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W:O:A 2005 – BERICHT 2

Ort: Wacken

Datum: 04.08.2005 - 06.08.2005

Also, das weltweit größte Metal-Festival braucht man dem geneigten Krachliebhaber wohl nicht mehr großartig vorstellen! Wem der Name nicht geläufig ist, der ist hier im falschen Film oder lebt auf einem anderen Planeten. Die nunmehr 16.Inkarnation des WOA ging an diesem ersten August-Wochenende über die Bühne.

Und wieder zog es Scharen an Hartwurstfans in das beschauliche norddeutsche Örtchen Wacken, welches einmal im Jahr Ausnahmezustand hat. Aber wie jedes Jahr ist die Unterstützung seitens der Stadt und vor allem der Bewohner riesengroß und ohne deren Goodwill und Engagement würde es dieses Mega-Event in dieser Form schon lange nicht mehr geben. Und da Metaller ja so ein friedlich-freundliches Völkchen sind, ging es auch dieses Jahr wieder gesittet und ordentlich zu, denn selbst der letzte Breitschädel hat mittlerweile kapiert, dass man die Bewohner dieses Örtchens pfleglich und respektvoll zu behandeln hat. Ebenso alles Bauliche in Wacken, denn man möchte ja nächstes Jahr wieder die größte Metalsause der Welt feiern. Und deshalb werden auch die manchmal etwas schräg schauenden älteren Wackener Einwohner nicht dumm angepöbelt, sondern eher freundlich begrüßt (nach dem 8. Beamster bis mittags manchmal auch etwas derb) und in Gespräche verwickelt. Auch die grünen Freunde und Helfer sind nicht nur stets präsent allerorten, sondern auch jederzeit für einen Plausch zu haben, und nicht aus der Ruhe zu bringen. Das Gleiche gilt für die Ordner-Crews. Hut ab, hier wurde von den Wacken Open-Air-Machern klasse Basisarbeit geleistet in der Vergangenheit. Einzelne Ausfälle gibt es bei einem Festival dieser Größe natürlich immer wieder, und bei tausenden von Mitarbeitern/ Helfern kann nun mal nicht jeder einzelne immer alles richtig machen. Und wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch heraus – beide Seiten haben sich dieses Leitmotto auch dieses Jahr wieder zu Herzen genommen. Bestes Beispiel meines Erachtens der Einlass zum Festival-Gelände: Da wollen 3000, 5000 oder 8000 vollbreite Partyanimals auf einmal aufs Gelände, und vor der Gitterdurchführung entsteht nicht ein einziges Mal Gedränge oder ungeduldiges Genöle, und jeder lässt sich von der Security-Crew bereitwillig durchsuchen. Geil, wenn das mal auf jedem Konzert in kleinerem Rahmen auch so wäre! Und bei dem Ansturm wird man dann von einem Securityman in aller Ruhe nach der Uhrzeit gefragt, nennt ihm diese und bekommt ein freundlich-lächelndes Danke zurück! Das nennt man dann mal geile Festival-Voraussetzungen.

Perfekt ist natürlich nichts. Für meinen Teil wurde der Ansturm nach einigen Bands beim Ausgang unterschätzt, und es dauerte doch relativ lange, bis sich die riesige Menschenmasse durch den einzigen Ausgang gezwängt hatte. Zwar wurde dann, als es zu voll wurde, reagiert und ein Eingangsbereich in einen Ausgangsbereich umfunktioniert. Aber vielleicht kann man das in Zukunft auch noch etwas besser lösen. Dixi-Klos sind ja auch immer wieder ein leidiges Thema. Für meinen persönlichen, und auch den sehr vieler Besucher, Eindruck, waren es in diesem Jahr eindeutig zu wenige. So mussten wir vom äußeren Zipfel von Camping-Areal D einen Weg von etwa 10-15 Minuten in Kauf nehmen, um zum nächsten Dixi zu gelangen. Die meisten Besucher nutzen da natürlich lieber die ein paar Schritte entfernte Botanik. Area A hat mit etwa einem sechstel Größe von Area D laut Plan gleich 4 Dixi-Stellen in unmittelbarer Nähe gehabt. Da passt die Verteilung natürlich nicht. Klar ist das hier kein Kindergeburtstag und auch kein Luxus-Urlaub, aber mehr Dixi-Stationen wären bei der Masse an Leuten auch nicht verkehrt, und die an manchen Stellen doch arg ramponierte Botanik würde es den Machern danken, denke ich. Auch wenn das natürlich bekannterweise ein immenser Kostenfaktor ist.

