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WACKEN OPEN AIR 2011 – TAG 2

Ort: Wacken

Datum: 05.08.2011

Die erste Nacht war geschafft und damit stand der Freitag als erster voller Festival-Tag in den Startlöchern. Doch zunächst hieß es abwarten, denn am frühen Morgen sorgten erstmal einige kleine Regenschauer für Abkühlung, was sich aber passend zum Start der ersten Band um 12 Uhr erledigt hatte. Der restliche Tag blieb trocken und sogar sonnig, aber nicht zu warm. Perfekte Bedingungen!
(Fafnir)

Guten Morgen Wackööööön! 12 Uhr, Zeit für die ersten Bands des Tages. Auf der Black Stage nahmen ENSIFERUM die Meute in Empfang, ein wenig weiter, auf der Party Stage stimmten PRIMAL FEAR einige Liedchen an, um die teils arg verkaterten Fans auf den nun folgenden Tag einzustimmen. Sänger Ralf Scheepers und seine Mannen schienen in bester Laune und besonders der Fronter schien das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht zu bekommen, ob der zahlreich erschienenen Fans.
(Ateacina)

ENSIFERUM

Ich finde es jedes Mal wieder erstaunlich: 1. Wie man eine Band mit dem Status von ENSIFERUM bereits so früh auf die Bretter einer Bühne schicken kann und 2. wie die feierwütige Meute nach einer sicherlich kurzen Nacht schon wieder so zahlreich und gut gelaunt vor eben dieser auftauchen kann! Und das honorierten ENSIFERUM schon gleich zu Beginn mit Hits der Marke „From Afar“, „Battle Song“ und „Twilight Tavern“! Mit solchen Krachern kann man nur gewinnen und so wurde der Freitag-Mittag schon mit viel Gesang, Bier und Banging begangen und dazu noch eine Viking Metal-Hymne nach der nächsten zelebriert. Das muss man erstmal fertig bringen!
(Fafnir)

Setlist ENSIFERUM
By The Diving Stream
From Afar
Twilight Tavern
Battle Song
Tale of Revenge
Blood is the Price of Glory
Treacherous Gods
Victory Song
Stone Cold Metal
Iron

VAN CANTO

Nicht weniger stimmgewaltig waren VAN CANTO, die knapp 1,5 Stunden später auf der gleichen Bühne „Lost Forever“, „Wishmaster“ oder „Rebellion“ neben vielen weiteren Hits präsentierten. Hier offenbarte sich aber ganz deutlich ein altbekanntes Manko der Partystage. Der Sound an sich ist zwar nicht schlecht, aber viel zu leise. Denn wenn man sich weiter nach hinten bewegte, hörte man viel zu wenig von der Bühne und bisweilen schallte gar der Sound der Black Stage lauter herüber als das, was eigentlich gerade vor einem präsentiert wurde.
(Ateacina)

Setlist VAN CANTO
Lost Forever
Wishmaster
One to Ten
Rebellion (The Clans are Marching)
Primo Victoria
To Sing a Metal Song
The Bard’s Song – In the Forest
Water. Fire. Heaven. Earth.
The Mission/ Master of Puppets
Kings of Metal
Fear of the Dark

SUICIDAL TENDENCIES

Alle Jahre wieder kommen die alten Haudegen aus ihren Löchern gekrochen, um den jungen Wilden zu zeigen, wo der Hammer hängt! Und ganz nach diesem Motto legten die Kalifornia-Corer um Urgestein Mike Muir mit „You can’t bring me down“ gewaltig los. Und eines scheint sich bei den TENDENCIES nie zu ändern. Während die Band solide ihre Performance abzieht, rotiert Muir auch fast 30 Jahre nach Gründung noch über die Bühne als wäre er ein junger Spunt! Dabei rotzt der Bandana-Mann die Texte von „War inside my Head“, „Join the Army“ oder auch „Suicidal Failure“ runter wie eh und je! Da geht noch einiges!!
(Fafnir)

Setlist SUICIDAL TENDENCIES
You can’t bring me Down
Join the Army
War inside my Head
Subliminal
Come Alive
Possessed to Skate
Drum Solo
Suicidal Failure
How will I laugh tomorrow
Pledge your Allegiance

