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206 - Republik der Heiserkeit

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Artist 206
Title Republik der Heiserkeit
Homepage 206
Label ZICKZACK/ WHAT’SSOFUNNYABOUT
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.3/10 (3 Bewertungen)

206 – das sind Timm Voelker (Gesang, Gitarre, Texte), Leif Ziemann (Bass) und Florian Funke (Drums) aus Halle an der Saale. 2008 gegründet, haben sich die drei Herrschaften nach der Summe ihres gemeinsamen Körpergewichtes benannt und sind somit eher keine Schwergewichte. Wie es da mit ihrer musikalischen Gewichtigkeit aussieht, will das Trio mit seinem Debüt „Republik der Heiserkeit“ unter Beweis stellen. Immerhin blicken 2006 schon auf 70 Livekonzerte (u.a. als Support für TURBOSTAAT, THE FILMS und JOCHEN DISTELMEYER) zurück und wenn man den Presseinfos glauben darf, sind diese Gigs durchaus verstörende Veranstaltungen, was insbesondere in der Person von Timm Voelker begründet ist, der nicht nur die Texte stellt, sondern auch ganz eigene Vorstellungen von der Bühnenshow hat.

Musikalisch ist der Dreier irgendwo zwischen Indie, Punk, NDW und Elektro zuhause. Die Songs sind allesamt knackig kurz ausgefallen, es scheint, als seien die Jungs, die inzwischen allesamt in Leipzig zuhause sind, ziemlich in Eile. Entsprechend flott starten „Keine Sonne keine Cola“ und „Hallo Hölle“ durch, während „Goldjunge“ einen Moment braucht, um auf Tempo zu kommen. Jugendlich ungestüm schließt sich „Kratzer On The Top“ an, bevor „Silbermühle“ bluesige Töne anschlägt. „Der Junge von heute“ findet zu schrammeligen Klängen zurück, denen die wavig unterkühlte „Dauerwerbesendung“ folgt. „Blutig im Schnee“ zeigt sich rhythmusbetont und „Baader“ kracht unkontrolliert aus den Boxen, wohingegen „Erdbeerlounge“ im Stakkatotakt daherkommt. Ähnlich präsentiert sich „Borniert“; „Kältester Tag der Welt“ lässt die Langäxte von der Leine, bevor „Sachlich“ jaulende Gitarren mit abgedrehtem Schreigesang und coolen Rhythmen verbindet. Der Titeltrack „Republik der Heiserkeit“ beendet den Silberling nach gut 30 Minuten mit reduzierten Sounds, bei denen man zwar auf die eruptive Entladung wartet, die schließlich doch ausbleibt.

Das Album „Republik der Heiserkeit“ sollte der geneigte Musikliebhaber vielleicht besser zwei bis dreimal hören, damit man auch die Texte versteht, die maßgeblichen Anteil am 206-Ganzen haben. Musikalisch sind Ähnlichkeiten mit „frühen“ deutschen Bands wie ABWÄRTS oder den EINSTÜRZENDEN NEUBAUTEN nicht von der Hand zu weisen, was ja auch nicht weiter schlimm ist.

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