| Artist | 40 BELOW SUMMER |
| Title | The Mourning After |
| Homepage | 40 BELOW SUMMER |
| Label | ROADRUNNER RECORDS |
| Leserbewertung |
Kann es denn sein, dass niemand mehr “Nu Metal” sein möchte? Ist der Begriff schon nicht mehr hip genug? Zu viele mittelmäßige Produkte? 40 BELOW SUMMER aus New Jersey/ New York verwahren sich jedenfalls auf ihrer Homepage dieser Schublade, schon eher sieht man sich als „Rock“ mit vielen anderen Stileinflüssen. „The Mourning After“ ist bereits das 2. Album dieser fünfköpfigen Truppe nach „Invitiation to the Dance“, welches hierzulande nur über dem Importweg erhältlich war und das erste für Roadrunner. Und auf dieses Label passt man auch perfekt, denn nach der Jägermeister Tour zusammen mit ILL NINO und COAL CHAMBER hat man sich auch musikalisch diesen Formationen noch mehr angenähert und… sie sind Nu Metal!
Der Sound der Amis ist leicht zu beschreiben: Abwechselnd aggressiver und hochmelodischer Gesang (vorzugsweise in den Refrains), harte Riffs und melancholische Rockpassagen, hier und da auch mal leichte Hip Hop-Anklänge. Wer jetzt LINKIN PARK schreit, liegt so falsch nicht, das Grundrezept ist dasselbe und auch deutlich massentauglicher als beim Debüt. Noch mehr erinnert man an das aktuelle ILL NINO-Werk, nicht umsonst veredelt deren Shouter Christian Machado das Stück „F.E.“. Damit ergibt sich für mich ein zwiespältiges Gesamtbild: Einerseits ist das ganz höchst professionell und mit Hingabe gemacht, andererseits besitzt man nur relativ wenig Identität, die sie aus einem ganzen Pool gleichguter Bands heraushebeln könnte. Allerdings gibt es auch viele schlechtere Bands, die das Wechselspiel Gut-Böse mit dem Pop-Refrain lang nicht so toll hinkriegen. Der Opener (gleichzeitig Single) „Self Medication“ sei hier empfohlen oder die beiden Pole des Albums, direkt nacheinander: „Better Life“ (Härte und Geschrei) – „Monday Song“ (Gefühl und Wärme).
Wer Anhänger der genannten Bands oder auch von P.O.D. ist, kann hier vollkommen unbeschadet zugreifen und erhält einen sehr akzeptablen Gegenwert mit leichtem Retortengeschmack, den man aber sicher mit einem Jägermeister hinfort spülen kann! Nach einer ca. 6 minütigen Pause befindet sich übrigens noch ein Bonustrack („The Day I died“) am Ende der Scheibe.

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