Dass ausgerechnet dieses Jahr das wohl mieseste Wacken-Wetter ever vorherrschte, lässt sich natürlich nicht ändern. Durch den anhaltenden Regen verwandelte sich das gesamte Gelände im nu in eine Schlammwüste sondergleichen. Doch das schreckt Wacken-Gänger nicht ab, und so wurde wieder allerorten eine permanente Party gefeiert, Regen und Wind hin oder her. Allerdings wurde von der Wacken-Crew auch hier schnell reagiert, und man deckte in der Nacht vom Freitag auf Samstag riesige Areale auf dem Gelände mit Stroh ab. Bei diesen Schlammmassen hätte man allerdings das gesamte Areal abdecken müssen, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen, was ja nahezu unmöglich ist. Aber auch so war es schon gut, und etliche Strohbalgereien waren die Folge, hehe. Das Publikum ließ sich die Laune jedenfalls nicht verderben. Dennoch dürfte besonders das ultramiese Freitagswetter etlichen Bands an dem Tag eine große Menge an Zuschauern gekostet haben.

Doch auf die Bands bzw. Musik kommt es eigentlich beim WOA gar nicht mehr soo doll an, wenn man sieht, wie viele Parties und Aktionen auf den Zeltplätzen nebenher laufen. Den Vogel schossen dabei mal wieder die lieben Kollegen von Pommesgabel.de ab, an deren Zeltburgen immer Action angesagt war. Karaoke ließ genauso viele Leute verweilen, wie das Abfackeln eines riesigen, umgedreht in den Boden gerammten Kreuzes…und das alles meist noch mitten in der Nacht! Ebenso schräg die Kollegen auf einem anderen Zeltplatz mit einem doppelstöckigen Luxusteil! Formel 1 oder wie?! Einfach nur doof im nassen Zelt liegen scheint out zu sein… Von daher ist es auch egal, welche Combos eingeladen werden. Party ist immer und das Festival sowieso voll.

Da wir über etliche Bands ja schon aktuellste Live-Berichte haben, und es eh unmöglich ist, sich bei der Masse an Combos alles reinzuziehen, versuchen wir mal das Ganze im Kurzdurchlauf anzugehen. Wie gesagt, steht in Wacken ja eigentlich meist die Musik im Allgemeinen im Vordergrund mit der dazugehörigen Partyfestivalstimmung und nicht, welche spezielle Band jetzt da gerade zockt. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass absolute Undergroundrödler wie BLOODBATH oder SUFFOCATION von Massen (so um die 10.000) an Metalheads abgefeiert werden, wie sonst nur die Leader der Death Metal-Szene! Sehr geil, aber auch absolut überraschend.

Zu dem allgemeinen Sound kann man nur sagen: erste Sahne! Und das bei allen Bands, die ich gesehen habe. Auch die Bands, die ich nur von draußen gehört habe, klangen selbst auf die Entfernung exzellent. Windbedingt gab es mal einige Verwehungen im Takt, aber das lässt sich nun mal nicht ändern bei einem Open Air. Sehr cool auch die Videoleinwand zwischen den beiden Hauptbühnen. So kann man auch von weiter hinten das Geschehen auf der Bühne hautnah verfolgen. Für mich Erbsenzähler hätte das Teil aber auch ruhig etwas größer ausfallen können und da stehe ich nicht alleine mit. Beste Band des Festivals für mich im übrigen (neben SUFFOCATION) KREATOR! Doch dazu später mehr…

Donnerstag

Losgehen sollte es nach erfolgtem Zeltkampfaufbau und den ersten lecker Gebräuen am Donnerstag mit TRISTANIA. Nix besonderes, und ihr Sound kommt in Hallen einfach besser, siehe NIGHTWISH-Support vor ein paar Monaten. Mit CANDLEMASS sollte dann schon mal ein echtes Festivalhighlight folgen. Mit dem bärenstarken neuen Album im Rücken war es dann auch kein Problem für die alten Schweden, nach allen Regeln der Kunst abzuräumen. In der einen Stunde Spielzeit jagte ein Klassiker den Nächsten, der neue Track „Black Dwarf“ zum Einstieg ließ gleich mal nix anbrennen, und da man diesmal auch „Samarithan“ im Gepäck hatte, konnten die Jungs gar nichts falsch machen.

