die Mischung aus Doom, Post- und Psychedelic Rock, Ambient und Punk war und ist einfach nur genial. Schöne ruhige stimmungsvolle Parts, die immer wieder von härteren Abgehpassagen unterbrochen werden, dazu eine schöne wummernde Basslinie, die sich wie ein roter Faden durch alle Stücke zieht, die Stimme von Sänger Aðalbjörn Tryggvason und die sphärischen und abwechslungsreichen Gitarrenriffs. Alles in allem einfach eine runde Sache und mein persönlicher Glückstreffer auf dem Summer Breeze 2010.
(Oli)

(Und die Isländer haben einen weiteren begeisterten Hörer gewonnen! Ich habe den Auftritt auch sehr genossen, zumal sich die Herren hierzulande recht rar machen und ich geschlagene 5 Jahre auf einen weiteren Auftritt hatte warten müssen! Anm. Ateacina)

SEPULTURA

Der große Bekanntheitsgrad von SEPULTURA zog viele Mannen und Männinen gegen 19 Uhr Richtung Mainstage, wo sie natürlich vpm einer geballten Ladung Brasilia-Thrash nicht enttäuscht wurden. Da die Band bis zum Schluss eine sSitzen Show hinlegte und alles gab, ließen natürlich Publikumsreaktionen in Form eines gewaltigen Pits nicht auf sich warten. Ich würde beinahe behaupten, dass der sichtbare Spaß, den die Jungs bei dem Gig hatten, sich eins zu eins auf das Publikum übertragen hat. Mit einem Mix aus alten und neuen Songs hat auch bekanntlich noch nie eine Band in Sachen Setlist einen Fehler gemacht und somit bleibt zu erwähnen, dass neben einer tollen Show natürlich auch gute Musik gespielt wurde.
(Werner/ Jule)

Setlist SEPULTURA
Intro (A-LEX IV)
Moloko Mesto
Alex I
Arise
Refuse/ Resist
What I Do
Convicted In Life
The Treatment
Troops Of Doom
Schizophrenia / Escape To The Void
Territory
Innerself
Rattamahata
Roots Bloody Roots

KORPIKLAANI

Nach SEPULTURA gab’s dann erst mal den ultimativen Stilbruch, denn der „Klan der Wildnis“ hatte die Nachbarbühne geentert. Allerdings reichte der Platz für eine Band wie KORPIKLAANI vor der Painstage anscheinend schon nicht mehr aus, belagerten die Fans der sechs Waldschrate doch schon nach kurzer Zeit zum Teil auch schon den Platz vor der Maine. Wie immer gab’s natürlich lupenreinen finnischen Folk Metal zu hören, welcher von den Fans vor der Bühne und von den Musikern auf der Bühne amtlich abgefeiert wurde. Schon der Opener „Vodka“ ließ keinen Zweifel daran, was die wie immer gut gelaunten Naturburschen vor hatten und von ihren Fans erwarteten. Die Devise konnte nur lauten „Saufen, Moshen, Party machen“. Bis in die letzten Reihen wurden Songs mitgegrölt, Gerstensaft vernichtet und andere Delirium verheißende Destillate in die geschundenen Körper geschüttet. Natürlich wollten da auch die Musiker ihrem Publikum in nichts nachstehen und desinfizierten ihre Kehlen mit dem ein oder anderen Schlückchen zwischen und während der Stücke, was der Qualität der Show und der spielerischen Leistung aber, wie bei einer anderen finnischen Band, die am selben Abend nur drei Stunden später spielen sollte, in keinster Weise schadete. Auch wenn KORPIKLAANI laut eigenen Angaben in ihrer Heimat als „Alte-Leute-Musik mit Heavy-Metal-Gitarren“ wahrgenommen werden, so war das auf dem Summer Breeze 2010 definitiv nicht der Fall. Die Jungs haben mit ihrem Auftritt ein weiteres Mal eindrucksvoll bewiesen, wer die „Balls“ in Sachen Folk Metal hat. 
(Oli) 

