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SUNRISE AVENUE – CHRISTIAN VENUS

Ort: Berlin - Huxleys Neue Welt

Datum: 17.10.2007

Dieser Abend sollte sehr nordisch dominiert werden. Die Finnen SUNRISE AVENUE brachten die Hamburger CHRISTIAN VENUS im Gepäck mit ins Berliner Huxley, um eine nette Party zu feiern. Punkt 8 war dann auch schon Stagetime und die Supporter enterten selbige. Der Sound ist im Indie-Rock-Gefilde anzusiedeln und die Band um Frontmann Venus konnte von Anfang an begeistert. Das Zusammenspiel erwies sich als sehr professionell, auch als die Bassistin mit kleinen technischen Problemen zu kämpfen hatte. Venus spielt laut eigener Aussage zum „2. Mal in seinem kurzen Leben in Berlin“ und beteuerte immer wieder, wie toll die Stadt doch sei. Auch wenn die Texte auf Deutsch erklangen, waren sie doch keinesfalls langweilig. So begeisterte „Fragezeichen“ zum Beispiel als sehr schöne Ballade, die das Thema Beziehung/ Beziehungsende abhandelte, was wohl schon jeder mal erlebt hat. Bei „Unglaublich“ war dann erstmal Party pur angesagt und der Fronter tobte über die Bühne. Natürlich ging’s bei dem Titel um eine Frau, wie beim Gros der Kompositionen. Man muss auch sagen, dass Christian gegen Ende der Show sehr viel lockerer war als noch am Anfang und das spiegelte sich deutlich in seiner Performance wider. Zu „3 h morgens“, die erste Single der jungen Formation, wurde gerade ein Video gedreht, welches auf ihrer Homepage zu bewundern ist. Gegen 20.40 Uhr neigte sich der Gig dann schon seinem Ende zu und nach nur einer halben Stunde Umbau, war es dann auch endlich Zeit für den Hauptact.

Nach ungefähr noch einmal 5 Minuten in Geduld üben waren sie endlich da – SUNRISE AVENUE. Gemeinsam mit dem neuen Mitglied, Gitarrist Rico, spielte Alt-Basser Raul ganz vorn am Bühnenrand, während sich Drummer Sami, Keyboarder Jukka und Sänger Samu auf einer Bühnenerhebung vergnügten. Der Bühnenaufbau erinnerte an ein Modell, was auch THE RASMUS mal im Repertoire hatten und auf jeden Fall sehr adrett anzuschauen war. Während der Performance bequemte sich der Fronter dann auch nach vorn an den Bühnenrand, beziehungsweise kletterte auf eine Box, so dass man teilweise Angst haben musste, dass er in die Menge fällt. Nun ja, die anwesenden Mädels hätte es sicher gefreut. Die Begrüßung erfolgte dann einmal wieder auf Deutsch und auch die Interaktion während der Show war sehr gelungen. Es gab auch noch eine weitere Parallele zu den Landsmännern von THE RASMUS, der Gitarrero wirkte dezent wie der dort beheimatete Bassist – Eero Heinonen – ein wenig verpeilt. Ich muss sicher nicht erwähnen, dass die Fans ihre Band nach der langen Live-Abstinenz frenetisch feierten. Sie klatschten und sprangen, kreischten und sangen natürlich textsicher mit. Sehr stolz erzählte der Fronter vor der neuen Single „Heal me“, dass beim ersten Gig 2005 gerade mal 299 Gäste plus seine Mutter im damaligen Berliner Magnet Club anwesend waren und dass er sehr dankbar sei, dass am heutigen Abend so viele erschienen waren. Während schon genannter Titel eine ruhige Ballade ist, war der Nachfolgesong „Only“ wieder eine krachende Rocknummer, so wie der Großteil der Setlist. Wofür ich ehrlich gesagt sehr dankbar war. Auch gab es einige akustische Einlagen, wie zum Beispiel das RIHANNA-Cover „Umbrella“ oder „Make it go away“, das dann wieder ab dem mittleren Teil von der gesamten Band unterstützt wurde. Natürlich fehlte auch wieder „Life is life“ nicht. „Into the blue“ holte einen dann schnell wieder in die Realität zurück und die Tanzlustigen, sowie auch die Band, konnten sich von der vorherigen Anstrengung etwas erholen. „All because of you“ wurde vollkommen akustisch Rico gewidmet, der laut Samu die Tour gerettet hat. Neben schon genannten Stücken präsentierte die Band noch „Romeo“, „Sunny Day“, „Destiny“ und natürlich „Fairytale gone bad“. Als Zugaben gab’s dann noch „It ain’t the way“, „Wonderland“ und, das immer wieder einschlagende, „Nasty“, welches als krönender Abschluss noch einmal die Halle so richtig zum kochen brachte und der perfekte Abschlusssong war.

Setlist SUNRISE AVENUE
Intro
Choose to be me
Diamonds
Romeo
Sunny Day
Heal me
Only
Make it go away
Destiny
Into the blue
All because of you
Forever yours
Fight til dying
Fairytale gone bad

It ain’t the way
Wonderland

Nasty

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