OOMPH! danach mag vielen vielleicht als etwas merkwürdige Wahl vorgekommen sein. Die Band legte zwar eine gute Performance hin und nutzte den Platz auf der Bühne, aber der Funke sprang nicht so richtig über, obwohl auch hier Hit auf Hit folgte. Fand ich aber (etliche andere auch) auf der Hallen-Tour wesentlich geiler. „Augen Auf“ ging dann natürlich doch ab, und die Band ließ sich danach zu Recht feiern. Ein paar alte und härtere Kracher hätten dem Ganzen vielleicht gut getan.

Dass NIGHTWISH auch ein solches Riesenfestival mittlerweile problemlos headlinen können, stellten sie an diesem Abend unter Beweis. Das Gelände war brechend voll, und es wurde von den ersten Takten an gerockt, was das Zeug hielt. Wobei in der Setlist keine großen Unterschiede zu der von der Hallentour auszumachen waren. Erneut ein absolutes Highlight für mich (für die meisten anderen eher nicht… Fragezeichen allerorten): Das von Bassist Marco gesungene Pink Floyd-Cover! Bitte auf CD veröffentlichen. Auch mit dieser Masse an Leuten kommt die Band spielend klar, und es ist immer wieder aufs Neue herrlich zu sehen, welchen Spaß sie allesamt auf der Bühne haben. Musikalisch also nichts Außergewöhnliches, dafür war die Lightshow etwas magerer ausgefallen, und auf die Gimmicks von der Tour (Lamettaregen, Wasservorhang) musste natürlich verzichtet werden. Tat dem Erfolg dieses Gigs allerdings keinen Abbruch und so trollten sich zigtausende im dustern Richtung Zeltplätze…

Freitag

Um sich am nächsten Morgen nach obligatorischem Kurzschlaf von 11 Uhr an die Lauscher durchpusten zu lassen von Bands jeglicher Couleur. MERCENARY hörten sich erneut bärenstark an und MARKY RAMONE begleitete uns mit allen RAMONES-Gassenhauern wie „Pet Cemetary“ vom Zeltplatz zum Gelände. NAGLFAR sollen trotz Tageslicht und unmöglicher Auftrittszeit böse gerockt haben, ILLDISPOSED fielen wieder angenehm durch amtlich-fetten Todessound und obskure Ansagen des Fronters auf.

Die erste echte Überraschung folgte mit SONATA ARCTICA um halb 2. Die legten einen bombigen Auftritt hin und hatten eine riesige Meute vor der True Metal-Stage versammelt. Sogar der Gesang war nicht nervig, was ja auf CD ab und an mal anders tönt. Hauptaugenmerk lag natürlich auf aktuellem Material vom Album „Reckoning Night“. Leider bot man nicht die goile Coverversion des Scorps-Klassikers „Still Loving You“ auf. Trotzdem eine DER Bands des Festivals!

Bei BLOODBATH wurde es dann RICHTIG voll vor der Black-Stage! Kein Wunder, bei der Klasse des Materials und der Ansammlung von Star-Musikern. Von Mr. Tägtgren war leider nichts zu sehen, aber GOTT Akerfeldt rockte die zigtausendfach angetretenen Banger mindestens genau so! Was ein herrliches old-school Schweden-Death Metal-Gewitter. Die ausgehungerte Meute saugte jeden Track gierig auf und feierte die Band wie Superstars ab, was doch erstaunt. Absolute Tötung war dann „Eaten“! Death Metal ist wieder „in“, was sich auch bei den später folgenden OBITUARY zeigen sollte, die leider im Regen zocken durften.

EISREGEN (DER hätte noch gefehlt an diesem Wochenende!) waren sogar in weiter Entfernung noch schrecklichst wie immer und WITHIN TEMPTATION hatten nicht den Hauch einer Chance gegen die NIGHTWISH-Performance tags zuvor. Sharon nervte in höchsten Tonlagen und sogar das eigentlich geile „Stand my Ground“ hörte sich nicht wirklich gesund an. Liebe Wacken-Crew, besser AFTER FOREVER/ LACUNA COIL/ FLOWING TEARS einladen, dann gibt’s auch geile Performances…

METAL CHURCH sind dagegen wieder schwer auf Kurs im Power Metal-Ländle und mit Klassikern wie „Beyond the Black“ oder „Watch the Children Pray“ kann man einfach nichts falsch machen, zumal man in Mr.Munroe erneut einen exzellenten Fronter am Start hat. EDGUY ließen sich erstmal Möchtegern-Rockstar-mäßig per Helikopter einfliegen (Tobi, Ihr seid NICHT IRON MAIDEN!!!)und kasperten sich dann durch 75 Minuten Programm. Die Riesenbühne war natürlich ein gefundenes Fressen für Frontflummi Tobi. Vielleicht sollte er sich mal lieber auf seinen Gesang konzentrieren… hätten mighty BRAINSTORM gerockt, wär ich sogar im Regen hingekrochen!