KORPIKLAANI kenne zumindest ich nur unter dem Begriff „Spaß und gute Musik“ und so haben sie sich natürlich auch auf dem Summer Breeze eine ordentliche Party im Publikum aufgebaut, wobei die Finnen selbst sich mal wieder von ihrer kleidungstechnisch rustikaleren Seite zeigten, was gar wunderbar zu ihrem musikalischen Genre passt und mal wieder bewies, dass sie zurecht die Szene der Folk Metalbands anführen. Dementsprechend feierte das Publikum auch reichhaltig mit lautem Grölen und einem umso gewaltigeren Moshpit. Das Lied „Beer Beer“ wurde schon sehr früh von der tobenden Menge gefordert. Wie man an der Setlist erkennt, bediente KORPIKLAANI diesen Wunsch erst ziemlich am Ende des Auftrittes, was dem Ganzen natürlich einen wundervollen Ausklang gegeben hat. Na, dann Prost!
(Werner/ Jule)

Setlist KORPIKLAANI
Vodka
Journey Man
Korpiklaani
Cottages & Saunas
Kipumylly
Tuli Kokko
Viima
Juodaan Viinaa
Pellonpekko
Paljon On Koskessa Kiviä
Crows Bring The Spring
Pinewoods
Wooden Pints
Happy Little Boozer
Beer Beer
Let’s Drink

MÅNEGARM

Mit einem weinenden und einem vor Vorfreude lachenden Auge musste ich die Show von KORPIKLAANI leider früher verlassen, um auf dem schnellsten Weg ins Partyzelt zu kommen, wo mich MÅNEGARM erwarteten. Als ich dort eintraf, musste ich dann allerdings feststellen, dass es doch nicht so eine super Idee war, auf dem Weg durch den Pressebereich kurz halt an der Bierbude zu machen und noch ein wenig mit der netten Thekenkraft zu schäkern, denn die Band hatte schon angefangen und war mitten in ihrem Opener „ Mina Fäders Hall“. Außerdem waren wohl noch mehr Metaller dem Ruf der „Mondshunde“ gefolgt, was man am gut gefüllten Zelt schnell erkennen konnte. Als ich mich dann auf meinen „Stammplatz“ vorne links neben der Bühne vorgearbeitet hatte, fiel mir als allererstes auf, dass Svenne, Jonas, Mårten, Pierre und Erik anscheinend jede Menge Spaß inne Backen hatten, was sich durch ständiges Anheizen der Fans und eine gute Bühnenshow bemerkbar machte. Musikalisch wurde eine schöne Mischung aus alten und neuen Songs präsentiert. Diese Mischung kam wohl auch sehr gut bei den Fans an, die bis in die letzten Reihen die Haare fliegen ließen und jeden Song inbrünstig mitsangen.
(Oli)

Setlist MÅNEGARM
Mina Fäders Hall
Bergagasten
Sigrblot
Vedergällningens Tid
Havets Vargar
I Evig Tid
Hemfärd
Outro

