DAS GEZEICHNETE ICH veröffentlicht „Hinter allen Dingen“

2009 trat er im Vorprogramm der Deutschland-Shows der Pet Shop Boys auf, im Jahr darauf unterstützte er live Ich + Ich sowie A-ha bei deren Abschiedstournee. Mit dem Titel „Du, es und ich” belegte er beim„Bundesvision Song Contest” 2010 den eindrucksvollen 5. Rang. Bereits einige Wochen zuvor war das namenlose Debütalbum erschienen, das es bis auf Position 28 der offiziellen deutschen Charts schaffte. Ein höchst erfolgreicher Umstand für derart ungewöhnliche, individuelle, auch mal sperrige Klänge und für einen derart geheimnisumwitterten Künstler.

Die Öffentlichkeit kennt zwar das Gesicht von Das Gezeichnete Ich, nicht aber den Namen hinter dem Pseudonym. Spielt aber auch keine Rolle, denn Namen sind bekanntlich Schall und Rauch, und was wirklich zählt ist das Eigentliche – die Musik und was diese imstande ist zu bewirken. Bekannt ist darüber hinaus lediglich, das er seinen Künstlernamen aus einem Gedicht von Gottfried Benn abgeleitet hat, in dem es heißt: „Es gibt nur zwei Dinge/ Die Leere und das gezeichnete Ich.”

Es hat ordentlich Zeit gedauert, ehe die zwölf Stücke von „Hinter allen Dingen” so fertig gestellt waren, dass der selbst erklärte perfektionistische Komponist damit rundum zufrieden war. „Musik ist für mich eine Herausforderung, ein Kampf”, bekennt der mal Scheue, mal Extrovertierte, „denn mein Anspruch ist es, dass ich mich in meiner Arbeit niemals wiederholen will und werde, darin bin ich unerbittlich. Das wäre mir schlicht zu langweilig.”

Nur allzu verständlich, die Qual des Entstehungsprozesses, wenn man sich die Kleinode des Albums zu Gemüte führt, vollkommen durchstrukturiert und dabei vor – gelegentlich herrlich schwülstiger – Emotionalität berstend. So zum Beispiel die erste Single „Weil du da bist” (VÖ: 14.02.), mit ihrem zutiefst skeptischen, zutiefst romantischen Anspruch: „Ich bin nicht hier um diese Welt retten zu können wenn sie zerfällt”. Dies löst sich auf im schlichten, unsterblichen: „Vielleicht bin ich nur hier weil du da bist”.

„Hinter allen Dingen” ist fertig gestellt – jetzt kann der Erzeuger endlich Glück, Stolz, Zufriedenheit äußern: „Ja, ich bin sehr angetan vom endgültigen Ergebnis”, strahlt Das Gezeichnete Ich. „Und ich hätte kein Glaubwürdigkeitsproblem, wenn diese Lieder ein Millionenheer ansprechen würden. Es sind Lieder, die hoffentlich eine Ahnung davon vermitteln, wie es ist, wirklich am Leben zu sein.”

Album-VÖ: 21.02.14 / EPIC

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