Konzert Filter

ZITA ROCK FESTIVAL 2007

Ort: Berlin - Zitadelle Spandau

Datum: 24.06.2007

Auf der Zitadelle Spandau sollte es an diesem Sonntag einen weiteren Festival-Auftritt vom Meister Himself MARILYN MANSON geben. Mit dabei waren KRIEGER, OOMPH! und KNORKATOR als musikalische Unterstützung und Publikumsanheizer. Pünktlich 17.45 Uhr betraten Sänger Thomas, Basser Rajko, Gitarrist Andre und Drummer Johannes alias KRIEGER die Bühne und fing ordentlich an zu rocken. Zu diesem Zeitpunkt waren ca. 1000 Gäste vor Ort und jene waren auch nicht gerade unbegeistert von der sächsischen Band und ließen sich leicht mitreißen. Die „Krieger“ supporteten schon Kapellen wie IN EXTREMO und STONE SOUR und können mit ihrem aggressiven Rocksound durchaus begeistern. Als erstes Stück wurde die aktuelle Single „Wenn Du mich küsst“ präsentiert. Es folgten neben „Krieger“ und „Heimat“ noch weitere Songs vom Debütalbum, welches am 28. September 07 erscheinen wird. 18.15 Uhr war die Stagetime dann leider schon zu Ende und die Dresdner verabschiedeten sich brav und machten Platz für die Berliner Kultband KNORKATOR, welche 18.45 Uhr „das Feld“ betrat.

Die Mannen Stumpen (Gesang), Alf (Keys), Buzz Dee (Gitarre), Nick (Drums) und Tim (Bass) wurden vom Großteil des Publikums euphorisch empfangen. Zusätzlich waren auf der Bühne noch 2 Keyboardhalterinnen (!) aufgestellt, beide mit weißen Tüchern bekleidet, erfreuten sie natürlich vor allem die männlichen Gäste mit ihrem Anblick. Von Anfang an begeisterte die Band die Anwesenden und Stumpen zeigte mal wieder deutlich, was für eine Stimmgewalt in so einem kleinen Kerl stecken kann. KNORKATOR sind ja dafür bekannt, dass sie immer mal ein paar verrückte Sachen auf der Bühne veranstalten und so zog sich Stumpen natürlich mal wieder bis auf ein kleines Bikinihöschen aus und im späteren Verlauf der Party wurde dann noch Gurke, Toastbrot, Zwiebel, Eier, etc verhäckselt, so dass es irgendwann wie auf einem Gemüsemarkt roch. Allerdings sah es nicht so gut aus, auch nicht unbedingt für die Anwesenden, die den Sprung zur Seite nicht rechtzeitig geschafft hatten. Auf den Zuruf eines männlichen Gastes, Stumpen möge sich doch ausziehen, erwiderte jener „Machs doch selber, Du Pfeiffenkopp“. Neben „Alter Mann“ gab es unter anderem noch „Ich hasse Musik“, „Eigentum“, „Geld“, „Wir werden alle sterben“, „Groß und klein“ und als Abschlusssong „Zeig mir den Weg nach unten“ auf die Ohren. Nach 60 Minuten Berlin-Power war es dann schon wieder so weit und die Band war mit ihrem Programm durch. Stumpen hüpfte elegant ins Publikum, wo er auch aufgefangen wurde und dann begann mal wieder eine kurze Umbaupause.

Nach einer kurzen Unterbrechung von 30 Minuten waren dann auch endlich die langersehnten Co-Headliner OOMPH! an der Reihe. Sie wurden lauthals bejubelt und als Sänger Dero die Bühne in Zwangsjacke betrat, steigerte sich das Geschrei noch einmal auf ein paar Dezibel mehr. Mit ihrem brachialen Goth-Industrial-Sound begeisterten sie von Anfang an und brachen sofort das Eis mit „Träumst Du“. Der Sound war kraftvoll, die Bühnenpräsenz wirklich grandios und das Zusammenspiel des Main Trios (Dero – Gesang, Flux – Gitarre und Crap – Bass) auf den Punkt abgestimmt. Der Fronter vollführte wie gewohnt seine Grimassen und brachte damit nicht nur das Publikum zum Lachen. Neben schon genanntem Hit wurden noch folgende Stücke präsentiert: „Du willst es doch auch“, „Wenn Du weinst“, „Die Schlinge“, „Das letzte Streichholz“. Am Showende folgte Dero dann dem Vorbild von Stumpen und sprang gegen 21.15 Uhr leichtfüßig in die Menge zum Crowdsurfen.

Nach einer weiteren halben Stunde Umbaupause war es dann auch endlich Zeit für den Hauptact dieses Abends – MARILYN MANSON. Mittlerweile waren an die 2500 Gäste anwesend und jeder fieberte dem Auftritt des Meisters entgegen. Hinter einem Vorhang mit dem MM-Logo als Aufdruck begann das Intro zu „If I Was Your Vampire“ für seine Show und nach dem Fall des Vorhangs stand er leibhaftig vor uns. Der Sound war bombastisch, allerdings war der Fronter sehr schlecht zu verstehen, da die Einpegelung des Mikros (in Form eines Messers) nicht richtig funktionierte. Das wurde jedoch im Laufe der Show behoben. Während des ersten Songs schwang MANSON bedrohlich aber anscheinend unbeabsichtigt den Mikrofonständer über die Köpfe der anwesenden Fotographen. Showmäßig bot er an diesem Abend leider, im Vergleich zu den letzten Jahren, sehr wenig. Trotzdem war die Bühnenpräsenz und Ausstrahlung nicht zu übertreffen. Es gab ein Feuerwerk aus alten Kompositionen und neuen Werken des aktuellen Albums „Eat me, Drink me“. Neben dem schon genannten Opener performte die Band noch „You And Me And The Devil Makes Three“, „Mobscene“, „Sweet Dream (Are Made of This)“, „Tainted Love“, „Putting Holes In Happiness“ und natürlich die aktuelle Single „Heart-Shaped Glasses“. Nach gerade einmal einer Stunde und 20 Minuten war die Show auch schon am Ende und das Auditorium verließ glücklich die Zitadelle um sich auf den Heimweg oder zu weiteren Partys zu machen.

Setlist KNORKATOR
Absolution
Ding inne Schnauze
Alter Mann
Es kotzt mich an
Ich hasse Musik
Eigentum
Fans
Wir werden
Geld
Geschlechtsverkehr
Kurz und Klein
der 31. Buchstabe
Böse

Weg nach unten
Der ultimative Mann

Setlist OOMPH!
Träumst Du
Du willst es doch auch
Wenn Du weinst
Die Schlinge
Sex hat keine Macht
Das letzte Streichholz
Mein Schatz
Gekreuzigt
Augen auf
Gott ist ein Popstar

Setlist MARILYN MANSON
If I Was Your Vampire
Disposable Teens
You And Me And The Devil Makes Three
Irresponsible Hate Anthem
Mobscene
Sweet Dreams (Are Made of This)
Putting Holes In Happiness
Just A Car Crash Away
Rock I Dead
Heart-Shaped Glasses
Tainted Love
The Dope Show
Great Big White World
The Fight Song

The Beautiful People

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu KNORKATOR auf terrorverlag.com

Mehr zu KRIEGER auf terrorverlag.com

Mehr zu MARILYN MANSON auf terrorverlag.com

Mehr zu OOMPH! auf terrorverlag.com