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4:25 TWINS - 4:25 Reasons

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Artist 4:25 TWINS
Title 4:25 Reasons
Homepage 4:25 TWINS
Label CAPITOL EAST ROAD RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.2/10 (17 Bewertungen)

Man hat es oft, dass etwas, das früher wirklich gut war, genommen wird, um etwas Neues zu kreieren, das ebenso gefällt. Nur zu oft geht das vor allem in der Musikindustrie aber auch total in die Hose. Seien es Cover-Versionen, bestimmte Musikelemente oder gar ganze Genres, zumeist sind die Totgesagten nicht umsonst tot und bleiben es oftmals auch lieber, bevor ein paar Kaugummikauende American Teens mit „Punk Is Dead“ Aufnähern auf ihren Hot Topic-Jäckchen anfangen, Punk-Musik zu machen und AVRIL LAVIGNE-Songs covern. Wenn es aber Bands schaffen alte Modelle aufzunehmen und diese gut umzusetzen, so ist das stets zu honorieren – gut gemacht 4:25 TWINS!

Aber Moment mal, was ist überhaupt los? Aaalso, ganz langsam und von Vorne, es geht um die vier Wiener Musiker von 4:25 TWINS, die gerade ihr Debütalbum „4:25 Reasons“ rausgebracht und damit mal eben in nur zehn Songs die Düsterclub-Atmosphäre von vor 20 Jahren eingefangen haben, um diese mit neueren, aber durchaus ehrwürdigen Elementen von heute zu paaren – ausgereiftere Technik 2010 sei Dank. Sie sind kühl, sie sind gleitend, sie sind stockduster und einfach nur grandios. Die Songs von 4:25 TWINS sind tanz- und hörbar auf ganzer Linie, verfügen über diesen ganz besonderen verführerischen Mittanz-Effekt, der wie eine direkte Aufforderung klingt sich in seine schwärzesten Klamotten zu schmeißen und von hier direkt zum Mond zu tanzen zu eingängigen, wavigen Klängen. Ein bisschen NEW ORDER, ein bisschen PROJECT PITCHFORK, ein bisschen SISTERS OF MERCY, ein bisschen Alt-Goth, ziemlich viel Alt-Industrial, der trotz seiner Angestaubtheit mehrere Stufen über heutiger COMBICHRIST-„F*ck-Me-Hard-And-F*ck-Me-Fast“-Attitüde steht.

Subtil, düster und einfach nur klassisch, so dass man geradezu sehnsüchtig darauf wartet, dass die heutige Clubszene mal einen Trend in eben diese ja eigentlich rückwärts gewandte Richtung nehmen könnte, weg von „Koprolalie“ und „I am a bitch, how do you want me…“, wieder hin zu „Red Eyes“, „Drown or Drain“ und „Heaven Can Wait“, wie es auf „4:25 Reasons“ heißt. Ein tolles, faszinierendes Stück Musik mit genau dem richtigen Maß an Inspiration und Neukreation.

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