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1000 GRAM - Ken Sent Me

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Artist 1000 GRAM
Title Ken Sent Me
Homepage 1000 GRAM
Label FIXE RECORDS
Leserbewertung
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7.8/10 (67 Bewertungen)

Mastermind bei 1000 GRAM ist der Berliner Moritz Lieberkühn, der mit der Schwedin Anna Roxenholt verheiratet ist. So wie die werte Gattin mit ihrer Band NEW FOUND LAND schwedische und deutsche Musiker zusammen geführt hat, setzt auch der Singer-/Songwriter auf bilaterales Joint Venture und hat sich für 1000 GRAM die Göteborger Mucker Alexander Simm (Gitarre & Keys), Jacob Öhrvall (Bass & Keys) und Joel Wästberg (Drums) ins Boot geholt.

Aufgenommen wurde das Debüt „Ken Sent Me“ allerdings in zwei extrem heißen Wochen in den Neuköllner Chez-Cherie-Studios. Im Ergebnis gibt es 13 Songs zu hören, die viel Herz und Individualität ausstrahlen. Nach Jahren an der Akustikklampfe hatte sich Moritz in Göteborg, der Heimatstadt seiner Frau, wieder an einer E-Gitarre zu schaffen gemacht und gemerkt, dass er wieder mehr Krach machen wollte, den er mit seinen drei Mitstreitern aber immer noch in den Grenzen gängiger Indie-Sounds geschehen lässt. So bleibt der treibende Opener „Bring You Lantern“ frei von fiesen Störgeräuschen und auch „Come Back To Me“ strahlt eine verspielte Aufgeräumtheit aus, die Spaß und Lust auf mehr macht. Mehr gibt’s mit dem leisen „Push Someone“ und dem nicht minder emotionalen „We Ain’t Waiting“, ehe „Cut Me Some Slack“ wieder Tempo aufnimmt und „That’s How We Love“ sich rhythmusbetont zeigt. Auch „Balls Resound“ setzt auf knackige Rhythmen, die dem warmen Gesang des Gitarre spielenden Fronters zur Seite gestellt werden. „The Sea“ schließt sich tanzbar an, während „Battle To Come“ mit einem dezenten melancholischen Unterton daherkommt und „Make A Move“ sich mit Leichtigkeit im Ohr festsetzt. Leise Synthie-Klänge eröffnen „Too Far From Reason“, das dann bald wieder Fahrt aufnimmt und vom markigen „I Don’t Think So“ abgelöst wird. Bleibt noch das gefühlsbetonte „Steps Into Unknown Territory“, mit dem die musikalische Reise nach einer abwechslungsreichen knappen Stunde endet.

1000 GRAM haben mit „Ken Sent Me“ ein Debüt abgeliefert, dem man das Herzblut, das in ihm steckt, anhört. Die Songs sind im Grunde unspektakulär, dabei aber vielschichtig und bringen die nötige Balance zwischen Eingängigkeit und dem gebotenen Maß an Ecken und Kanten mit, um auch nach mehrmaligem Hören noch interessant zu klingen.

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