MORBID ANGEL

Da MORBID ANGEL zeitgleich die Black Stage zerlegten, beschloss ich nach knapp der Hälfte des VAN CANTO-Gigs rüber zur viel lauteren Mainstage zu wandern. Das neue, ziemlich polarisierende Album „Illud Divinum Insanus“ kam mit drei Stücken „Existo Vulgoré“, „Nevermore“ und „I Am Morbid“ (lustigerweise flog passend dazu ein Flugzeug mit einem riesigen „I am morbid“ Banner zeitgleich übers Publikum), im Mittelteil des Sets recht kurz, so dass auch alteingessene Fans sich sicherlich nicht beschweren konnten – erstaunlicherweise fügen sich nämlich auch die als „techno-industrial-Gewäsch“ verschrieenen Nummern wunderbar ins brachiale Set ein. Eines muss man ihm zusätzlich zu Gute halten, er zwängte sich dieses Mal nicht in ein viel zu enges (und wahrscheinlich auch viel zu warmes) PVC-Shirt. Abgesehen davon schaffte Fronter David Vincent wie immer, seine tiefe Stimme, die stimmgewaltigen „ohooo“ Chöre, lassen ihn böser wirken, als so manches Pandabärchen, welches keifend über die Bühne springt. Majestätisch und brachial, Daumen hoch für diesen Gig.
(Ateacina)

Setlist MORBID ANGEL
Immortal Rites
Fall From Grace
Rapture
Maze of Torment
Existo Vulgoré
Nevermore
I Am Morbid
Angel of Disease
Chapel of Ghouls
Where the Slime Live
God of Emptiness

SODOM

Ich kann mir nicht helfen. Nachdem sein Side-Projekt ONKEL TOM beliebter als je zuvor und der Meister Tom Angelripper nun auch schon nicht mehr der jüngste ist, scheint der Thrash-Pionier mit seiner Hauptband SODOM von Jahr zu Jahr wieder brutaler zu werden. Jedenfalls rotzte die deutsche Metal-Legende auch heute alte Kracher wie „The Saw is the Law“, „Blasphemer“, „Outbreak of Evil“ und natürlich „Agent Orange“ so brachial runter, dass sich so manche Black Metal-Band umschauen dürfte! Der abgehenden Meute ist‘s recht und auch neuere Burner wie „I am the War“ und natürlich „In War and Pieces“ selbst werden nicht weniger stark abgefeiert! Da kann man nur hoffen, dass Onkel Tom es mit seinen Party-Konzerten und dem auch auf diesem Festival stattfindenden Wettsaufen nicht übertreibt, denn in dieser Form wollen wir noch lange was von SODOM haben!!
(Fafnir)

Setlist SODOM
In War and Pieces
The Vice of Killing
Outbreak of Evil
The Saw is the Law
I am the War
M-16
Feigned Death Throes
The Art of Killing Poetry
Agent Orange
Blasphemer
City of God
Remember the Fallen
Stalinorgel /Knarrenheinz / Bombenhagel

KHOLD

Recht wenig vertreten waren dieses Jahr die Vertreter der schwarzen Metal-Kunst. Umso erfreulicher, dass die herausragenden KHOLD sich dieses Jahr die Ehre im Zelt der WET-Stage gaben. Die Norweger stehen für markigen Black N’Roll erster Klasse und demensprechend hoch war auch der Andrang im Zelt! Kalt sägende Riffings, knarrige Vocals und eine engagierte Performance mit einem satten Sound lassen keinen Zweifel aufkommen, dass KHOLD auch weiterhin mehr als nur die designierten Nachfolger von DARKTHRONE sind! Großes Kino!!
(Fafnir)

