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TANZWUT – RED INK

Ort: Hamburg - Markthalle

Datum: 10.05.2006

Mit allerbester Laune nach dem großartigen nachmittäglichen Gig von TEMPEAU auf der Elbe machte ich mich auf den Weg zur Markthalle. Kurz vor acht dort angekommen hätte ich gedacht, dass die Halle schon aus allen Nähten platzen würde. Umso erstaunter war ich, dass der Vorraum nicht mal annähernd gefüllt war und die Halle an sich erst recht nicht. Kommt schon noch, dachte ich mir, und nahm meinen Platz vor der Bühne ein.

Pünktlich um acht stürmten RED INK die Bühne, um die Fans für TANZWUT warm zu spielen. Die Band um Shouter „Biene“ strotzte nur so vor Energie und war von der ersten Note an präsent. Live noch sehr viel dynamischer als auf CD konnte man einfach nicht stillstehen, wenn Biene dem Publikum seine Texte entgegen brüllte. Die Geige von Anne fügt sich inzwischen auch live sehr gut in das Zusammenspiel der Band ein. Im Publikum sah man tatsächlich einige Leute mit RED INK Shirts herumspringen, und den meisten Leuten, die inzwischen eingetrudelt waren, schien die Darbietung der sechs Mecklenburger ziemlich gut zu gefallen. Nach „In Dir“ und acht Liedern war leider auch schon Schluss, und es wurde Platz gemacht für den Hauptact.

Meine Erfahrungen mit TANZWUT reichen nur zum unsäglichen „Wave-Gotik-Treffen“ 1999 zurück, wo sie eine der wenigen Bands waren, die trotz Veranstalterflucht gespielt haben. Und selbst dort habe ich sie nur halb gesehen. Schon bei den ersten Tönen von „Toccata“ dreht das Publikum völlig durch (mittlerweile ist die Halle zu rund zwei Dritteln gefüllt) und ist nicht mehr zu bremsen, und besonders die Damen in der ersten Reihe sind schier begeistert, als Teufel die Bühne betritt. Die optische Darbietung der sieben Herren ist sowieso kaum zu überbieten – untermalt von einer großartigen Lichtshow ist die Show ein wahrer Genuss fürs Auge. Zwischendurch machen besonders Teufel und Wim ihre Späßchen mit den Fans. So reicht eine Dame aus der ersten Reihe bei „Der Arzt“ Teufel eine Lupe, mit der sich die beiden dann vergnügen. Vorrang haben bei dem Gig eindeutig die neuen Lieder vom „Schattenreiter“-Album. Aber auch die älteren Songs wie „Im Labyrinth der Sinne“ und „Ihr wolltet Spaß“ kommen nicht zu kurz. Fehlen durfte natürlich auch nicht die großartige Coverversion von „Bitte, bitte“, die mit einer Anspielung auf die Rote Meile eingeleitet wurde… Nach zwei Zugaben und dem obligatorischen „Trumscheit“ wurde das überaus gelungene Konzert dann nach mehr als zwei Stunden beendet.

Setlist TANZWUT:
Intro
Toccata
Ihr wolltet Spaß
Im Labyrinth der Sinne
Meer
Wieder am Riff
Merseburger
Dein zweites Gesicht
Vulkan
Endlich
Du sagst
Teufel im Paradies
Lügner
Wächter
Bitte Bitte
Im tiefen Gras
Der Arzt
Geisterstunde
Niemals ohne dich
Schattenreiter
Seelenverkäufer
Dämmerung
Nein Nein

Königreich
Götterfunke

Trumscheit

Copyright Fotos: Juliane Duda

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