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2RAUMWOHNUNG - Lasso (Remixe)

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Artist 2RAUMWOHNUNG
Title Lasso (Remixe)
Homepage 2RAUMWOHNUNG
Label IT SOUNDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

Bei 2RAUMWOHNUNG ist es eine liebe Gewohnheit, von den eigentlichen Band-Alben auch eine Remix-Version zu veröffentlichen. Ein Jahr nach Erscheinen der Top-5-Scheibe „Lasso“ ist jetzt auch die Dancefloor-Version mit neun Remixen von acht Nummern des sechsten Longplayers und einer Neuauflage von „Ich bin der Regen“ vom „36 Grad“-Album des Berliner Pop-Duos in den Plattenläden. Dabei beackern Inga Humpe und Tommi Eckart das weite Feld der Clubhymen von House über Acid und Minimal bis hin zu Techno nicht allein, sondern versichern sich der Hilfe namhafter Dance-DJs und –Produzenten.

Den Anfang macht Paul Kalkbrenner, der sich des Hits „Wir werden sehen“ angenommen und immerhin auch das Grundgerüst des gelungenen Songs stehen gelassen und ein knapp zehn Minuten langes Groove-Monster erschaffen hat. Weiter geht’s mit Acid Trance aus dem Hause Robert Babicz (alias Rob Acid), der „Rette mich später“ einen Hauch von Acid verleiht. Derweil verfolgt der gebürtige Bremer DJ Thomas Schumacher (Elektrochemie LK) bei „Der letzte Abend der Welt“ einen streng minimalistischen Ansatz, den ich persönlich eher langweilig finde. Ähnliches gilt für Abe Duques „Angel of Germany“-Bearbeitung. Der New Yorker DJ zerhackt die Nummer in hibbelige Vocoder-Sounds und uninspirierten Piano-Sprengsel, die vermutlich nur mit entsprechenden bewusstseinserweiternden Substanzen im Blut nicht zum Gähnen animieren. Zum Schluss changiert das Stück noch ein wenig Richtung Schunkelnummer auf Techno-Basis, dann doch lieber die satten Synthies, die DJ Westbam „Body Is Boss“ verpasst hat. Nach dem koketten Charme klassischer Disco-Grooves geht es mit der spacig-unterkühlten Neuausrichtung des Titeltracks weiter. Hier war Tommi Eckart gemeinsam mit DJ Good Groove und Yapacc am Werke, ehe der Detroiter Blake Baxter eine weitere Alternative von „Rette mich später“ anbietet, die als kleines Bass-Monument daherkommt. Auch von „Wir werden sehen“ gibt es zwei Abmischungen. Für den zweiten Streich zeichnet der Bosnier Mladen Solomun verantwortlich, der mit dezenten Streichern auf Reduktion und Deep House setzt. Währenddessen sorgt 3phase bei „Und ich dreh“ für Elektro-Experimente, die Ingas weiblichen Vocals in männlichen Gesang verwandeln. Bleibt noch der Berliner Techno-Pionier Moritz von Oswald, der den „36 Grad“-Track „Ich bin der Regen“ im Ambient-Style zum extrem ruhigen Chill-Out-Song verarbeitet hat.

Ich will ehrlich sein: Mir gefallen die Originale deutlich besser. Zum einen sind selbige auf dieser Remix-Langrille viel zu sehr in den Hintergrund getreten und zum anderen ist ein Teil der Neuinterpretationen schlicht und ergreifend einschläfernd. Dann tanze ich doch lieber gleich zur hörenswerten Vorlage.

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