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100 DEMONS - s/t

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Artist 100 DEMONS
Title s/t
Homepage 100 DEMONS
Label DEATHWISH INC./ INDIGO
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Soll man der Bandinfo des Labels von 100 DEMONS Glauben schenken, setzen sich die Jungs aus Connecticut/ USA aus Leichenteilen von HATEBREED, DEATH THREAT, PUSHBUTTON und WARFARE zusammen und kommen über uns wie eine der apokalyptischen Strafen. Irgendwie hört sich die Kapelle, die sich vor 5 Jahren dem „CT Style Hardcore“ verschrieben hat, auch an, als wolle sie uns bestrafen („Punishing double bass and throaty vocals along with great production“). Das gelingt ihnen auch fast, sorgt doch ZEUSS himself (HATEBREED, SHADOWS FALL) für ein klares und straightes Mixing, Nachteil an der Sache: Man hört’s… Fans von HATEBREED werden 100 DEMONS lieben, schade nur, dass es schon so weit ist, dass jeder Producer seinen unverkennbaren Stempel aufdrücken muss! O.K., hätte van Gogh seine Werke nicht unterzeichnet, wüsste man nicht, von wem sie sind, aber ich schweife ab…

Ihr neuester Longplayer kommt schon mal sehr ansprechend daher und signalisiert in blutrot, wo es langgehen soll. Grafisch ist alles sehr asiatisch gehalten und ein japanischer Dämon begrüßt uns auf dem schnieken Pappschuber, der im ersten Moment auf ein Digipak schließen lässt. Nachdem der erste Sabber wieder vom Mund gewischt ist, stellt sich der Silberling doch als „Jewelcase-verpackt“ heraus, macht nix… Auf das Teil, CD raus, Player zu…..ab geht er, der Törminätor: Die recht fiese tieftönende Double Bass prescht auch schon nach kurzer Zeit aus den Boxen, tatkräftig unterstützt von Gitarre und Bass, dann das schon Hardcore-obligatorische Gegrunze… die Slowparts sind recht unmelodiös, wer Überraschungseffekte á la KILLSWITCH ENGAGE im Refrain erwartet, wird enttäuscht, eine aggressive Grundstimmung dominiert über die gesamte Länge. Die Vocals sind abwechslungsreich und gut dosiert, kein „jetzt ist aber mal gut“-Effekt… Der Gastsänger macht seinen Job auch ordentlich, es könnte zwar an manchen stellen weniger Gegrunze sein, sicher aber eine subjektive, persönliche Empfindung. Die Gitarren klingen gewohnt amerikanisch fett, kleine, fast zurückhaltende Solis erinnern uns daran, dass dies kein sinnloses und unbedachtes Geknüppel sein soll, erfolgreich wie ich finde. Zwar sind 9 Stücke echt wenig, diese gehen aber alle recht gut nach vorne und animieren zum Mitposen und Luftgitarre spielen.

Wer bis hier hin gelesen hat, interessiert sich auch für die Band, wer wissen möchte, mit wem er es zu tun bekommt: Pete Morcey (voc), Rich Rosa (drums), Jeremy Braddock (guit), Rick Brayall (guit solos), Erik Barrett (bass) und Bruce LePage (guest voc) sind die Musikanten namentlich aufgereiht. Das recht dünne Booklet versorgt uns mit allem, was wir wissen wollen, Texte (inkl. einer Menge böser F-Worte), ein Foto der Band und ihre Namen, was wollen wir mehr? Schließlich kommt es auf die Musik an, und die lässt den Kopf oft genug – gewollt oder nicht – gleichmäßig im Takt bangen. Was die Jungs können, wissen sie und Hardcore scheint für sie eine Passion zu sein… Wer auf oben genannte Szenegrößen abgeht, sollte ein Ohr bei 100 DEMONS riskieren!

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