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SUNRISE AVENUE – THE PUSHER

Ort: Dresden – Alter Schlachthof

Datum: 28.10.2011

Lang lang ist‘s her, dass ich mich auf ein Konzert ge“traut“ habe. Es sollte aber mal wieder soweit sein und so schulterte ich meine Kamera und machte mich auf, mein erstes Event in der inzwischen schon gar nicht mehr so neuen Heimat zu bestaunen. Im „Alten Schlachthof“ gastierten am 28.10.2011 nämlich die vier (live fünf) Herren von SUNRISE AVENUE. Als Vorgruppe mit im Gepäck THE PUSHER aus Schweden, von denen ich bis dato noch nichts gehört hatte.

Nach der unproblematisch verlaufenden Einlasskontrolle machte sich schnell Ernüchterung breit. Um kurz vor 20 Uhr hörte man schon die ersten Klänge live gespielter Musik. Also schnell noch zur Garderobe und dann ab Fotos knipsen. Arschkarte! Der Zutritt in den Fotograben sollte mir verwehrt bleiben. Auch nach etlichem hin und her mit Veranstalter und Security blieb die Tür zum Fotograben verschlossen. Ich möchte mich daher für die eher kurz gehaltene Berichterstattung zu THE PUSHER und die qualitativ schlechten Fotos entschuldigen. Als ich dann schlussendlich doch einen halbwegs passablen Platz ergattern konnte, hieß es auch schon fast „Letzter Song des Abends“. Sänger und Bassist Jakke bedankte sich noch mehrfach dafür, mit SUNRISE AVENUE auf Tour sein zu können und in Dresden gastieren zu dürfen. Nach den letzten Klängen zeigten sich das Quartett noch einmal mit großer Deutschland Flagge auf der Bühne und wurde dafür und für ihren Auftritt, von dem ich leider zu wenig mitbekommen habe, mit einer ordentlichen Portion Beifall belohnt.

Um das Problem mit der verschlossenen Tür am Fotograben zu umgehen, kämpfte ich mich direkt als die Bühne freigeräumt worden war, nach vorne, was zum Glück kein Problem darstellte. Die netten Damen jenseits der 30 ließen mich passieren, und aus einigen Gesprächsfetzen reimte ich mir zusammen, dass sie sowieso nur da waren, um ihre Kinder zu begleiten. Ja, ich war wirklich ein Stück weit erstaunt, wie breit gefächert das anwesende Publikum doch war – von sieben bis geschätzten 70 Jahren versammelten sich alle Altersklassen im restlos ausverkauften Schlachthof. Nach kurzen 15 Minuten für den Umbau wurde das Licht ausgeschaltet und der Hauptact sollte die Bühne erklimmen. Mit „Damn Silence“ eröffnete man das durchaus abwechslungsreiche Set, das eine gute Mischung aus allen drei Alben der Finnen beinhaltete. Nach der Fotographiererei begab mich in die Menge und lauschte SUNRISE AVENUE weiter, die – wie manch einer behauptet – nicht nur aus den bekannten Lieder „bestehen“, die auf jedem Radiosender hoch und runter gedudelt werden. Diese Leute muss ich enttäuschen oder noch besser die Augen öffnen. Ich muss gestehen, dass auch meine Wenigkeit anfangs noch sehr skeptisch war, ob mich ein ganzes Konzert der für meine Hör-Verhältnisse eher soften Combo begeistern würde, aber im Nachhinein wurde ich eines besseren belehrt. Auch wenn Sänger Samu immer wieder jammerte, wie hart das letzte Konzert in Berlin war und wie krank er doch aufgrund der Schweinegrippe sei, die er von seinem Bassisten bekommen habe, machte man ordentlich Stimmung in die Halle. Die Herren nahmen sich selbst auf den Arm und kündigten „Fairytale gone bad“, mit dem die Herren überhaupt erst bekannt wurden, als einen Song an, den niemand kennen würde, weil er nie im Radio lief und er auch keine Single wäre. Dann bedankte man sich bei THE PUSHER, die trotz ihrer schwedischen Herkunft doch ganz nette Leute seien. Aus den Song „Destiny“ baute man kurzerhand ein Medley im Reggae Style. Man „verwurstete“ MARVIN GAYE’s „What’s going on“, GUNS ‚N‘ ROSES‘ „Paradise City“, das eigene „Choose to be me“ und etliche weitere Titel. Als Zugabe nach Won the Way to Wonderland“ präsentierte man als kleines Schmankerl „Sweet Symphony“ in einer akustischen Version und beendete schließlich den Abend mit „Dream like a Child“.

Setlist SUNRISE AVENUE
Damn Silence
I Gotta Go
Sex and Cigarettes
I don’t dance
Angels on a Rampage
Somebody will find you
Destiny (Reggae Medley)
Stormy End
Forever Yours
Welcome to my Life
Fairytale gone Bad
On the Way to Wonderland

Sweet Symphony
Hollywood Hills

Dream like a Child

Der Abend zeigte mir deutlich, dass man eine Band nicht anhand der Häufigkeit des Airplays im Radio negativ einschätzen sollte, denn SUNRISE AVENUE sind definitiv mehr als „Hollywood Hills“ und „I don‘t Dance“.

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