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THE BONES – DIRTY BONES – AL & THE BLACK CATS

Ort: Gütersloh - Weberei

Datum: 04.05.2008

Im Oktober 2007 erschien das neue Album der BONES bei Century Media. Die Jungs aus Schweden ließen auch nicht lange auf sich warten und gingen mit dem neuen Stück im Gepäck auf Tour, auf der sie auch die „ehrwürdige“ Weberei in Gütersloh rockten.

Zu meiner Überraschung spielten vor der eigentlichen Vorband AL AND THE BLACK CATS. Dies war insofern nicht zu erwarten gewesen, weil es im Vorfeld keine Information über diesen Auftritt gegeben hat. Wie sich aber nach kurzer Zeit heraus stellte, war dies keinesfalls eine schlechte Überraschung. Die drei Jungs aus Michigan (USA) heizten dem Publikum, das leider noch nicht so zahlreich vorhanden war, mit ihren Rockabilly/ Psychobilly Stücken ordentlich ein. Vor allem Gitarist Tony Gozzaglio, der wie ein wild gewordenes Tier über die Bühne sprang, durchs Publikum rannte und auf der Theke spielte legte eine großartige Show hin.

Um ca. 21 Uhr legten dann die DIRTY BONES aus Bielefeld und Umgebung los. Das Quartett spielte seinen Rock ’n’ Roll Sound runter und kam dabei ziemlich langweilig rüber, da sich die Stücke doch sehr ähnelten. Die Band wirkte mit Ausnahme der Sängerin sehr statisch und lustlos. Das mittlerweile zahlreichere Publikum nickte zwar brav mit dem Kopf, hielt sich aber trotz der Versuche von Om Johari, die Menge nach vorn zu locken, eher im Hintergrund. Bezeichnend fand ich, dass einige Besucher grölten, als die Band um ca. 21.40 Uhr ihr letztes Stück ankündigte, um dann mit mäßigem Applaus die Bühne zu verlassen.

Um kurz nach 22 Uhr war es dann endlich soweit, THE BONES betraten nach einem lustigen Intro im Bonanza-Stil die Bühne und präsentierten mit „Mighty Touchdown“ und „Flatline Fever“ die ersten Knaller vom neuen Album. Die Fans waren begeistert und sangen die neuen Songs ohne Aufforderung mit. Danach bedanke sich Rhythm Gitarist Beef Bonanza brav beim Publikum und meinte, dass es schön wäre, wieder in Gütersloh sein zu dürfen. Danach wurde mit „Gazoline Business“, „Straight Flush Ghetto“, „Stuck in the Mud“ und „Half of Nothing“ ein bunte Rock ’n’ Roll Mischung raus gehauen und das Auditorium feierte die Stücke ordentlich ab. Mit „Not a Lovesong“ wurde es nun Zeit für einen der größten Hits der Truppe. Schade hierbei war allerdings, dass der Refrain von einer jungen Dame, die beim Bühnenaufbau geholfen hatte, gesungen wurde. Dadurch kam der großartige „Gesang“ des Lead Gitaristen Boner viel zu kurz. Es sei den Schweden verziehen, da kurz darauf mit „Casino Knockout“, „Denial“, „Do You Wanna…“ und „Until I Die“ eine wahre Hitparade folgte. Die Stimmung in der leider nicht ganz ausgefüllten „Weberei“ war großartig. Die Leute sangen mit und tanzten, was das Zeug hielt. Nach den zwei Knallern „Half of Nothing“ und „Sealed with a Fist“ und ca. einer Stunde läuteten die vier Rocker mit „Monsters Prefer Blondes“ bereits das Ende des Gigs ein.

Den Leuten fiel aber im Traum nicht ein zu gehen und forderten zu Recht eine Zugabe. Von daher blieb den „Knochen“ nichts anderes übrig, als noch mal zurück zu kommen und weiter zu rocken. Zunächst mal wurde sich für den Support bedankt und dann auch mit „Hey Baby“ und „Not my Kind“ wieder in die Saiten gehauen. Die Pflicht wurde also erfüllt und die BONES gingen zur Kür über. Ich war begeistert, als während „Home Sweet Hell“ Gitarist Boner sich einen Schluck Wasser gönnte und Bassist Andi Nemo anfing, die Bassline des von ihnen selbst gecoverten Liedes „Home Swing Hell“ zu spielen. Den Herren hat man deutlich angemerkt, dass sie Bock auf Perfomance haben und das hat vor allem auch die Menge gespürt, denn die Party war nun erst recht in vollem Gange. Zu guter letzt fehlte nur noch EIN Song, der auch sofort nachgeliefert wurde. Mit „Memphis ’77“ schmetterten sie den letzten Titel raus, der mit einem unheimlich langen Gitarrensolo so lang rausgezögert wurde, wie es nur ging. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten sie noch bis zum Sonnenaufgang weiterspielen können. So war um 23.20 Schluss, die Interpreten verneigten sich vor dem Publikum und verschwanden unter tosendem Applaus von der Bühne. So ging ein großartiger Rock ’n’ Roll Abend zu Ende und THE BONES aus Schweden machten ihrem Ruf, eine der besten skandinavischen Livebands zu sein, alle Ehre.

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