Robert Palmer gestorben

Auch wenn er nicht gerade hundertprozentig in unsere Sparte fällt, hat Robert Palmer doch die 80er mitgeprägt. Von daher zollen wir ihm Respekt für sein Lebenswerk:
London (dpa) – Der britische Popsänger Robert Palmer («Addicted to Love») ist im Alter von 54 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Das teilte sein Manager Mick Cater in London mit. Zu Palmers Hits gehören «Simply Irresistible» oder «Some Guys Have All The Luck». Er sei während eines zweitägigen Paris-Besuchs am frühen Freitagmorgen im Hotel Warwick nahe den Champs Elysées gestorben.
Für «Addicted To Love» erhielt er einen Grammy. In dem Video dazu ließ Palmer 1986 übermäßig geschminkte Mannequins roboterhaft an Rockinstrumenten agieren, während er im Designer-Anzug am Mikrofon stand. Damit gelang ihm ein Kult-Video, das bei Musiksendern wie Viva und MTV oft gespielt wurde. Der Musiker war Mitglied der Rockband Power Station, die in den 80er Jahren bekannt wurde, und landete auch mit der Band UB 40 einen Hit.
Palmer war bekannt für seine enorme Vielseitigkeit: Von Blues und Big-Band-Klängen über Jazz, Samba, Funk, Pop und Techno beherrschte er alles – und als Trendsetter oft früher als die anderen. Er hatte vor kurzem auf einer Europa-Tournee sein neuestes Album, «Drive», vorgestellt und erst vor zwei Tagen in Nordengland einen Fernsehauftritt aufgezeichnet. «Wir sind schockiert und traurig, von seinem Tod zu hören», sagte ein Sprecher des Senders.
Palmer trat mit 15 Jahren seiner ersten Band bei. Mit 20 gab er seinen Job als Grafiker auf und zog nach London, um seinen Traum von einer Gesangskarriere zu verwirklichen. 1982 stieg er mit «Some Guys Have All The Luck» in die «Top 20» ein. 1986 erreichte er mit «Addicted To Love» Platz 6.
In den vergangenen Jahren lebte der Sänger mit seiner Partnerin in Lugano in der Schweiz. Mit seiner ersten Frau Sue, von der er 1993 geschieden wurde, hatte er zwei Kinder.

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