Band Filter

A PALE HORSE NAMED DEATH - And Hell Will Follow Me

VN:F [1.9.22_1171]
Artist A PALE HORSE NAMED DEATH
Title And Hell Will Follow Me
Homepage A PALE HORSE NAMED DEATH
Label STEAMHAMMER/ SPV
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (2 Bewertungen)

Bei A PALE HORSE NAMED DEATH handelt es sich sozusagen um das who-is-who der schon immer äußerst fruchtbaren Musiker-Neighbourhood aus Brooklyn, New York. Unter der Führung von Sal Abruscato versammeln sich hier diverse Protagonisten aus dem Dunstkreis von LIFE OF AGONY (Keith Caputo inklusive), TYPE O NEGATIVE bzw. SEVENTH VOID und sogar BIOHAZARD und lassen die althergebrachte Verwandtschaft im Sound der genannten Bands, die gerade in deren jeweiligen Anfangszeiten besonders prägnant war, erneut aufleben.

So denkt man denn auch, nachdem im Intro der Todesgaul hechelnd, als wäre der Teufel selbst hinter ihm her, heran galoppiert gekommen ist, an eine Art TYPE O NEGATIVE-Tribute. Nicht ganz so langsam und natürlich ohne den wölfischen Nihilismus eines Peter Steele, aber dennoch unverkennbar. Dann plötzlich ein Aufhorchen, als man sich bei „To Die In Your Arms“ plötzlich viele Meilen nach Westen versetzt wähnt und ALICE IN CHAINS mit Schwung die Türe eintreten. Das ist irgendwie ungewöhnlich, passt aber interessanterweise ins Bild. Ein wenig mutet „And Hell Will Follow Me“ wie eine Mischung aus Allem an, was in den letzten zwei Jahrzehnten im Bereich der düsteren und/ oder melancholischen amerikanischen Rockmusik passiert ist, allerdings ohne den psychotischen Tiefgang der einzelnen Vorbilder bzw. ursprünglichen Betätigungsfelder der werten Herren zu erreichen. Bitte nicht falsch verstehen, A PALE HORSE NAMED DEATH klingen dennoch keineswegs seicht, sondern teilweise sogar regelrecht mitreißend, wie zum Beispiel in „Cracks In The Walls“, was wohl vor allem an dem kräftigen Gesangsorgan von Abruscato liegt, welches der Musik eine sehr rockige Attitüde verleiht. An diesem Punkt erinnert das Album ein wenig an die Norweger AUDREY HORNE, sowohl stimmlich als auch vom grundsätzlichen Approach, was durchaus spannend ist.

Als Hobbykoch möchte ich es einmal so formulieren: „And Hell Will Follow Me“ ist wie eine gut durchgegarte Reispfanne, die aus leckeren Zutaten besteht, in ihrer Konsistenz zuweilen etwas matschig ist, aber alles in allem eben doch durchaus schmackhaft, besonders dann, wenn der Probant auf das eine oder andere extra-knackige Riff beißt, wie zum Beispiel im formidablen „Serial Killer“. Zum Abschluss gibt es noch einmal die richtige TYPE O NEGATIVE Keule in Form des besten Songs des Albums „Die Alone“. Und damit ist dann irgendwie auch alles wieder gut und man freut sich, dass man auch 2011 nicht auf seine alten Helden verzichten muss, auch wenn sie nicht auf dem absoluten Zenit ihres Schaffens sind.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

A PALE HORSE NAMED DEATH - Weitere Rezensionen

Mehr zu A PALE HORSE NAMED DEATH