NAKED LUNCH liefern Soundtrack zum neuen österreichischen Film JACK

Am 18. September erscheint bei Tapete Records der von der Band Naked Lunch komponierte Soundtrack zum neuen österreichischen Film JACK (von der Regisseurin Elisabeth Scharang; u.a. mit Johannes Krisch, Corinna Harfouch und Birgit Minichmayr in der Besetzung). Der Soundtrack ist auf 500 Stück limitiert und erscheint als LP mit beiliegender CD.

Hier geht’s zur Homepage des Films JACK:
www.facebook.com/jackderspielfilm

Über den Film:
In einer Winternacht stirbt ein Mädchen, brutal zugerichtet und erfroren. Jack Unterweger wird für diesen Mord verurteilt. Als er nach 15 Jahren aus der Haft entlassen wird, avanciert der „Häfnpoet“ zum Frauenschwarm und Fixstern der Wiener Society. Kann sich ein Mensch grundlegend ändern? Oder bleibt ein Mörder immer ein Mörder? Elisabeth Scharang (Vielleicht in einem anderen Leben, Franz Fuchs – Ein Patriot) zeigt ein rasantes und eindringliches Psychogramm mit Johannes Krisch in der Titelrolle.

Die Regisseurin Elisabeth Scharang zur Musik:
Ich habe mit Naked Lunch schon für den Film über Franz Fuchs zusammen gearbeitet. Ich wusste, dass ich Oliver Welters Stimme für JACK brauche. Dass er die Emotionalität und die Zerrissenheit meiner Hauptfigur auf seine Art musikalisch übersetzen wird. Der Originalsoundtrack von Naked Lunch ist für mich ein eigenes Kunstwerk im Film; textlich und musikalisch macht die Musik Räume von JACK auf, die wir anders nie zu sehen bekommen würden.

Naked Lunch über das Projekt:
JACK war und ist ein einziger großer Glücksfall. Ein einziger großer Glücksfall für uns, die wir mit der Komposition der Musik, der Erstellung des Soundtracks zum Film beauftragt wurden. Ein einziger großer Glücksfall, weil sich für uns die Arbeit an der Musik für JACK als ein rein hedonistisch-lustvolles Tun gestaltete. Ein einziger großer Glückfall eben.
Eine Arbeit, gänzlich frei von möglichen, endlos anmutenden Diskussionen und etwaigen Zerwürfnissen, die immer dann passieren, die immer dann auftreten können, wenn das Filmteam — Regisseur, Editor und/oder Produzenten — dem noch stummen Film mögliche Mängel attestieren. Mängel etwa an der Geschichte selbst, Mängel an der Dramaturgie der Erzählung, Mängel an der gewollten Dichte einzelner Szenen und so weiter und so fort. Ist eben dies der Fall, dass Regisseur, Editor und/oder Produzenten dem noch stummen Film Mängel oder gar Schwächen attestieren, wird die Arbeit an der Musik zu einem solchen Projekt, zu einem solchen Film, keine hedonistisch Lustvolle, sondern ein zähes Ringen um jeden Zentimeter. Denn dann wird von der Musik verlangt, etwaige Mängel zu kaschieren, sie durch Klang und Ton ganz einfach vergessen zu machen. Dies aber funktioniert so gut wie nie. Die Musik, der Score, der Soundtrack für einen Film kann niemals etwaige Mängel, etwaige Versäumnisse des noch stummen Films übertünchen. Niemals. Und deshalb war und ist JACK für uns auch ein einziger großer Glücksfall, weil es durch Ton und Klang nichts zu übertünchen, nichts zu kaschieren und nichts zu verbessern gab.

Schon Elisabeth Scharangs Buch zum Film, schon die Erzählung selbst, der Plot, der Ton der Sprache, hatten es uns angetan. Die ersten Sichtungen abgedrehter Bilder — fordernd, dicht, einnehmend — der hervorragende Cast, die säuberlich ausgearbeitete Psychologie der Figuren, die exzellente Kameraarbeit sowie das schier grenzenlose Vertrauen von Autorin und Regisseurin Elisabeth Scharang in uns, in unsere Arbeit, haben es uns so einfach als möglich gemacht und eben JACK für uns zu einem wahren Glücksfall werden lassen, der uns uneingeschränkte Freiheit in der Wahl der möglichen Musik, in der Komposition und Produktion des Soundtracks gestattete.

Wir mussten uns nur noch raufsetzen auf die Bilder, uns einfach nur treiben lassen von der Erzählung, der Handlung, den Geschehnissen im Film. Ohne Wenn und Aber, ohne uns an Grenzen und dümmliche Regeln von Score zu halten, konnten wir werken und arbeiten wie wir wollten. Hedonistisch und lustvoll. Konnten und durften wir den Eröffnungsirrsinn des Films mit einem völlig kranken und überbordenden Musikstück wie „Weeping Dog“ noch irrsinniger gestalten, konnten und durften wir durch vermeintlich klassische, elektronisch gehaltene Score-Anleihen die Beklemmung einzelner Passagen des Films, im besten Fall noch verdichten, konnten und durften wir bei „The Sailor“ einen der wohl wenigen glücklichen und zufriedenen Tage im Leben der Filmfigur des Jack Unterweger akustisch dokumentieren, mehr noch, hierbei das Ruder einfach ungefragt übernehmen und konnten und durften wir am Ende des Films bei „Weeping Dog Schluss“ im Duett mit dem großartigen Hauptdarsteller Johannes Krisch laut und hysterisch sein, weil der Film es so verlangte. Bei diesem Soundtrack war für uns alles möglich, war uns alles gestattet.

„Macht nur“, hieß es. Und wir haben gemacht. Hedonistisch und lustvoll. JACK – für uns ein einziger großer Glücksfall.

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