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A-HA - Foot of the Mountain

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Artist A-HA
Title Foot of the Mountain
Homepage A-HA
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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6.7/10 (7 Bewertungen)

A-HA genießen auch im 27. Jahr ihres Bestehens als einflussreiche und prägende Popband gleichermaßen hohes Ansehen bei namhaften Musikerkollegen wie bei ihren Fans. Erstaunlich, waren sie doch in den 90ern jahrelang nahezu von der Bildfläche verschwunden. 1984 stiegen sie mit ihrem Hit „Take on me“ kometenhaft auf und setzten sich mit der innovativen Umsetzung des Songs gleich an die Spitze des noch jungen Genres Musikvideo. Dort nehmen sie mit ihrem Clip auch 25 Jahre später noch eine der vorderen Ränge ewiger Bestenlisten ein. 2000 gelang ihnen nach einigen Jahren Funkstille ein passables Comeback, nach 20 Jahren Zusammenarbeit wechselten sie 2004 von der WEA zu Universal.

Nun erscheint ihr 9. Studioalbum „Foot of the Mountain“, das vor allen Dingen durch seine selbstbewusste Gelassenheit und Frische überzeugt. Es klingt zwar typisch A-HA, aber trotzdem wieder anders als seine Vorgänger. Die ersten Titel sind geprägt von beschwingtem Synthie-Pop, der nur eins im Sinn zu haben scheint: Gut zu unterhalten; und das ohne all zu schnelle Abnutzungserscheinungen. Das Händchen für schöne Melodien ist den drei Norwegern genauso wenig abhanden gekommen wie Mortens Stimme noch immer über gleichbleibend einschmeichelnde Qualitäten verfügt, und so machen es sich Songs wie „What there is“ und die Single „Foot of the mountain“ gleich im Ohr bequem. Nach diesen positiven Vibes darf das große Gefühlskino natürlich nicht fehlen. „Shadowside“ schafft es ähnlich wie einst „Hunting high and low“ hemmungslos Melancholie zu verströmen. Kitschig? Vielleicht, aber selbst der Kitsch hat bei A-HA Klasse. Zum Ende der insgesamt 10 Songs wird es gemäßigt rockiger, gesellen sich Gitarre, Bass und Drums zu den Synthie-Flächen und Hall-Effekten und sorgen für Drive und Biss. Der letzte Titel „Start the simulator“ kann getrost als Verbeugung vor Musikern wie den EVERLY BROTHERS gedeutet werden (man denke dabei auch an die 1990er Coverversion von „Crying in the rain“), die angesichts der zeitgemäßen Umsetzung harmonischen Satzgesangs begeistert sein dürften.

Nachdem mich das diese Tage erschienene aktuelle SIMPLE MINDS Album schon von den Altersqualitäten der Heroen meiner Jugend überzeugen konnte, gesellt sich nun mit „FOTMn“ ein weiteres hinzu. Und ich finde immer weniger Gründe, warum es weh tun sollte, wenn ich bald 40 werde…

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