AS I LAY DYING

AS I LAY DYING haben es wie ihre Kollegen von HEAVEN SHALL BURN nun endgültig den Sprung aus der Core-Schublade in die Metal-Gemeinde geschafft. So rotieren bei den Shows der Amis mittlerweile mehr die Mähnen als umherfliegende Körperteile, was mehr als nur zu begrüssen ist. Natürlich darf bei den modernen Death/ Thrash-Granaten der eine oder andere massive Circle Pit nicht fehlen! Und auch der Band selbst sah man an, dass sie richtig Spaß hatte. Das mag auch daran gelegen haben, dass man sich nach dem Killer-Album „An Ocean between us“ eine kleine Pause gönnte und mit dem Knaller „The Powerless Rise“ nun nochmal richtig Druck macht! Druckvoll kam dabei nicht nur der Sound rüber, sondern auch die Setlist, die mit „Confined“ und „An Ocean Between us“ natürlich einige Hits, aber auch mit „Parallels“ und „Anodyne Sea“ aktuelle Genickbrecher bereithielt! Sehr kultig sieht es dabei übrigens aus, wenn Shouter Tim Lambesis während des ausgiebigen Headbangens gleichzeitig die Texte ins Mikro röhrt! Wenn man zum Ende dann noch Ur-Gassenhauer wie „Forever“ und „94Hours“ aus dem Köcher holt, geben auch die Fans bis zuletzt alles!!
(Fafnir)

Während AS I LAY DYING und RHAPSODY OF FIRE, war es Zeit ein wenig in die Luft zu gehen. Nicht etwa, weil mir die Laune verhagelt worden war, sondern vielmehr, um einige Fotos aus der Luft zu schießen. Die beste Gelegenheit dazu bot sich bei einem kurzen „Flug“ mit der Jägermeister Skybar, die es einem zudem noch ermöglichte, beide Bands zur gleichen Zeit zu sehen. Das Bild das sich mir da bot, war recht interessant. Während auf der Partystage zu erhabenen epischen Stücken die Fäuste in die Luft gereckt wurden, eifrig mitgesungen und das Haar geschwungen wurde, explodierte auf der Black Stage bei AILD ein Pyro nach dem anderen und es ließen sich fette Moshpits und eine springende bangende Menge beobachten. Eines jedoch war klar, beide Fraktionen hatten sichtlich Spaß. Somit gibt es neben einem Panorama auch zumindest Luftbilder aus der Ferne von beiden Bands.
(Ateacina)

Setlist AS I LAY DYING
Within Destruction
The Sound of Truth
Upside Down Kingdom
Through Struggle
An Ocean Between Us
Anodyne Sea
Condemned
Parallels
Separation
Nothing Left
Forever
Confined
94 Hours

NEGATOR

Die nächste Black Metal-Salve sollte es mit NEGATOR im Zelt geben. Fronter Nachtgarm wurde ja erst kürzlich als Nachfolger des legendären Emperor Magus Caligula (aka Masse Broberg, ehem. HYPOCRISY) bei DARK FUNERAL bekannt gegeben. Aber seine eigentliche Band NEGATOR soll weiterhin bestehen bleiben und diese Show dies natürlich unterstreichen! Das war allerdings alles andere als eine leichte Aufgabe, denn auch wenn die Norddeutschen bekannterweise zu den brachialsten Vertretern ihres Genres gehören, war die Performance alles andere leicht zu verkraften. So war der Sound dermaßen schredderig, dass es phasenweise richtig in den Ohren schmerzte, ganz zu schweigen, dass man überhaupt irgendwelche Details der Songs erkennen konnte. Einige Anwesenden in den ersten Reihen schien dies wenig zu stören, so gaben die genauso Gas, wie die Band auf der Bühne. Meinereiner allerdings hatte schon nach wenigen Titeln genug und wanderte wieder Richtung Hauptbühnen.
(Fafnir)

TRIVIUM

Neues Album, neuer/ alter Haarschnitt und sichtlich neu motiviert legten die US-Durchstarter TRIVIUM auf der True-Stage los. Schön zu sehen, dass Matt Heafy und seine Mannen den Hype um ihre Band scheinbar gut überstanden haben. Das neue Album hat es, trotz poppiger Single, mächtig in sich und macht sich live in Verbindung mit den alten Krachern richtig gut! Selbstbewusst wie eh und je, und das nach einem sicherlich anstrengenden Trip (so waren TRIVIUM eigentlich auf Mayhem Festival-Tour in den USA) zockten die Amis ein Set, dass spielerisch und im Sound absolut nichts zu mäkeln bot. So hatte man einige neue Tracks im Anschlag („Built to Fall“, „Black“, „Dusk Dismantled“) und flankierte diese mit Gassenhauern wie „A Gunshot to the Head of Trepidation“ , „Pull Harder on the Strings of your Martyr“ und natürlich “Like Light to the Flies”! Und auch wenn Fronter Heafy gerne mal als überheblich bezeichnet wird… wenn eine Band spielerisch so auf der Höhe ist, kann man sich das sicherlich auch mal leisten. So mussten nach dem abschließenden „Throes of Perdition“ selbst gestandene Alt-Metaller anerkennend eingestehen, dass TRIVIUM es mächtig drauf haben!
(Fafnir)

