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’68 - Give One Take One

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Artist ’68
Title Give One Take One
Homepage ’68
Label COOKING VINYL
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Der eine oder andere wird Josh Scogin noch als Sänger der christlichen Hardcore-Kapelle NORMA JEAN oder aus seiner Zeit am Mikro der Mathcore-Band THE CHARIOT kennen. Kurz nach deren Auflösung schlug 2013 die Geburtsstunde von ’68, einer Noise-Punk-Combo, die live von Nikko Yamada komplettiert wird. Zu zweit stellen die Herrschaften unter Beweis, wie viel Lärm man mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Tasten und Pedalen machen kann. Kurz nach der Gründung erschien bereits die erste EP, ein Jahr später das Langspiel-Debüt „In Humor And Sadness“, 2017 folgte das Album „Two Parts Piper“ und im letzten Jahr waren die Jungs bei Grammy-Preisträger Nick Raskulinecz (FOO FIGHTERS, RUSH, ALICE IN CHAINS) im Studio, um die EP „Love Is Ain’t Dead“ aufzunehmen. Die coronabedingte Tour-Pause nutzen ’68 dann gleich noch für eine weitere Full Length, die den Namen „Give One Take One“ erhalten hat.

Dass die Herren aus Atlanta, Georgia keine Gefangenen machen, beweisen sie gleich mit ihrem druckvollen Opener „The Knife, The Knife, The Knife“, der sich bei aller Wucht Zeit lässt und auch das nachfolgende „Bad Bite“ setzt nicht auf Tempo, sondern wummernde Garage-Beats. „Nickels And Diamonds“ kann sich dann allerdings nicht mehr zurückhalten und drückt mit noisigen Versatzstücken aufs Gas. Fast könnte man meinen, es bei ’68 mit der räudigen, schlecht beleumundeten Verwandtschaft der BLACK KEYS zu tun zu haben. So in Stimmung gekommen, geht auch das schrammelige „What You Feed“ aufs Ganze, ehe „What You Starve“ eine Schippe Coolness drauflegt und „The Silence, The Silence, The Silence“ mit allerlei Dissonanzen den Titel eindeutig Lügen straft. „Life And Debt“ poltert und rumpelt sich gekonnt in des Hörers Herz, während „Lovers In Death“ mit knackigen Riffs eine härtere Gangart einschlägt. „Nervous Passenger“ grummelt noisig vor sich hin, bevor das finale „The Storm, The Storm, The Storm“ sich als alles andere als ein laues Lüftchen entpuppt.

Irgendwo zwischen Noise, Punk und Alternative lassen ’68 auf „Give One Take One“ nichts anbrennen und zeigen sich von einer ebenso rauen wie dynamischen Seite. Der Sound vereint jede Menge Groove, lärmenden Noise und brachiale Leidenschaft.

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