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THE STREETS

Ort: Bielefeld - Ringlokschuppen

Datum: 29.10.2008

Das lange Warten hat endlich ein Ende, Mike Skinner live in Bielefeld!!!Vor knapp 2 Jahren hielt ich schon einmal glücklich und mit zitternden Händen eine Konzertkarte in den Händen, THE STREETS in OWL, wunderbar. Leider wurde die Tour damals abgesagt. Sein damaliger Sangesbruder (Wie war noch sein Name?) bei Live-Konzerten hatte wohl keinen Bock mehr und ließ Mike kurz vor dem Tour-Start im Regen stehen. Seit 2002 verfolgt mich Skinner mit seinen, für mich, wunderbaren Alben. In seinen Liedern erzählt er Geschichten vom oftmals trostlosen Leben eines Geezers* der englischen Unterschicht!!! Meine Frau meint: „Alle Lieder hören sich doch gleich an“. Hm, und wenn schon, ich trinke auch immer das gleiche Bier, ohne das Bedürfnis, die Sorte zu wechseln. Also, die Vorfreude war groß, Ihn endlich live zu sehen. Nach einer Irrfahrt durch Bielefeld fanden wir irgendwann den Ringlokschuppen, um festzustellen, dass der Parkplatz noch fast leer war und sich nur wenige Leute vor dem Eingang eingefunden hatten. Zum Glück sollte sich dieser Eindruck im Laufe des Abends noch ändern, so das die Halle mit mehr als 400 feierwütigen Fans gut gefüllt war.

Punkt 21:10 ging es dann endlich los, Mike und Band betraten die Bühne, wobei der Frontmann gleich mit einer England Flagge aus dem Publikum beworfen wurde, die den Guten fast einhüllte. Nur zwei Minuten später im ersten Song zog er schon den ersten Fan auf die Stage, der ihn prompt umarmte. Für den ging mit Sicherheit ein Traum in Erfüllung. Nur das anschließende Stagediven muss er noch üben, denn dieser ging völlig in die Hose. Es folgte ein bunter Best of-Mix aus seinen 4 Alben, angefangen mit „Everything Is Borrowed“ vom gleichnamigen aktuellen Longplayer, wobei einige Stücke durch zusätzliche Beats noch tanzbarer wirkten: „Let’s Push Things Forward“, „Blinded By The Lights“, „Fit But You Know It“, und „Dry Your Eyes“, um nur einige zu nennen. Zwischenzeitliche Cover- Einlagen (THE PRODIGY usw.) lockerten das Set noch einmal auf. Begeistert drang die Streets -Interpretation von „Daddy’s gone “ von GLASVEGAS in meine Ohren. Komisch, Englands wohl beste Newcomer-Band 2008 scheint noch nicht in Deutschland angekommen zu sein. Mr. Skinner schafft es durch seine spürbare Freude auf der Bühne, sowie dem direkten Kontakt zum Publikum die Stimmung konstant auf einen hohen Level zu halten. Mit steigendem Alkoholpegel konnte man bei den Zugaben sogar noch einige Leute beim Stagediven (das klappte jetzt besser) und Mike Skinner beim crowddiven bewundern.

“Do you see me? Do you hear me? Do you understand me?” Ja, haben wir. Nach 75 Minuten inkl. der Zugaben war alles vorbei!!! Zufrieden verließen wir den Ringlokschuppen, meine Erwartungen hatten sich erfüllt!!! Auf der Rückfahrt fragte mich meine Frau, ob 30 Euro für 75 Minuten Musik nicht etwas teuer wären. Tja, da hat sie wohl recht, leider bin ich als großer Fan wahrscheinlich zu unkritisch.

* A person who enjoys consuming large amounts of alcohol, acting rowdy, and splitting peoples wigs. All because they have entirely too much time on their hands.

Setlist (ohne Gewähr)
Everything is Borrowed
Don’t Mug Yourself
Push Things Forward
The Escapist
Same Old Thing
Too Much Brandy
Sharp Darts
It’s Too Late
Could Well Be In
Never Went To Church
Edge of A Cliff
Has It Come To This
Week Become Heroes
Blinded By The Lights

Turn The Page
Dry Your Eyes
Heaven For The Weather
Fit

Copyright Fotos: Jörg Rambow

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