Setlist TRIVIUM
In Waves
A Gunshot to the Head of Trepidation
Dusk Dismantled
The Deceived
Black
Like Light to the Flies
Built to Fall
Pull Harder on the Strings of Your Martyr
Down from the Sky
Throes of Perdition

HEAVEN SHALL BURN

Wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen, sollte es nun noch fetter und brachialer werden, mit noch mehr Pyros und Knall und noch mehr CO2-Kanonen: HEAVEN SHALL BURN, die sich einen Namen als absolute Livemacht gemacht haben, sollten auch in Wacken nicht enttäuschen. Der Platz vor der Black Stage und der angrenzenden Bühne war pickepacke voll, und als die ersten Töne von „Profane Believers“ und „Voice of the Voiceless“ ertönten, ging die Menge steil. Jeder weiß, dass es bei HSB fette Circle Pits gibt und die entstanden gleich von Anfang an, ohne gesonderte Aufforderung. Der berühmt-berüchtigte Circlepit um den Soundturm wurde zum Circlepit um beide Soundtürme ausgeweitet, zumindest war das vom Sänger so angedacht. Allerdings geriet der Circlepit dieses Jahr etwas chaotisch, gemessen an den beinah schon wohlgeordneten Kreisen, die man beim letzten Auftritt in Wacken gezogen hatte. Dennoch, Band und Menge gaben Vollgas und HSB Fronter Marcus Bischoff hatte mehr als einmal beinah schon Tränen der Rührung in den Augen, ob der riesigen Meute, die ihnen da aus der Hand fraß. Obendrein veranstaltete die Truppe einen Crowdsurf-Aufruf nur für die weiblichen Fans und für die in den Graben getragenen gab‘s obendrein noch ein weißes Girlie mit HSB Aufdruck – for free. Kein Wunder, dass es nach dieser Aufforderung Crowdsurferinnen nur so hagelte. Und nebenbei gesagt, eh ich mich versah, hatten mich zwei Kraftpakete ebenfalls über die Absperrung befördert – unaufgefordert! Mit „Black Tears“ wird ein wieder mal denkwürdiger Gig ausgeläutet.
(Ateacina)

Setlist HEAVEN SHALL BURN
Profane Believers
Voice Of The Voiceless
The Omen
Forlorn Skies
Combat
Awoken
Endzeit
Counterweight
The Disease
Whatever It May Take
I Was I Am I Shall Be
Behind A Wall Of Silence
Return to Sanity
Black Tears

JUDAS PRIEST

Wenn wir schon bei denkwürdig sind, bleiben wir doch einfach dabei und setzen noch einen drauf. JUDAS PRIEST wollten an diesem Abend eine Art Best-of Set spielen, bei dem jedes Album der Bandkarriere zum Zuge kommen sollte. Ein Song pro Album, da darf sich hinterher niemand beschweren, dass sein Lieblingsalbum nicht zum Zuge kam. Im Gegensatz zu OZZY, der ungefähr in der gleichen Altersklasse wie Rob Halford ist, zeigte sich ganz klar, dass man auch noch mit über 60 eine starke Stimme haben kann. Zwar musste man an manchen Stellen, bei den höheren Tönen, bisweilen Abstriche in Kauf nehmen, jedoch wussten „Night Crawler“, „Turbo Lover“ und Co nach wie vor zu überzeugen. Die Stimmen aus dem Publikum waren insgesamt ein wenig gespalten. Während den Einen die Stimme missfiel, sprachen andere vom besten Gig. Summasummarum kann ich definitiv letzter Gruppe zustimmen. Denn die gesamte Show, die Instrumentalfraktion und Rob himself wussten als Paket zu überzeugen!
(Ateacina)