Um 21:00 kam für viele DER Headliner des Festivals: MACHINE HEAD! Und die legten nach coolem Intro gleich mal ganz schwer los mit ein paar Überhits, bei denen es auf dem megavollen Gelände kein halten mehr gab. „Imperium“, „Ten Ton Hammer“, „The Blood, the Sweat, the Tears“, „Old“, „Bite the Bullet“, „Davidian“…ja geiler geht nich! Logisch, dass nahezu das gesamte Festivalgelände in Bewegung war. Obersympath und Metalsau Flynn laberte natürlich auch wieder ohne Ende, aber was wäre eine MH-Show ohne seine witzigen Ansagen. Ich sag nur „Prost, motherfuckers, Prost“-haha! Zum Ende hin packte man dann ein Megacoverset aus mit „Creeping Death“/ „Territory“/ „The Trooper“ und noch was, was ich vergessen hab, wobei man alle Parts ineinander übergehen ließ. Monsterabräumergig erneut und mit Abstand Band des Tages!

Weshalb dann als Special Surprise Act STRATOVARIUS 20 Minuten zocken durften, ist nicht nur mir ein Rätsel! Und dann noch auf der Black-Stage. Surprise war da gar nix (CELTIC FROST wär was gewesen!) und langweilig zudem. Unwichtig.

APOCALYPTICA passen zwar auch nicht auf die Black-Stage, ziehen aber zu vorgerückter Stunde noch mal Massen an Leuten vor die Bühne. Wieder einmal geilsten Cello-Metal gab es zu bestaunen, immer ein Phänomen und Augen-/ Ohrenschmaus, was die Jungs mit ihren Instrumenten anstellen! Leider gab es nichts von SLAYER, was ja gut zum Festival gepasst hätte. Ansonsten aber einen 90-Minütigen Querschnitt durch alle Alben, begleitet von einer grandiosen Lightshow. Auch der permanente Schlagzeuger verleiht dem Ganzen noch mehr Würze, ist ein Meister seines Fachs und muss sich hinter Lombardo nicht verstecken. Geile Performance! Da alle Tracks ohne Vocals auskommen mussten, gab es besonders bei den Singles „Wie Weit“ und „Bitter Sweet“ wieder die Umarrangierung der Gesangslinien auf Celli zu bewundern. Einfach absolute Ikonen die Finnen! „Leicht“ angeschlagen (…) watete man dann blindlings Richtung nasses Zelt…

Samstag

Am Samstag fiel man dann schon um 7 ausm Schlafsack, zum einen von der nassen Zeltwand und zum anderen von der gleißenden Sonne geweckt! Ja Heureka, gleich den Grill angeworfen. Nach dem ersten „Hustensaft“ war die Sicht auch wieder klar und das zittern weg… HAHA! Allerdings sollte es bis zum Mittag noch das ein oder andere Mal orkanmäßig schütten und stürmen. Zum Glück aber immer nur kurz und die Sonne zeigte sich den ganzen Tag über. Über Nacht hatte die Wacken-Crew erneut Heu nachgeschmissen auf dem Gelände. Auf diesen Inseln ließ es sich vortrefflich aushalten, dazwischen war natürlich Schlamm-Waten angesagt. ZYKLON sollen um 12:00 amtlich geballert haben, die nächste Überraschung folgte dann um 14:00 mit SUFFOCATION, welche die Black-Stage in Schutt und Asche trümmerten! Und zwar FETT wie Oskar. Eigentlich ist diese Band ja nur Underground-Deathern ein Begriff, daher um so erstaunlicher, dass auch hier das Gelände brechend voll war und die Band abgefeiert wurde, wie sonst CANNIBAL CORPSE.

OVERKILL boten dann auf der True Metal Stage ebenfalls eine grandiose Performance und bliesen, wie auf der Tour kurz zuvor, eine volle Thrash-Breitseite ins Auditorium. Das Set war etwas old-school-lastiger wie auf Tour und gleichnamiger Song von der aktuellen Scheibe kam erneut hervorragend an. Völlig unverständlich bei einer solchen Funnummer… aber bei TANKARD funktioniert das ja auch seit Jahren.

