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A LIFE ONCE LOST - Iron Gag

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Artist A LIFE ONCE LOST
Title Iron Gag
Homepage A LIFE ONCE LOST
Label FERRET
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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3.0/10 (4 Bewertungen)

Schon erstaunlich, welchen Druck und Atmosphäre heimische CD-Spieler und entsprechende Lautstärkebeschaller umsetzen können. Von solchen HiFi-Anlagen profitieren Bands wie A LIFE ONCE LOST nämlich – den entsprechenden Subwoofer vorausgesetzt, kann man den Umbau seiner eigenen vier Wände auch ohne schweres Gerät vorantreiben. Die Band aus Philadelphia ist keineswegs ein Philharmonikorchester sondern spielt in der ersten Frontsäueliga. So finden sich auf „Iron Gag“ fetteste Live-Rock-Power und ein einmaliges Hör-/ Staunerlebnis wieder.

Wer im Gegensatz zu mir noch Haare auf dem Kopf hat, darf sich schon bei „Firewater Joyride“ über eine neue Sturmfrisur in feinster THE DILLINGER ESCAPE PLAN Manier freuen. Von der ersten bis zur letzten, immerhin über 11 Tracks reichenden, Sekunde stampft man euer Trommelfell ein und lässt mittlere Erdbebenstärken durch die Tieftöner poltern. Das fünfte Album profitiert deutlich vom Mitwirken des LAMB OF GOD Mind Randy Blythe, welcher z.B. „The Wanderer“ zu einer stimmungsgeladenen Brillanz zwischen Progrockhymne und bösartigem Death-Metal-Wahnwerk verholfen hat. In Titeln wie eben jenen fühlt man sich in guter Gesellschaft, erinnert an OPETH und staunt über Robert Meadows tiefschürfendes Organ. Kurz vor den Magensäften drückt er sich noch einen Growl aus der Zwerchfellregion, bestellt furchend seine Textäcker und zieht nicht selten die Aufmerksamkeit vollends auf sein wohl trainiertes Organ. Schade eigentlich, man ist versucht solch grandiose Instrumentalsoli wie das Riffstakkato von „With teeth“ nicht so hoch zu bewerten, wie es eben jenes eigentlich verdient hätte. Solche Fill-ins sind ein Stilmerkmal, das man bei A LIFE ONCE LOST jedoch öfters zu hören bekommt und eine willkommene Abwechslung zu dem stetig treibendem Hardcore-Metal-Sound sind. Leider ist’s aber sonst mit der Abwechslung nicht hoch her, „Ill will“ bleibt der einzige Beleg, weshalb sich die Band selbst gern im Genre „Technical Groove Metal“ sieht. Die polternden Synthiedrums zu Beginn verkünden den Einzug der Groove-Rhythms in die Speed- und Crack verseuchte Arena.

A LIFE ONCE LOST stürmen mit „Iron Gag“ sicherlich nicht nur meine heimischen Hallen. Dafür wäre dieses brachial auf die 12 gebende Ungeheuer auch viel zu schade. Selten wurde Arsch-abrocken so stimmungsgeladen auf CD eingefangen wie hier. Man kann nur gratulieren und sieht wohlwollend verschwitzt über kleinere Schwächen, wie kaum vorhandene Abwechslung und den anhaltenden Piepston im Gehör hinweg.

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