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FREI.WILD schlagen zum Winter hin ruhige Töne an…

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Man mag zu FREI.WILD stehen, wie man will, am besten man konzentriert sich auf ihre Musik und vermeidet beide Extreme: Verdammnis und Glorifikation. Denn beides scheint mit Vernunft betrachtet der Sache nicht angemessen zu sein. In diesem Sinne hier eine Newsmeldung über die Südtiroler für Fans wie Gegner…

Brixen – Sie sorgten in diesem Jahr für das vermutlich spektakulärste Echo in vielerlei Hinsicht: Ihr Ausschluss vom Musikpreis ECHO sorgte für ein gigantisches Medien-Echo, dem wiederum das Echo der Musikkonsumenten entgegenschallte. Während sich Medien in großer Anzahl über die Deutschrocker von FREI.WILD echauffierten, machten die Verbraucher vielmehr deutlich, dass man sie zwischen all den aufgebrachten Echos offenbar überhört hatte. Die Beliebtheit der Band, die ihr davor bereits einen Platz 1 in den deutschen Media Control Charts beschert hatte, sowie mehrere weitere Top 5 Entries, brach durch den Aufruhr nicht ein, sondern verfestigte sich weiter. Innerhalb nur einer Woche downloadeten mehr als 25.000 Menschen Musik von FREI.WILD über die dafür gängigen Anbieter. Das aktuelle Album „Feinde deiner Feinde“ brachte es in Windeseile zum Goldstatus – bereits der dritte für die Band in weniger als 10 Monaten. Zwei Konzerte zum Jahresabschluss in der Frankfurter Festhalle mit insgesamt 32.000 Menschen waren binnen nur 3 Stunden ausverkauft.

Während der Publikumsansturm auf FREI.WILD weiter ungebremst nach oben ging, erlebte die Band einen wahren Orkan an Pressereaktionen, die teils verurteilende, teils diffamierende und teils vernichtende Inhalte besaßen. In der Medienlandschaft brach eine Massenhysterie aus, mit der sich nicht nur die Band quasi über Nacht konfrontiert sah, sondern auch ihre Anhänger. FREI.WILD-Fans wurden öffentlich beschimpft, fanden sich in Rechtfertigungssituationen wieder und mussten sich als Musikhörer vollkommen neu definieren. Aus Anhängern einer Subkultur wurden politische Wesen, die sich als solche mit Demonstrationen auseinandersetzen mussten. Aus unbeschwertem Musikhören wurde für sie urplötzlich eine ernste Sache.

Ein Musikpreis, der sich namentlich als „Echo“ der Musikbranche versteht, hat offenbar nicht nur eines der derzeit größten Musik-Zugpferde Deutschlands ausgeladen, sondern damit eine gigantische Neu-Definition einer Musikhörergruppe hervorgerufen. Wohl selten hatte der „Echo“ eine ähnliche Medienpräsenz wie in diesem Jahr. Kaum eine Zeitung, die nicht über die eigens durchgeführte Regeländerung berichtete und kaum ein Blatt, in dem nicht der Name FREI.WILD gedruckt stand. Und wohl selten gelangte auch eine Anhängerschaft damit so sehr in den Fokus wie die ihre. FREI.WILD, die dem konservativen Lager entstammen, und nicht, wie die meisten deutschsprachigen Punk/Rockbands dem linken, jedoch zu keinem Zeitpunkt ihrer Karriere rechtslastig waren und sich davon auch in ihren Texten deutlich abgrenzen, stellten genau damit ein Novum in der Wahrnehmung der Musikindustrie dar und sahen sich mit Miss- und Unverständnis konfrontiert.