Als dann hunderte von bepinselten Pandabären das Gelände betorkelten und MASSEN nach vorne stürmten, war es offensichtlich an der Zeit für mighty DISSECTION! Allerdings merkte man im Verlaufe des Sets, dass die große Black Metal-Zeit abgelaufen ist. Da war nix magisch und schon gar nicht finster-böse. Es wurde zwar amtlich rumgetrümmert, aber die Magie der Gründerzeiten gibt’s einfach nicht mehr. Musikalisch war die Band absolut Top, der Rest blieb austauschbar. Zwiespältige Sache also. Trotzdem starker Gig mit allen Hits, der gebührend abgefeiert wurde. Mehr aber auch nicht. Und das reicht nun mal bei einer Quasi-Legende wie DISSECTION nicht. Hätte ich mir doch lieber erneut HOLY MOSES angucken sollen…

MARDUK sollten einfach mal ne Pause einlegen, ihre Überpräsenz in allen Bereichen (Live/ CD/ DVD… im Wochentakt) geht einem mittlerweile doch gewaltig auf die Nüsse. Durch Zeltplatzwechsel bekam ich erst KREATOR wieder zu Gesicht, und was dort dann abging, kann man ja nun gar nicht mehr beschreiben! Wenn selbst eingefleischte Hardcore-Fans (Hallo Stemmen!), die die Band schon nahezu 20mal gesehen haben, völlig von den Socken sind ob dieser Arschcoolen Performance, liegt das mit Sicherheit nicht am Alkspiegel. Eher daran, dass Mille und Co. momentan einfach das Maß aller Dinge sind im Thrash-Sektor! Und das Weltweit, da können selbst Leader wie TESTAMENT schwerlich vorbeidengeln! Die Tour zur Megascheibe „Enemy of God“ war ja schon eine absolute Offenbarung. Wurde aber an diesem lauen Abend in Wacken locker noch mal getoppt. Sound? Perfekt! Licht? Perfekt! Performance? Der Wahn! Tracklist bei der Masse an Hits eh egal. „Enemy of God“, „Impossible Brutality“, „Extreme Aggression“, „Pleasure to Kill“… eine Lehrstunde für ALLE Thrashbands. Mille aggressiv wie seit den späten 80ern nicht mehr, scheint noch mal Blut geleckt zu haben der Gute. Und dann geschah das ziemlich unglaubliche: „Tormentor“ und „Flag of Hate“ wurden mal nicht verstümmelt und durften in voller Länge uns alte Säcke ins Jenseits ballern! Laut Nackenmuskulatur müssen Zeltnachbar Sasch und der olle Rezensent wohl MÄCHTIG Gas gegeben haben… laut sweet Frau Wenzel neben mir waren wir wohl trotz 5,9 Promille verdammt Textsicher und lauter als die Band, haha! Dafür spielten die Herren doch glatt „Riot of Violence“ NICHT! Ein Unding eigentlich, steht der Track doch seit ´86 in jeder Setlist. Alle wunderten sich, das tat diesem phänomenalen Auftritt allerdings auch keinen Abbruch und so hinterließen KREATOR ein plattgewalztes Publikum.

Diesem Gig musste dann körperlich Tribut gezollt werden, und so wurde sich zum Zeltplatz geschleppt. ACCEPT sollen Ohrenzeugenberichten zu Folge zwar schwer gerockt haben in ihren 2 Stunden Spielzeit, aber nichts großartig Außergewöhnliches Veranstaltet haben. Ebenso SENTENCED, die ihren allerletzten Gig auf deutschem Boden ablieferten. Was Bands wie TORFROCK oder schon-wieder-ONKEL TOM auf dem Wacken verloren haben, ist mir schleierhaft. Zudem noch auf den großen Stages. Party hin oder her, überflüssig meines Erachtens.

Das Programm-Magazin mit seinen ausführlichen Infos zu allen Bands und allen anderen Geschehnissen auf und ums WOA war wie jedes Jahr unverzichtbar. Sehr gut auch die Pläne darin fürs gesamte Gelände. Ohne das Dingen wär man das ein oder andere Mal ganz schön aufgeschmissen gewesen. Ein rundum geiles Festival also und ich freue mich schon jetzt auf die nächstjährige Auflage, denn als bestätigte Bands hat man schon SUBWAY TO SALLY/ IN EXTREMO/ DIE APOKALYPTISCHEN REITER/ CHILDREN OF BODOM und vor allem SOILWORK am Start! PARTY ON AT WACKEN 03.08.-05.08.-2006

Copyright Fotos: Ludger Walhorn

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