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A PLACE TO BURY STRANGERS - Worship

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Artist A PLACE TO BURY STRANGERS
Title Worship
Homepage A PLACE TO BURY STRANGERS
Label DEAD OCEANS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.4/10 (26 Bewertungen)

A PLACE TO BURY STRANGERS haben eine ganz eigene Vorstellung davon, wie Musik im Jahr 2012 klingen muss. Eingefangen haben die New Yorker Noise-Rocker, die seit 2003 Krach machen, ihre aktuellen Visionen auf ihrem dritten Longplayer „Worship“, auf dem jeder einzelne Ton von Oliver Ackermann(Git./ Voc.), Dion Lunadon (Bass) und Jay Space (Drums) und ihren eigens für die Songs gebauten Werkzeugen stammt. Klingt schräg?

Ist es auch und gleichzeitig unglaublich fesselnd. Gleich mit dem eröffnenden „Alone“ gibt’s ordentlich was auf die Fresse: Gitarren als Düsentriebwerke, Gitarren als geisterhafte Elektronik, Gitarren als eine Macht, die einem die Füllungen aus den Zähnen katapultiert. Von Kompromissen kann da wirklich nicht dir Rede sein und die gibt es auch nicht beim unterkühlten Synthie-Hypnotisierer „You Are The One“, der mit noisigem Beiwerk nicht spart, ehe „Mind Control“ wieder in die brachialen Vollen geht. Gefangene werden nicht gemacht und die Anleihen beim 80er-Jahre-Goth mit allerlei Effektboard-Verzerre aufgebrezelt. Beim Titeltrack „Worship“ trifft derweil Shoegaze auf kalkuliertes Chaos und „Fear“ lässt sich gehörig Zeit, um auf Touren zu kommen. Dass es nach dem Aufwärmen erst recht amtlich zur Sache geht, versteht sich von selbst und gelingt einmal mehr bestens. Psychedelisch anmutend schließt sich „Dissolved“ an und lässt für einen Moment vergessen, dass wir es bei APTBS mit der lautesten Band des Big Apples zu tun haben. Dank der flirrenden Störgeräuschen von „Why Can’t Cry Anymore“ vermag man sich den lautstarken Live-Vortrag des Trios jedoch hervorragend vorzustellen und hätte nichts gegen einen schweißtreibenden Gig mit dem flotten Dreier, der auch mit „Revenge“ erneut amtlich was auf die Mütze gibt. Die Drums treiben „And I’m Up“ im Weiteren zügig nach vorn und finden ihre jaulende Unterstützung in den Schrammelgitarren, die den coolen Gesang der eingängigen Nummer begleiten, während „Slide“ gar einen Hauch Fernost ins Geschehen bringt. Süß-verträumt klingendes Finger-Picking trifft auf entrückte Vocals und schafft so einen ganz eigenen Klangkosmos, dem am Ende mit „Leaving Tomorrow“ noch einmal durch den Verzerrer gejagte Instrumente im Geschwindigkeitsrausch folgen.

A PLACE TO BURY STRANGERS sind im positiven Sinne mit einer wahrlich imposanten Abrissbirne unterwegs. Da wird ohne Wenn und Aber abgeholzt, was im Weg steht und gleichzeitig eine musikalische Klanglandschaft erschaffen, die alles andere als monoton oder einfallslos ist. „Worship“ geht seinen eigenen Weg und der ist verschlungen und wunderbar abenteuerlich.

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