Konzert Filter

WINTERNACHTSTRAUM FESTIVAL 2010 – TAG 1

Ort: Arnsberg-Oeventrop - Schützenhalle

Datum: 19.02.2010

Der bestbesuchteste Freitag in der Geschichte des Winternachtstraumes begann mit Pauken und Trompeten. Oder eher gesagt mit harschem Gitarrengeschredder und genialen Drumeinlagen. Knapp 600 Besucher feierten, dass sich die Wände bogen. Das natürlich nicht nur, weil sich auch die Gastgeber selbst an diesem Tag die Ehre gaben. In rustikaler Kneipenatmosphäre und bei schummrigem Licht wurde auch das WNT 2010 erneut ein voller Erfolg, während draußen noch Schnee und Kälte vorherrschte – So konnten wir uns mit Bier und Headbangen den Winter ordentlich aus den Knochen rocken. Den Einlass um 16 Uhr haben wir leider verpasst, sowie auch die ersten drei Bands SCHATTENSPIELER, CONTRADICTION und TORIAN.
(Jujoweh)

Nun endlich zur Mitte des Konzertes von MOB RULES betraten auch ich und meine Bande den Saal und fanden eine schon halbwegs ordentliche Stimmung vor, wobei der „Mob“ sich zu früher Feierstunde noch nicht ganz so zahlreich eingefunden hatte und sich vorwiegend auf leichtes Kopfnicken beschränkte. Trotzdem hatte sich vor der Bühne schon eine kleine Menge angesammelt und quittierte die gute Musik mit leichtem Gebange und Klatschen. Dazu gab es ein solides Gitarrenspiel und Metal ganz im Stile von PRIEST und MAIDEN und viele bunte Lichter auf der Bühne. Nichts Herausragendes, aber ein sehr schöner Anfang für ein gelungenes WNT.
(Jujoweh, Peter G.)

Nach einer kurzen Pause ging es nun weiter mit SACRED STEEL, die uns ebenfalls mit guten fetzigen Gitarren und amtlichem Speed Metal verwöhnten. Frontmann Gerrit zog es bei den grellen Spots vor, während des Konzertes eine Sonnenbrille zu tragen. – Da ich persönlich keine hatte, ging mir das zwischenzeitlich extrem helle Gefunzel stellenweise doch gehörig auf den Keks. (war aber zum Fotografieren klasse – Cynthia) Das Publikum allerdings duckte sich unbeeindruckt und headbangend weg und hat auch schon zu früher Stunde sehr gut gefeiert. Ein echtes Highlight des Festivals waren die Jungs aber nicht. Ich persönlich habe die Musik größtenteils genossen, wobei dem Sänger vor allem bei den höheren Parts ab und zu die Tonlage entglitt. – Schade! Die Growlparts waren dafür umso besser. Fazit: Mehr Schreien, weniger Kreischen!
(Jujoweh, Peter G.)

Nach dem Auftritt des heiligen Stahls blieb die versammelte Masse vor der Bühne und zerstreute sich nicht wie bei den vorherigen Bands, um sich die 15 Minuten Umbaupause vom Bierstand aus an zu sehen. – Im Gegenteil: Die Menge wuchs in dieser Pause noch um ein beträchtliches Maß, so dass bei Beginn des Konzertes schon eine beachtliche Menge versammelt war, um die Gastgeber persönlich zu bewundern. Mit ORDEN OGAN war der Saal nun endlich auf einem absoluten Stimmungshochpunkt. Die Initiatoren des Winternachtstraumes verwöhnten uns mit Songs aus ihrem neuen Album „Easton Hope“ und natürlich mit solidem, stilechtem Power Metal-Sound ganz in der Band-Tradition, bei dem jeder Akkord saß. Der Raum war etwa so voll, wie der Durchschnittsmetaller selbst an diesem Abend gewesen sein dürfte und sogar der erste wackere Crowdsurfer dieses Tages versuchte sein Glück, um zur Bühne zu gelangen – bevor die Wall of Death einen absolut ansehnlichen Moshpit zu Tage gefördert hat, in dem wir zwei uns spätestens beim Song „We are Pirates“ befunden haben, um übelst zu feiern. Ein kleiner Wehmutstropfen war, dass es trotz lautstarker Aufforderungen keine Zugaben gegeben hat, aber das beweist nur, welch wundervollen Gig die Jungs hingelegt haben. Daumen hoch!
(Jujoweh, Peter G.)