Ich muss gestehen, dass JUDAS PRIEST in meiner Entwicklung als Metaller nicht unbedingt eine Hauptrolle spielten, allerdings muss man einfach anerkennen, dass „Painkiller“ & Co. Songs für die Ewigkeit sind! Und wenn die alten Herren mitsamt Halford und neuem Axtmann eine derartige Show ankündigen, darf man die natürlich nicht verpassen. Und besonders der alte Mann am Mikro hat es mit seinen mehr als 60 Lenzen noch mehr als drauf! Klar sitzt nicht mehr jeder Ton auf den Punkt und u.a. eben bei „Painkiller“ sieht man deutlich, wie der Fronter bis an seine Grenzen gehen muss. Aber genau das macht es doch aus. Diese Band ist noch immer motiviert ohne Ende und gibt wirklich alles, um ihren Fans eine geile Show zu bieten. Und abgesehen von der genialen Setlist bot diese noch eine fette Lichtshow, Pyros und natürlich die Harley auf der Bühne! Dazu machte Neu-Gitarrist Richie Faulkner (ehem. LAUREN HARRIS-Band) einen mehr als eindrucksvollen Job, wobei kein Metal-Fan je K.K.Downing vergessen wird! So machten PRIEST auch den Freitag zu einer „Night to Remember“!
(Fafnir)

Setlist JUDAS PRIEST
Battle Hymn
Rapid Fire
Metal Gods
Heading Out to the Highway
Judas Rising
Starbreaker
Victim of Changes
Never Satisfied
Diamonds & Rust
(Joan Baez cover)
Dawn of Creation
Prophecy
Night Crawler
Turbo Lover
Beyond the Realms of Death
The Sentinel
Blood Red Skies
The Green Manalishi (With the Two Pronged Crown)
Breaking the Law
Painkiller

The Hellion
Electric Eye
Hell Bent for Leather
You’ve Got Another Thing Comin‘

Living After Midnight

TSJUDER

Auch wenn die Norweger TSJUDER schon seit den frühen 90ern unterwegs sind, konnten sie sich erst Ende dieser Dekade und dem Einstieg von Drummer Anti-Christian (GRIMFIST) einen wirklichen Namen machen, tauchten aber nach nur 2 Alben und einer DVD wieder ab. Nun sind die Nordmänner zurück und haben für Oktober 2011 ein neues Album „Legion Helvete“ in der Pipeline. Zur Einstimmung bewiesen TSJUDER nun auf der Zelt-Bühne, dass sie wieder voll da sind! Mit dem Motto „No female Vocals, No Synths, No Compromises“ legte das Trio auch mächtig los und bot ein sattes Set aus gnadenlosen Voll-Angriffen und drückenden Midtempo-Gewalze. Mit dieser Performance bewiesen TSJUDER, dass sie wieder voll bei der Sache sind! Gut so!
(Fafnir)

TRIPTYKON

Im Anschluss wurde es mit TRIPTYKON nicht nur auf der Bühne sondern auch musikalisch richtig düster. Die Menge war nun deutlich lichter, dennoch sorgten „Crucifixus“ und „Procreation (of the Wicked) für eine richtig fette, doomige Stimmung in Wacken. Insgesamt war der Auftritt ein wenig seltsam platziert zwischen JP und den Stimmungskanonen von AIRBOURNE. Vielleicht hätte es eine Spur besser gepasst, wären die tiefen Töne von „Synagoga Satanae“ oder „Winter“ erst im Anschluss über den Wacken Grund gehallt.
(Ateacina)

Schon auf dem Rock Hard Festival wussten TRIPTYKON mehr als nur zu überzeugen und auch wenn die Show zwischen PRIEST und AIRBOURNE einen ordentlichen Break darstellte, tat dies der Intensität der Show keinen Abbruch. Als kurzfristigen Ersatz für CRADLE OF FILTH (dafür 2012 dabei) eingesprungen, bot Mr. Tom Gabriel Fischer und sein Gefolge (u.a. V.Santura von DARK FORTRESS) eine eindrucksvolle Performance, die einen Kollegen zu dem Kommentar „Das da auf der Bühne… das ist das pure Böse!!“ verleitete! Besser kann man es eigentlich nicht ausdrücken, denn der Warrior und TRIPTYKON erschaffen mit ihren Songs, sowie den Klassikern von CELTIC FROST und HELLHAMMER, eine Atmosphäre, wie es nur wenige (Black) Metal-Bands zustande bringen!
(Fafnir)

Setlist TRIPTYKON
Crucifixus
Procreation (of the Wicked)
Goetia
Circle of the Tyrants
Babylon Fell
Synagoga Satanae
The Prolonging
Winter