Surprise Act: BÜLENT CEYLAN

Naja… wer sich das Line-Up auf den T-Shirts durchgelesen hatte, dürfte wohl nicht sonderlich überrascht gewesen sein, wer den jetzt dieser ominöse Überraschungsstar sein sollte. Überraschter war ich vielmehr über den Namen und… „Who the hell is Bülent Ceylan?“ Muss man den kennen? Wieso bin ich mal wieder der Einzige, der keinen Plan hatte, wer das ist? Naja… für alle, die es auch nicht wissen: BÜLENT CEYLAN ist ein türkisch-deutscher Comedian, der auch auf dem Summer Breeze eine ganze Menge Elan beweisen konnte. Dass er nicht wirklich so unbekannt ist, bewiesen schon vor dem Auftritt die lauten Forderungen: „Wir woll’n den Türken sehen.“ Zur Show an sich kann man sagen, dass Mompfred trotz dieser kleinen Aussetzer (er hatte seine Anti-Rassismus-Pillen vergessen – Anm. Ateacina) eigentlich alle richtig gut bespaßen konnte. Trotz der eigentlichen Comedy gab es ordentlich Party vor der Bühne und sogar einen amtlichen Circle Pit mit Wall of Death. Zu guter Letzt konnte sich auch Bülent selbst nicht mehr an halten und ist eine Runde in der Menge gesurft. („Ei, wenn die gut drauf sind, dann spring ich auch in die Menge!“, hatte er in der Pressekonferenz versprochen – und sein Wort gehalten. Im Übrigen soll der Auftritt irgendwann im nächsten Jahr in seiner eigenen Fernsehshow zu sehen sein, Februar, wenn ich mich recht entsinne. Anm. Ateacina) Da sieht man mal wieder, wie positiv es aufgenommen werden kann, wenn man während eines Metal-Festivals den Hoppern den Krieg erklärt. – Es bleibt also zu hoffen, dass Bülent sich niemals auf einem HipHop Spektakel blicken lässt.
(Werner/ Jule)

SICK OF IT ALL

Angeheizt durch die Comedy von BÜLENT CEYLAN sahen sich die Zuschauer natürlich gerne direkt im Anschluss SICK OF IT ALL an, die von Anfang an Tempo und ordentlich Prügelstimmung machen konnten. Gitarrist Pete Koller sprang dabei auf der Bühne herum, dass es eine Freude war. Nebenbei fragte man sich dann allerdings doch, wie viele Meilen man auf so einer Bühne insgesamt eigentlich in 45 Minuten zurücklegen kann. Abgesehen davon brachte einem vor allem aber die wirklich gute Setlist der New Yorker zu Bewusstsein, dass sie zu Recht als Legenden im Hardcore-Bereich gelten. Natürlich zollten die Fans der Band gleich mit mehreren Moshpits, Circlepits und einer amtlichen „Wall of „certain“ death“ (Ernsthaft! Sie war wirklich unglaublich!) Mal wieder ein Mainact, der eindrucksvoll demonstrieren konnte, WARUM er eigentlich ganz oben auf den T-Shirts steht. 
(Werner/ Jule)

Setlist SICK OF IT ALL
Death Or Jail
Good Looking Out
Uprising Nation
The Divide
America
Built To Last
Clobbering Time
Lowest Common Denominator
Step Down
A Month of Sundays
Busted
Take The Night Off
My Life
Waiting For The Day
Dominated
Injustice System
Machete
Scratch The Surface
Us vs. Them

WARBRINGER

Nach der geballten Finnenpower bin ich dann erstmal im Partyzelt geblieben, um mir bei WARBRINGER die volle Bedienung in Sachen amerikanischer Thrash Metal geben zu lassen. Ganz in der Tradition von alten Heroen wie SLAYER, EXODUS und den frühen METALLICA zogen die fünf Kalifornier dem ein oder anderen Metaller die Falten aus dem Sack. Trotz der wenigen Lenze, die die Bandmitglieder auf dem Buckel haben, wirkten sie keine Sekunde unerfahren oder unsicher. Ganz im Gegenteil, Fronter John Kevill, der im Übrigen mit seinen fundamentalen Kenntnissen der deutschen Sprache beeindruckte, indem er den Fans ein schallendes „Prost“ zu rief, sprang wie von der Tarantel gestochen über die Bühne und auch der Rest der Band stand ihm in nichts nach. Ein Thrasher folgte unerbittlich auf den anderen, so dass man noch nicht einmal nur einen Gedanken ans Ausruhen verschwenden konnte. Die Crowd mobilisierte noch einmal alle Kraftreserven und dankte es der Band mit jeder Menge Headbangen, einem Moshpit, einem Circlepit und sogar, man höre und staune, einer „Wall Of Death“.
(Oli)

Setlist WARBRINGER
Total War
Living In A Whirlwind
Severed Reality
Shoot To Kill
Prey For Death
Abandoned By Time
Jackal
Systematic Genocide
Combat Shock

