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6:33 & ARNO STROBL - The Stench From The Swelling (A True Story)

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Artist 6:33 & ARNO STROBL
Title The Stench From The Swelling (A True Story)
Homepage 6:33 & ARNO STROBL
Label WAFFLEGATE PRODUCTIONS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.3/10 (4 Bewertungen)

“I Should Have Known Her Name Was Boogie” heißt es im Opener von “The Stench From The Swelling (A True Story)”, dem neuen Album der Franzosen 6:33, und damit auch gleichzeitig die Fortführung der Zusammenarbeit mit ARNO STROBL, Eingeweihten unter Umständen bekannt von CARNIVAL IN COAL.

Ich für meinen Teil hätte mich wohl im Vorfeld dieser Rezension etwas besser informieren sollen, worauf ich mich da schon wieder einlasse. Das hätte mir möglicherweise die eine oder andere hysterisch-bekloppte Gesichts- und Körperentgleisung erspart. Denn was die Pariser Freaks hier aufs Parkett legen, geht schon im bereits zitierten und auch so betitelten ersten Song stark in Richtung Weltreise. Und wir reden hier von einer getanzten Reise. Wähnt man sich im ersten Moment noch in der Kaffeehausszene des Montmartré der 50’er Jahre, findet man sich im nächsten Moment im Proberaum von FAITH NO MORE bei den Songwriting-Sessions zum kommenden „Epic“-Album wieder. Im Nebenraum zockt DEVIN TOWNSEND (mit dem waren 6:33 tatsächlich auf Tour) etwa 15 Jahre später. Zwischendurch gibt es richtig schön fluffige Alternative-Riffs, eine Menge Jazz- und Art Rock-Harmonien, SYSTEM OF A DOWN – Momente, und spätestens gegen Ende des Titelsongs „The Stench From The Swelling“ ist ein epischer Höhepunkt der Ästhetik erreicht. Und weil man ja schließlich komplett wahnsinnig ist im Hause 6:33, saust man direkt den Abhang hinunter in den Strudel des 80’er-Pop, inklusive der entsprechenden Keyboard-Sounds. Erschreckenderweise klingt sogar das kompetent und so verdammt cool, dass man danach auch, als Punk verkleidet, Johann Sebastian Bach den Hintern versohlen darf, im Blastbeat, wenn es sein muss. Moment: Blastbeats? Ja klar, aber nur mit Swing! Aber dann auch ganz fix direkt INTO ETERNITY, Ladies and Gentlemen! Noch Fragen? Ach ja, der beeindruckend großartige ARNO STROBL. Der singt. Und growlt. Und spricht. Und er klingt nicht wie Mike Patton. Aber wie sein… sagen wir… Cousin. Beide „leiden“ jedenfalls ganz offensichtlich unter der gleichen Manie.

„Baby, that’s not Rock n’ Roll“ heißt es irgendwo im Verlauf der extrem kurzweiligen 50 Minuten des Albums. Stimmt, das ist eher Fusion für Metal-Fans. Vielleicht ist das Manchen zu hektisch, zu anstrengend oder aber auch einfach nur zu viel des Guten, auch ich kann mir so etwas sicher nicht den ganzen Tag lang anhören. Fest steht aber, 6:33 & ARNO STROBL sind begnadet und „The Stench From The Swelling (A True Story) ist ein verdammtes Feuerwerk. Chapeau!

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