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A SILENT EXPRESS - Now!

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Artist A SILENT EXPRESS
Title Now!
Homepage A SILENT EXPRESS
Label 8BALL MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (9 Bewertungen)

In Zeiten, in denen die Chartstürmer HURTS viele von uns in Versuchung führen, ihren zugegebenermaßen sehr verführerischen Klängen anheim zu fallen, muss es ja Nachahmer geben. A SILENT EXPRESS sei zugutegehalten, dass sie es zumeist auf eine eher dezente Art und Weise versuchen und ganz nebenbei den Stadion Rock der letzten THE KILLERS-Scheibe kopieren. Unter dem Banner des New Wave ist selbstverständlich so einiges erlaubt – eigentlich gar unerträgliche Schmonzetten werden mit poppigen Melodien/ arschcooler Attitüde aufgewogen und blenden penetrant ihre Hörer. Das kann natürlich auch gutgehen und wenn der eine oder andere vielleicht schon immer gerne DURAN DURAN gehört hat und unseren beiden Helden um HURTS („Und das Lamm schrie HURZ!“) etwas abgewinnen kann, dann klappt’s vielleicht auch mit den vier Nachbarn. In den Niederlanden scheint es jedenfalls Menschen zu geben, die dank ihrer Kaufkraft Rik Annema (Gesang), Henk Jan Kooistra (Keyboard), Dirk Sander Kooistra (Bass) und Sanne Meems (Schlagzeug) in die Charts befördern mochten.

Auf einige Songs soll allerdings noch eingegangen sein, beginnen wir also mit dem dritten namens „Come Baby Come“. Zum ungemein geistreichen Titel wird eh besser geschwiegen und zu der Art Indie-Disco, der sich nah am Schlager bewegt, besser auch. Eine einzige Reminiszenz an alles, was in den letzten Jahren im alternativen Lager die Kasse füllen konnte, gepaart mit Stadion Rock und ABBA-Rhythmik. Das folgende „Who Are You“ mag diese These nur zu gerne unterstreichen, Dankeschön! Soul der schmierigen Sorte (selbstverständlich im Wave-Gewand dargeboten) hält „Catch You For A Ride“ bereit, wie ihn FAITH NO MORE während ihres lange anhaltenden Todeskampfes nicht halbgarer hätten servieren können. Zwischenzeitlich gibt es zwar einige Lichtblicke zu verzeichnen, aber irgendwann hat „Now!“ jeden mürbe gedudelt und ein wenig milde gestimmt. Meine Stimmungslage konnte sich auch wieder ein wenig bessern, anfangs war ich noch etwas aufgebracht, ob der Dreist-und Einfallslosigkeit des Quartetts, mittlerweile belustigt mich dieses Album eher.

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