DARK FUNERAL

Ich muss sagen, ich war schwer positiv überrascht. Als ich DARK FUNERAL das letzte Mal gesehen hatte, (zugegebener Maßen ist das schon was her) rumpelten sich die Schwarzheimer einen zurecht, dass das Bier schal wurde. Aber Anno 2010 liefern die Jungs eine gute und professionelle Show, die mich auch musikalisch überzeugte. Von Pyros unterstützt wurde der Menge Feuer unterm Arsch gemacht und gezeigt, dass Bands aus der alten Garde des Black Metal noch immer was zu bieten haben.
(Javed)

Setlist DARK FUNERAL
The End Of Human Race
666 Voices Inside
Goddess Of Sodomy
The Arrival Of Satan’s Empire
Stigmata
Atrum Regina
An Apprentice Of Satan
King Antichrist
In My Dreams
My Funeral

MAROON

Zu recht später Stunde enterten MAROON die Bühne. Man setzte uns eine geballte Ladung Hardcore gemixt mit Wald-und-Wiesen-Metal vor und konnte dadurch den dezent angetrunkenen Metallerdurchschnitt natürlich vollends glücklich machen. Ich selbst fand die Band ob mit oder ohne Alk jedenfalls auch sehr sympathisch und da ist es ja kein Wunder, dass neben einer passablen Wall of Death, ein paar Circle Pits und ebenso vielen müden Gesichtern in den hinteren Reihen auch Sänger Moraweck die Gelegenheit nicht versäumte, ein ausgiebiges Bad in der Menge zu nehmen. Mit „Schatten“ gab es dann zum Abschluss überraschenderweise noch ein deutschsprachiges Lied dabei.
(Werner/ Jule)

Setlist MAROON
Stay Brutal
Without A Face
And If I Lose, Welcome Annihilation
The Ship Is Sinking
The Worlds Havoc
Reach (The Sun)
Shadows Of Vengeance
Annular Eclipse
Wake Up In Hell
Schatten

CHILDREN OF BODOM

Schon mal vorab an alle COB Fans: jetzt wird’s ungemütlich. So, da wir jetzt unter uns Pastorstöchtern sind, brauch ich ja kein Blatt mehr vor den Mund nehmen und mal in die Runde fragen, was das denn war?! Wenn ich fünf betrunkene Langhaarige sehen will, von denen einer die ganze Zeit Blödsinn, labert geh ich mit meinen Kumpels in ne Kneipe. Da werde ich vermutlich auch noch besser unterhalten. Die merklich betrunkenen Finnen konnten ihren Alkoholzustand nicht verbergen und spielten ihr Set nicht wirklich souverän runter. Unterbrochen wurde das Ganze auch noch von kleinen „Einschüben“ mit begonnenen, aber nicht zu Ende gespielter Coversongs von VAN HALEN, BON JOVI oder LADY GAGA, bei denen man sich auch grandios verspielte. Lustig war das genau so wenig wie das spielerische Vermögen der Headliner. Alles andere als tight und beisammen rumpelten COB sich durch ihr Set. Auch die „Herumalberei“, dass Keyboarder Wirman zu betrunken sei, um „Kissing the Shadows“ zu spielen, nehme ich den Jungs an diesem Abend glatt ab. Die Stimmung war zwar zu gut, aber ich konnte doch einige verdutzte Gesichter um mich herum sehen. Sollten COB das auch so auf einer Hallen Tour handhaben, sollte man in bester Bluesbrothers-Manier ein Netz vor der Bühne spannen, um fliegende Flaschen abzuwehren. Schade, schade, aber zum Glück gab es ja doch noch andere Bands an diesem Abend.
(Javed)

