PASCOW – „Diene der Party“

Am 28. Februar erscheint der fünfte Longplayer von Pascow auf Rookie Records in Kooperation mit Kidnap Music: „Diene der Party“. Was wie eine Veranstaltungsreihe für feierwütige Twens klingt, entpuppt sich gleich beim ersten Hören als zweifellos pascowesk. Deutschsprachiger Punkrock, schnell, hart, ehrlich und direkt. Gewachsene Qualitäten ausbauen, neue entdecken – so könnte man den Longplayer mit 15 Songs zusammenfassen. Wo in früheren Werken Texte stärker codiert wurden, stehen heute klare Aussagen im Mittelpunkt. Aus der Ahnung, dass irgendetwas nicht stimmt, scheint Gewissheit geworden zu sein und die Band selbst findet es heutzutage zweifelsohne spannender, dies auch eindeutig zu formulieren.

Diese musikalische Vertrautheit, der Sound, an dem wir Pascow seit mehr als fünfzehn Jahren unmittelbar erkennen, schlägt uns entgegen in Songs wie „Im Raumanzug“ oder „Die Realität ist schuld, dass ich so bin“ und trifft uns in „Verratzt“ geradezu mitten ins Gesicht. Ein Song, der mit einer Spielzeit von 30 Sekunden bereits zu Ende ist, bevor wir überhaupt realisieren konnten, wie uns geschehen ist. Und wer sonst spielt schon so unbekümmert mit Zitaten, egal ob deutschen oder englischen Ursprungs? Ein Beispiel aus „Im Raumanzug“: „I’m about to have a nervous breakdown. Mein Kopf tut schon weh und mein Bauch tut’s auch.“ Oder in „Castle Rock“, wo wir erfahren, wie alles anfangen und dann schiefgehen kann: „Hallo Darkness, my old friend, heute sind wir beide nett, du lebst schon immer auf Kredit und ich seit Jahren auf Rezept.“

Gleichzeitig begibt Pascow sich musikalisch auch auf ungewohnte Terrains. Der titelgebende Song klingt überraschend neu und anders verglichen mit dem ‚bekannten‘ Sound. Vor allem den stoisch treibenden Beat von Schlagzeug und Bass hinter den lauernden Gitarren und dem forderndem Gesang hat man so noch nicht von der Band gehört. Bei „Castle Rock“ scheut man sich dann auch nicht davor, alte Dance-Punk-Einflüsse mit wuchtigem Bass und kratzigem Gesang zu kombinieren. Überhaupt tritt bei dieser Produktion der Bass in den meisten Songs selbstbewusster in den Vordergrund, als er dies noch bei den letzten Produktionen getan hat. Nicht stehen bleiben, wie es Pascow selbst sagen: „Eines unserer Ziele war es, der Band ein weiteres Mal Neues abzugewinnen, ohne unsere musikalische Herkunft auch nur im Ansatz zu verwässern. Eben nicht „Alles muss kaputt sein“ neu aufnehmen, so schön die Platte auch war/ist.“ Das haben die Vier in jeder Beziehung umgesetzt. Dabei treffen die Texte teils in den Magen, teils ins Herz und manchmal auch einfach das zwinkernde Auge: „Ich hasse Blödheit, am meisten meine“, heißt eine Erkenntnis in „Fluchen und Fauchen“. Andeutungsreich geht es in „Unten am Fluss“ zu: „Ein letztes Hoch auf die Beschissenheit der Dinge … Nach San Francisco mit gar nichts in den Haaren. In einen Matrosen verliebt in Singapur.“

Diene der Party erscheint in drei Versionen: als CD im sechsseitigen Digipack mit Inside-Out-Cover und 20-seitigem Booklet. Als weißes Vinyl mit 20-seitigem Booklet aus schwerem Papier, bedruckter Innenhülle, Inside-Out-Cover und Download-Code und als ultimative Set-Box. Diese Box besteht aus 180-Gramm-Vinyl mit 20-seitigem Booklet aus schwerem Papier, Inside-Out-Cover und bedruckten Innenhüllen. Außerdem liegen der Box die CD und ein Download-Code bei. Das Highlight des Sets ist ein 80-seitiges Buch im LP-Fomat.

In diesem Buch finden sich die Songtexte, Live-Fotos von Kay Özdemir sowie Texte zu den einzelnen Songtiteln von verschiedenen AutorInnen. Dabei kannten die SchreiberInnen weder den fertigen Song noch die Lyrics, sondern lediglich den Titel ‚ihres‘ Songs und hatten völlig freie Wahl in der Ausgestaltung. Alle AutorInnen findet ihr in der folgenden Trackliste jeweils hinter dem Songtitel. Ein wirklich bunte Mischung aus Prosaischem, Absurdem und Ernsthaftem von der Kurzgeschichte bis zum Liedtext. Der Songtitel „Smells like twen spirit“ wurde im Dezember in einer Verlosung unter allen Pascow-Fans ausgeschrieben; die Wahl des Gewinners steht noch aus.

Tracks (in Klammern der/die Autor/in, der/die einen Text zum Titel verfasst hat):
1. Die Realität ist schuld, dass ich so bin (Alexander Gräbeldinger) I 2. Im Raumanzug (Hilmar Bender) I 3. Diene der Party (Christoph Parkinson) I 4. Lettre Noir (Andy Strauß) I 5. Fliegen (Frollein Klein) I 6. Fluchen und Fauchen (Jörkk Mechenbier) 7. Castle Rock (Falk Fatal) I 8. Verratzt (Chris Scholz) I 9. Zeit des Erwachens (Anne Maria Dillmann) I 10. Brief an Patti Smith (Bela B) I 11. Merkel Jugend (Jan Off) 12. Unten am Fluss (Dirk Bernemann) I 13. Smells like twen spirit (Ausschreibung noch offen) I 14. Zwickau sehen und sterben (Mika Reckinnen) I 15. Gespenster (Aline Mathieu)

Pascow sind: Alex Pascow – Gesang & Gitarre, Swen – Gitarre, Flo – Bass, Ollo Pascow – Schlagzeug

Pascow-Tour „Kurz vor Panik“:
07.03.14 Trier – Exhaus, Releaseparty
10.04.14 Dortmund – FZW, Bierschinken Festival
11.04.14 Hamburg – Hafenklang*
12.04.14 Hannover– Bei Chèz Heinz*
13.04.14 Wiesbaden – Schlachthof*
15.04.14 Osnabrück – Kleine Freiheit*
16.04.14 Kassel – Club A.R.M.*
17.04.14 Dresden – Groove Station
19.04.14 Berlin – Bi Nuu*
20.04.14 Leipzig – Zorro*
26.04.14 Köln – Gebäude 9*
* zu Gast: The Baboon Show

Infos im Überblick:
Interpret: Pascow
Titel: Diene der Party
VÖ: 28.2.2014
Format: CD, LP weiß + MP3, lim. LP-Box 180 g + CD + MP3 + Buch
Studio: Simon Jäger, Toolhouse Studio &
Kurt Ebelhäuser, Tonstudio 45
Produzent: Kurt Ebelhäuser
Label: Rookie Records & Kidnap Music
Verlag: Edition Rookie Publishing
Vertrieb: Cargo Records

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