Anstatt laut zu werden, schlagen die Südtiroler jedoch zum Ende eines mehr als bewegten Jahres ruhige Töne an. Auf einem Akustikalbum der ganz besonderen Art haben sie eine Auswahl der beliebtesten Songs komplett neu arrangiert, sechs komplett neue dazu aufgenommen und zeigen dabei ihre musikalisch vielseitige Art. Mit vielen weiteren Künstlern an ihrer Seite schufen sie ein Werk, das die Schere zwischen orchestralen Balladen und sehr druckvollem Rock`n`Roll beispiellos charmant hinbekommt, ohne dabei auf die durchaus rauhen Klänge der Band verzichten zu müssen. Auf dem Album „Still“, das kein Akustik- Album im eigentlichen Sinn ist, finden sich sowohl punkigere Töne, Ska-Einflüsse, Reggae-Anleihen, gefühlvolle Arrangements mit Streichorchester, Bläsersätzen und eine Musikalität, die Kritiker der Band vermutlich nie zugetraut hätten.
Durch den absoluten Verzicht auf eine verzerrte Instrumentalisierung, treten dabei Gesang und Texte noch deutlicher in den Vordergrund und verleihen diesem Werk seinen besonderen Namen: Still, unverzerrt und hart besaitet. Das Album kommt am 22.11.2013 in den Handel und leitet so eine neue Ära dieser wohl am Kontroversesten diskutierten Band der Neuzeit ein.
Quelle: Rosenheim-rocks

www.frei-wild.net

6 Kommentare

  1. Karsten sagt:

    deutschrock goes kommerz…da merkt man das man noch ma geld machen will um dann eine nicht knappe pause zu machen. ich glaub ja eher das es das ende sein wird damit man sich neuen kommerziellen sachen widmen will wie wilde flamme zum beispiel …komplett von den jungs enttäuscht und schade das man als frei.wildfan der ersten stunde soviel geopfert hat.sie sagen sie brauchen mehr zeit für ihre familie…alles gut aber wir fans haben auch familie und sind ihnen hinterhergereist und haben unsere kohle und unsere zeit für sie gegeben und das aus ihnen zu machen was sie nun sind und wo sie nun auf dem höhepunkt sind kommt so ne nummer bei rum… beschimpft mich beleidigt mich is mir egal.dies is das land der vollidioten aber in dem man seine meinung eben vertreten darf

  2. Andreas sagt:

    Wird die band für imme in den Ruhestad Wechseln ider kommt sie nach unbestimter zeit wieder zurück ind die Musikszene?

  3. Iggi sagt:

    Jedem steht es frei, seine Meinung kund zu tun, Karsten. Ich kann deine Enttäuschung nachempfinden.
    Ich finde den Zeitpunkt jedoch gut & clever gewählt! Nach dem ganzen Medienrummel um Echo, Herrn “Kuban” sowie der ganzen Medien-Hetze kommt das genau richtig: mit einem wahren Feuerwerk in eine Pause zu gehen, Zeit für andere Dinge zu haben, durchzuatmen, sich neu auszurichten usw.!
    Damit haben weder Fans, noch Hetzer/Kritiker gerechnet ^^

    Viele Musiker verpassen hier den richtigen Zeitpunkt.

    Ich bin davon überzeugt, dass die Jungs nicht vergessen haben, wem Sie es zu verdanken haben, dass sie nun da stehen, wo sie zu stehen. ;-)
    Hinterherreisen ist die eine Sache, ja, aber ständig Weg von daheim, immer iwo anders, Termine, Interviews, Gigs, Auftritte zu haben, immer Leute/Crew um einen rum und ständig unter Strom…halt eben die andere. Iwann ist der Akku mal leer. Und deshalb finde ich die angekündigte Pause sinnvoll, ehrlich, konsequent und gut!

    Für mich steht das “ob” (sie zurückkommen) außer Frage!
    Interessant ist eher “wann”… ;-)

    In diesem Sinne! Kopf hoch an alle enttäuschten Fans & alles Gute der Band!

    Sehen uns im Dezember in der Festhalle <3

  4. Sebastian sagt:

    Ich kann den ganzen Rummel um Frei.Wild einfach nicht nachvollziehen. Ich höre diese Musik jeden tag und egal wo ich langgehe(wenn ich FW-Klamotten trage ) ich werde immer schief angesehen und dann noch in die rechte Ecke gedrängt. Ich musste mich sogar schon rechtfertigen vor der Polizei nur weil ich einen Frei.Wild Pullover anhatte. Es geht mir langsamm auf den Sack.

  5. Bernd sagt:

    Karsten: Wenn du dich mal genauer informiert hättest würdest du wissen, dass die “Wilde Flamme” ein Sozialprojekt war und ist. Das bedeutet, dass alle Einnahmen die für dieses Projekt eingenommen wurden, komplett gespendet worden sind. Nur soviel zum Thema KOMMERZ;)

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