Ja, selbst ich als eingefleischter Bodom Fan musste gestehen, das dass, was die Jungs auf dem Summer Breeze abgeliefert haben, sehr, sehr dürftig war. Vorn im Fotograben klangen die ersten 3 Songs noch recht ordentlich – zumal mit „Hate Crew Deathroll“ und „Bodom Beach Terror“ bei mir genau der richtige Nerv getroffen wurde, gehören diese Titel doch seit jeder zu denen, dir mir am liebsten sind. Ich war ein wenig wie um 5 Jahre zurückversetzt, wo ich von dieser Band einfach nicht genug bekommen konnte. Nur dann, raus aus dem Graben und aus der Zauber – was in der Menge ankam, war zum Teil echt grausiger Soundmatsch und verpatzte Soli – was war da los?? Trotz der sehr, sehr genialen Song Auswahl (fast nur älteres Zeug, wenig von dem ganz neuen „Mist“) war leider echt nichts zu retten – der Gig war einfach schlecht und ich zog mich enttäuscht zurück. Das ist also aus der Band geworden, die ich einst vergöttert habe. Es fällt mir schwer, eine Combo so zu zerreißen, vor allem eine, wegen der ich vor ein paar Jahren noch quer durch Deutschland und Finnland gereist bin, aber leider haben es die Jungs nicht anders verdient. Klar, objektiv betrachtet war es vor der Bühne rappelvoll, Crowdsurfer bis zum Umfallen und hier und da ein amtlicher Pit – ich hege ja die Vermutung, dass die meisten, die die Bodom Kinder so abgefeiert haben, selbst so einen im Tee hatten, dass sie nicht mehr mitbekommen haben, wie sehr die Soli zum Teil verhauen wurden. Und wie lächerlich die Ansagen zum Teil waren. Oder man ist es nicht mehr anders gewohnt. Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich für meinen Teil behalte Auftritte von 2001 und 2003 tief in meinem Herzen und werde mir diese Band nicht mehr ansehen. Man muss sich nicht jeden Abstieg so deutlich vor Augen führen. Das einzig Gute war die Songauswahl. Aber es tut schon in der Seele weh, seine Lieblingssongs in so einer miesen Qualität dargeboten zu bekommen.
(Cynthia)

Setlist CHILDREN OF BODOM
Follow The Reaper
Hate Crew Deathroll
Bodom Beach Terror
Everytime I Die
Living Dead Beat
Sixpounder
Blooddrunk
In Your Face
Angels Don’t Kill
Kissing The Shadows
Hate Me
Silent Night, Bodom Night
Needled 24/7
Downfall

ASPHYX

Da soll nochmal einer sagen, Gras würde lasch machen! Auf Matin Van Drunen trifft diese Behauptung definitiv nicht zu. Der niederländische Sänger hatte am Freitag einen beinharten Auftritt mit seiner neuen Band HAIL OF BULLETS hingelegt, um dann am Samstag Abend mit seiner alten Band ASPHYX noch mal alles zu geben. Die Band trat nach diversen Auflösungen und Umbesetzungen in ihrer Urbesetzung auf und ließ keinen Zweifel daran, warum sie auch heute noch als stilprägend in Sachen Death Metal gilt. Den zahlreich erschienen Zuhörern wurde keine Verschnaufpause gegönnt und so mancher Fan wird am Sonntagmorgen übelste Nackenschmerzen gehabt gaben. Die Setlist setzte sich alten Klassikern und neuen Songs vom aktuellen Album “Death… The Brutal Way“ zusammen, wobei die neuen Sachen genau so gut ankamen wie die alten Schätzchen. Ungefähr in der Mitte des Sets petzte Sänger Martin, dass Drummer „Bob Bagchus“ an diesem Tag Geburtstag habe, worauf auch sogleich Happy Birthday vom Publikum angestimmt wurde. Ich persönlich denke nach diesem Auftritt, dass ASPHYX, sofern sie sich nicht wieder auflösen und endlich mal ein konstantes Line-Up etablieren, nochmal ganz groß angreifen können und die Metalszene aufmischen werden.
(Oli)

Setlist ASPHYX
Vermin
Scorbutics
Bismarck
Death … The Brutal Way
Wasteland Of Terrors
Forgotten War
The Rack