DISILLUSION kamen von der Zuschauerzahl nicht einmal annähernd an ORDEN OGAN heran, haben aber ne ganz ansehnliche Party vor der Bühne gehabt. Trotzdem war es sehr auffällig, wie voll der Bereich der Bühne vor ihrem Konzert war und wie schnell er sich nach dem Gig auch wieder gefüllt hat. Man raunte mir zu die Jungs sähen „vom Outfit her aus wie Studenten“. Ein gekonnter Vergleich, den ich gerne so wiedergebe, wobei die Musik eher weniger brav war und doch irgendwie sehr melodiös. Der Gig war nicht unbedingt das Glanzlicht des WNT, aber es ist natürlich klar, dass man es als Band schwer hat, den Gastgeber selbst zu überflügeln.
(Jujoweh)

Der Preis für das beste Kostüm geht definitiv an die Ritter von TYR, die auch in jedem Herr-der-Ringe-Film oder Wikingerepos eine sehr gute Figur machen würden. In Kettenhemd und Lederrüstung standen sie da im Scheinwerferlicht, bereit die Welt mit ihrem Metal zu retten. – Vermutlich erklären die schweren Kettenhemden auch die sonst eher bewegungslose Bühnenshow. Aber wer braucht schon Bewegung, wenn die modische Komponente stimmt? Dazu gab’s feinen Metal mit melodisch-folkloristischen Einlagen. Natürlich größtenteils in der wundervollen Sprache der Färinger-Inseln. Auch Songs vom ersten Album „How far to Asgaard“ zündeten nach wie vor und brachten eine wundervolle Lagerfeuer Idylle ins Haus, die uns nach dem vielen Schnee so einiges sagte. Das hat nicht nur mir, sondern auch der Vielzahl an Fans absolut gefallen, da bedurfte es fast keiner Motivation seitens der Band mehr, um das Publikum zu animieren, wobei Basser Gunnar H. Thompson als Stimmungsmacher alle Punkte geholt hat. Definitiv eine Band, die lange nachklingen wird!
(Jujoweh, Peter G.)

Als ich fragte, welche Band die Letzte sei, wurde mir gesagt, dass es wohl „irgendeine Rausschmeißerband“ sei, ähnlich präsentierten sich THE MERCURY ARC mit extrem hartem New Metal. Dementsprechend niedrig waren natürlich die Erwartungen. Es war ein Wunder, wie sehr sich die Jungs bemühten, noch etwas Stimmung in den mittlerweile deutlich gelehrten Partyraum zu bringen. Nach einigem Bitten haben sie sogar noch ansehnliche Ergebnisse zu Tage fördern konnten, so dass der Abend einen würdigen Ausklang fand. Im Endeffekt kann man wohl behaupten, dass TMA trotz des gewollt bösen Images keine gute „Rausschmeißerband“ aber doch sehr tolle Entertainer sind, die zu früherer Stunde sicherlich auch eine sehr gute Figur gemacht hätten. Erwähnt sei auch noch, dass es überraschenderweise kurz vor Ende auch noch die zweite Wall of Death des Tages und einen recht beachtlichen Circle Pit zu beobachten gab.
(Jujoweh, Peter G.)

So ging der erste Tag schneller zu Ende, als uns allen Lieb war – auch wenn ich ganz froh war, endlich schlafen zu können, hatte ich doch heute noch meine Kunst Prüfung im dritten Anlauf endlich bestanden und war vorher dementsprechend neben der Spur gewesen. So kamen wir bei einem Kumpel unter und bald war außer Schnarchen nichts mehr zu vernehmen…
(Cynthia)

Copyright Fotos: Cynthia Theisinger

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu MOB RULES auf terrorverlag.com

Mehr zu ORDEN OGAN auf terrorverlag.com

Mehr zu SACRED STEEL auf terrorverlag.com

Mehr zu THE MERCURY ARC auf terrorverlag.com

Mehr zu TYR auf terrorverlag.com