AIRBOURNE

So zeigte sich im Anschluss ein – wie bereits erwähntes – krasses Kontrastprogramm. Die Aussis von AIRBOURNE fackelten nicht lange und stiegen mit „Raise The Flag“ und „Born To Kill“ mit einem Knall ins Set und von Sekunde eins an, rannte Fronter Joel O´Keeffe über die Bühne, als gelte es einen Marathon während der Show zu laufen. Dass er höchstwahrscheinlich wirklich Hummeln im Hintern hatte, zeigte sich spätestens, als er mitten im Set plötzlich zur Seite der Bühne rannte und zielstrebig an der Bühnenkonstruktion hinaufkletterte. Für eine Weile schien jeder zu vergessen, dass während seiner Kletteraktion auch noch der Rest der Band auf der Bühne spielte, denn alle Blicke waren gebannt nach rechts gerichtet. In luftiger Höhe angekommen – ohne Seil und doppelten Boden – machte er es sich schließlich auf einer Querstrebe gemütlich, spielte scheinbar unbeeindruckt weiter, ehe er sich, ein wenig durch die Gitarre behindert, wieder an den Abstieg machte, um munter weiter Kilometer zu schrubben. Kracher wie „Too Much, Too Young, Too Fast“ verfehlten ihre Wirkung nicht und egal wie oft man sie als bloße AC/DC Kopie oder dergleichen abstempeln mag: Live eine mitreißende und unterhaltsame Show hinlegen, das können die Jungs aus Downunder, aber so richtig!
(Ateacina)

Setlist AIRBOURNE
Raise The Flag
Born To Kill
Diamond In The Rough
Chewin‘ The Fat
Blackjack
Bottom Of The Well
Cheap Wine & Cheaper Women
Girls In Black
No Way But The Hard Way
Too Much, Too Young, Too Fast
Stand Up for Rock ‚N‘ Roll
Runnin‘ Wild

APOCALYPTICA

Die letzte Band des Abends war APOCALYPTICA, die nicht nur auf der Bühne die passende Atmophäre bekam. Rund herum waberte langsam aufkommender Nebel und es wurde so langsam richtig kalt auf dem Holy Wackenland. Die Finnen boten eine Setlist, die erstaunlich viele Coverversionen enthielt, was man so gar nicht mehr von ihnen gewohnt ist, immerhin haben sie mittlerweile genügend eigene, mitreißende Stücke im Gepäck. Aber es schien, als wolle man in Wacken auf Nummer sichergehen, denn wo METALLICA gespielt wird, wird mitgesungen und so war es denn auch bei „Master of Puppets“, „Nothing Else Matters“ und „Seek and Destroy“. Eigene Stücke wie „Grace“ oder „I Don´t Care“, letzteres wieder mit Gastsänger Tipe Johnson von den LENINGRAD COWBOYS durften natürlich nicht fehlen. Ein leicht fahler Beigeschmack blieb dennoch, denn auch wenn nichts gegen Improvisationen spricht und sich die Jungs redlich ins Zeug gelegt haben, ging die Verzerrung der Cello bisweilen ein wenig arg weit. Nach über 15 APOCALYPTICA-Konzerten, war es doch eine Enttäuschung gegenüber dem, was die Finnen sonst zum Besten geben können. Da es allerdings bereits 2 Uhr war, war es schwierig festzustellen, ob die teils verhaltenen Reaktionen daher rührten oder an eben angeführter Improvisationswut. Ergo, ein guter Auftritt mit Macken, der wie gewohnt mit dem epischen „Hall of the Mountain King“ beendet wurde, welches dieses Mal nicht ganz so episch wirkte.
(Ateacina)

Setlist APOCALYPTICA
On the Rooftop With Quasimodo
2010
Master of Puppets
Grace
Bring Them to Light
Last Hope
Nothing Else Matters
Inquisition Symphony
Seek & Destroy
I Don’t Care
Hall of the Mountain King

Copyright Fotos: Cornelia Wickel

1 Kommentar

  1. A complete on assault became a rampant gunfight concerning his supporters and Vichy troops through his return to France around the quite last days with the war. All through the shootout, de Gaulle walked close to greeting individuals like he didn’t even discover the bullets flying back and forth.
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