MY DYING BRIDE

So langsam war auch bei uns die Luft raus, zwei Bands hatten wir uns noch rausgepickt, die unbedingt noch sein mussten. Die erste davon waren MY DYING BRIDE, die wie schon vor einigen Jahren die Ehre hatten, als letzte Band auf den Hauptbühnen das Festival im Prinzip zu beenden. Zwanzig Jahre MDB, wenn das kein Grund zum Feiern ist und diese Party läuteten sie mit „Fall With Me“ ein. Das allein konnte als erstes Highlight gelten. In beängstigender Geschwindigkeit hatten die Briten das Publikum im Griff und die hypnotische Wirkung breitete sich von den ersten Reihen weiter aus. Hier profitierte einmal eine Band von einem an und für sich müden Publikum. Denn einen großen körperlichen Einsatz verlangte der doomige Festivalabschluss von Niemandem. Wohl aber die volle Aufmerksamkeit und die war ihnen mit „Wreckage Of My Flesh“ oder „Vast Choirs“ gewiss! Besonders Letzteres war eine Zeitreise par excellence, die Fans waren glücklich und MY DYING BRIDE bekamen eine würdige Bandjubiläumsparty. Schade nur, dass aus Zeitgründen das wunderbare „Cry Of Mankind“ nicht mehr dargeboten werden konnte. Schade, dass da für die letzte Band keine Ausnahme mehr gemacht werden konnte.
(Ateacina)

Setlist MY DYING BRIDE
Fall With Me
Bring Me Victory
Wreckage Of My Flesh
Turn Loose The Swans
Vast Choirs
She Is The Dark
My Body, A Funeral

EISREGEN 

Pünktlich zur Geisterstunde fiel EISREGEN über die Summer Breezer her und überzeugte durch eine ungewöhnliche Instrumentenzusammenstellung. – Ungewöhnlich eigentlich nur deswegen, weil man selten auf dem Breeze eine Band gesehen hat, die ohne Bass zurecht kam. Wie man an EISREGEN erkennen konnte, taten es ein paar Drums, Gitarre und ein Keyboard auch, um einen wahrhaft genialen Sound zu erzeugen und das Publikum zu begeistern, wobei ich persönlich (trotz geringer religiöser Ambitionen) das Banner „Jesus stinkt!“ etwas „too much“ fand. Religiöse Aussagen dieser Art gehören meiner Ansicht nach eigentlich nicht wirklich auf eine Bühne. Zumindest dann nicht, wenn man als Band den Anschein erwecken will, tolerant zu sein. Dafür gab’s für meinen Geschmack noch eine hübsche gekreuzigte Frau dabei und ich fand es auch sehr sympathisch, dass während des gesamten Konzertes die Landesflagge von Thüringen wehte, um auf die Herkunft der Band aus Tambach-Dietharz zu erinnern. Egal, welche Kritik also auch an der Bühnenshow geübt werden kann, wenn man denn will: Die Jungs haben gute Laune verbreitet und wer zu so später Stunde überhaupt noch jemanden ans Springen und Tanzen bringt, gehört ohnehin zu meinen persönlichen Helden. Insgesamt kann man den Auftritt also wohl als Erfolg verbuchen.
 (Werner / Jule)

Setlist EISREGEN 
Eisenkreuzkrieger
Tod senkt sich herab
Das liebe Beil
N8verzehr
1000 tote Nutten
Schlangensonne
Westwärts
Kai aus der Kiste
Elektro Hexe
Thüringen 2010

