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VNV NATION – FEINDFLUG

Ort: Leipzig WGT agra Halle

Datum: 30.05.2009

Da uns der Regen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machte, verwarfen wir am WGT-Samstag den ursprünglichen Plan, die Parkbühne aufzusuchen und begaben uns stattdessen in Richtung Agra, um dort am Abend FEINDFLUG und VNV NATION zu erleben. Bereits als wir uns der Halle näherten wurde klar, dass wir dort nicht rechtzeitig reinkommen würden, denn ob des Wetters hatten wohl viele die gleiche Idee gehabt wie wir. So reihten wir uns in die Schlange der Wartenden ein und ließen uns etwas nassregnen. Von drinnen war zu hören, dass es hier eindeutig bereits amtlich zur Sache ging und die Menge in der großen Halle offensichtlich begeistert zu den Klängen aus den Maschinen der Feindflieger tobte. Erst einige Zeit später waren dann auch wir endlich in der Halle und konnten uns mit eigenen Augen davon überzeugen, dass hier eine Riesenparty abging. Es war fast unerträglich heiß und wirklich zum Bersten voll, doch der Stimmung der Feiernden tat das keinen Abbruch. Zu Stücken wie „Roter Schnee“, „Truppenschau“, „AK 47“, „Stukas im Visier“, „Machtwechsel“, „Ersatzteil“ oder auch „Leitbild“ wurde getanzt, was die müden Beine hergaben und literweise Schweiß vergossen – die Getränkeverkäufer freute es. Kurzum war das Set dann beendet und erleichtert stellten wir fest, dass der Großteil der Menge nun nach draußen strebte, offensichtlich einem anderen Publikum für VNV NATION Platz machend. Wir nutzten die Gunst der Stunde, stellten uns in gute Reichweite vor die Bühne und harrten der Dinge, die da kommen sollten.

Pünktlich um kurz vor halb elf betraten VNV NATION die Bühne und die nun wieder gut gefüllte Halle erbebte unter dem Applaus, der gespendet wurde. Ronan Harris und Mark Jackson, in Begleitung von Live Keyboarder Vasi Vallis und André Winter, legten sogleich mit „Joy“ los und wie sollte es anders sein, man wurde augenblicklich in den überaus sympathischen Bann dieser Formation gezogen. Eine Stunde und zehn Minuten hatten sie Zeit und Gelegenheit, Leipzig zu rocken und das ließen sie sich nicht zweimal sagen. Mit gewohntem Elan und einer nicht enden wollenden Energie fegte Ronan über die Bühne, sang, scherzte, plauderte und tat seine überaus gute Laune kund. Es ist faszinierend, wie dieser Mensch sein Publikum anspricht, einbezieht und begeistert. Doch neben all der Plauderei, bei der unter anderem auch das in Kürze zu erwartende neue Album angepriesen wurde, gab es natürlich in erster Linie Musik. Und so waberte die Menge zu VNV Hits wie „Farthest Star“, „Chrome“, „Illusion“ und Co. durch die Halle und man fühlte sich wie in einer überdimensionalen Sauna. Viel zu schnell war die Zeit vergangen und als Ronan Harris nach „Beloved“ ankündigte, er könne nun als letztes Stück „Perpetual“ spielen, fingen alle sofort an, das Intro zu intonieren. Doch da kennen wir ihn schlecht. Begeistert über den spontanen Einsatz seiner Zuhörer huldigte er diesem, lachte kurz verschmitzt und bedankte sich mit den Worten: Ok Leute, das ist sehr nett von Euch, doch wir machen das heute mal nicht. Statt des beinahe erwarteten „Perpetual“ gab es dann „Saviour“ und leider, leider war damit der Schlusspunkt unter dieses tolle Konzert gesetzt. Vielen Dank also an den Regen, denn ohne ihn hätten wir VNV an diesem Samstag nicht gesehen und im Grunde ist diese Truppe jede Mühe Wert, wann immer es geht, live gesehen zu werden. Da freut es mich doch doppelt, dass ich genau das bereits in Kürze schon wieder tun darf, wenn die Jungs sich im Rahmen des Blackfield Festivals in Gelsenkirchen erneut die Ehre geben werden. Doch dann bitte ohne Regen, da wir unter freiem Himmel auf die Gnade des Wettergottes angewiesen sein werden.

Setlist VNV NATION
Joy
Tomorrow never comes
Farthest Star
Legion
Sentinel
Chrome
Illusion
Standing (still)
Darkangel
Beloved
Saviour

Copyright Fotos: Cynthia Theisinger

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