THE CROWN

Mit neuem Sänger und neuen Songs im Gepäck legten THE CROWN zu später Stunde noch mal einen Gang zu und fegten wie ein Wirbelwind durchs Zelt. Wobei sie dieses keineswegs leer fegten. Man sah den Jungs an, dass sie Bock hatten und boten dem schon schwer geschundenen Publikum ein ordentliches Paket Death Metal. Der neue Sänger präsentierte sich trotz lustigem Krankenkassen-Gestell vor den Augen als durchaus gute Wahl und brachte auch die Songs vom Album „Crowned in Terror“ (eingesungen von Ausnahmesänger Tomas Lindberg, ex-AT THE GATES) gut rüber. Folglich gelang es trotz später Stunde und einigen harten Vortagen, wenn auch etwas verhalten, ein Moshpit auf die Beine zustellen. Man beschränkte sich dann doch meistens aufs Haareschutteln und Genießen. Auch die Songs vom bald erscheinenden Album „Doomsday King“ wurden gut aufgenommen und sorgten für ordentlich Nackenschmerzen.
(Javed)

Setlist THE CROWN
Deathexplosion
Executionor
Under The Whip
Back From The Grave
Black Lightning
Blitzkrieg Witchcraft
Doomsday King
Crowned In Terror
Tale Of Destruction
Total Satan

1349

Im Gegensatz zu DARK FUNERAL vorher konnten mich 1349 an diesem Abend nicht so richtig überzeugen. Etwas unausgegoren wirkte das Ganze auf mich. Daher nur diese wenigen Worte…
(Javed)

Setlist 1349
Riders Of The Apocalypse
Nathicana
When I Was Flesh
Erpentine Sibilance
Sculptor Of Flesh
Atomic Chapel

COUNT RAVEN

Das Summer Breeze 2010 beendeten diese Jahr die schwedischen Doom Metaller von COUNT RAVEN. Viel war zwar nicht mehr los vor der Party Stage, was dem Rest, der noch da geblieben war, einer anscheinend nimmersatten schlaflosen Meute, aber nichts ausmachte. Der Gesang von Dan „Fodde“ Fondelius erinnerte mich doch ganz schwer an den jungen Ozzy Osbourne und auch das Gitarrenspiel lies doch immer wieder den einen oder anderen BLACK SABBATH Moment aufkommen. Viel Bewegung war auf der Bühne zwar wahrlich nicht zu erkennen, aber ich denke das kann man entschuldigen, um halb vier Uhr morgens und außerdem ist zu viel Bewegung auch kein Doom Metal.
(Oli)

So endete das Summer Breeze 2010 mit einigen Überraschungen aber auch leider ein paar (bandtechnischen) Enttäuschungen. Im Großen und Ganzen waren es 4 Tage Party bei schönstem Sonnenschein, in der viel Gerstensaft die durstigen Kehlen runter floss und auf 4 Bühnen mächtig gerockt wurde. Negativ war mal wieder der Stau zu nennen, gegen den man aber wohl nicht allzu viel tun kann, da das Festival mittlerweile schon eine sehr amtliche Größe erreicht hat, was an sich nicht so schlimm ins Gewicht gefallen ist – das Gelände ist groß genug und im Grunde verteilt sich die Masse immer sehr gut, so dass es nie wirklich zu voll vor einer Bühne war. Nur Mittwochs im Partyzelt war es mir eindeutig zu voll, zumindest zum Fotografieren. Vielleicht sollte man sich da ne andere Lösung einfallen lassen. Apropos andere Lösung: Wie letztes Jahr schon bemängelt musste die Presse wieder quer über den normalen Platz laufen statt einfach mal einen speziellene Durchgang zu schaffen – das ist jedes mal leicht nervtötend, vor allem wenn man Kamera Equipment quer über den Platz schleppen darf. Da bitte, bitte was dran ändern!! Die Bandauswahl war auch in diesem Jahr wieder ausgeglichen und so hatte jeder seinen Spaß – weiter so! Auch das Gelände war wie jedes Jahr super. Einen fetten Dank für die Pflastersteine vor der Main Stage – endlich mal ein High-Heels freundlicher Festivalboden

Kurzum, wir kommen wieder, hoffentlich genießen wir 2011 das Summer Breeze wieder bei genau demselben genialen Wetter, mit dem uns Petrus heuer verwöhnt hatte.
(Cynthia)

Copyright Fotos: Cynthia Theisinger/ Cornelia Wickel

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