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A SPELL INSIDE - Autopilot

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Artist A SPELL INSIDE
Title Autopilot
Homepage A SPELL INSIDE
Label SCANNER/ DARK DIMENSIONS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.7/10 (3 Bewertungen)

Alle 5 Jahre ein neues Album von A SPELL INSIDE. „Vitalizer“ 2004 – „Loginside“ 2009 – „Autopilot“ 2014. Bevor ich nun anfange, übers Älterwerden zu sinnieren, was mir möglicherweise meine gute Laune ruinieren könnte, widme ich mich doch lieber dem neuesten Output aus dem Hause Roeder/ Kirchmeyer/ MarCell (der live das Line Up komplettiert). Während die Welt um uns herum sich in immer schnelleren technologischen Schleifen dreht, bleiben A SPELL INSIDE eine musikalische Konstante. Treibender Electro Pop, fast ausschließlich deutschsprachig gehalten und von einer der besten Szene-Stimmen gekrönt. Roeders markantes Organ ist nach wenigen Sekunden identifizierbar. Love it or hate it but don’t ignore…

Dafür dass mich in den letzten Jahren nur noch wenige Electro Releases fasziniert haben und im Grunde genommen hier NULL Innovation geboten wird, kann mich die Scheibe erstaunlich schnell in ihren Bann ziehen. Vielleicht weil man sich sofort heimisch fühlt, die Beats überwiegend treibend (aber nicht zu hart) und die Melodielinien einprägsam (aber nicht anbiedernd) ausfallen. Weil man sich zurückversetzt fühlt in eine Zeit, in der noch DER SONG von Bedeutung war – und kein Image, keine Maskerade und kein Posertum. Zudem wirkt die Produktion frisch und klar, viele kleine Details und Soundschichten lassen an der Professionalität der Combo keinen Zweifel aufkommen. Dafür ist man einfach zu lange – seit 1989 – im Geschäft. Der Opener „Frei Sein“ ist gleichzeitig die Single und auch der absolute Höhepunkt der Tracklist. Ein richtiger Hit ist ASI hier gelungen, den man immer wieder mitsingen möchte und der natürlich auch inhaltlich voll zu unterstützen ist. „Mein Weg“ knüpft in bester Manier daran an, während „Kampfbereit“ auf Position 3 ein wenig „beatiger“ daherkommt – passend zum Titel. Hier fällt allerdings zum ersten Mal auf, dass die Texte nicht unbedingt immer richtig Sinn machen und ein paar Reime sich eben reimen… aber auch nicht mehr. In der angelsächsischen Variante fällt so etwas eben weniger auf, dennoch Respekt für die Verwendung der Muttersprache. Das IST eben A SPELL INSIDE 2014 und die etwas peinlicheren lyrischen Momente sind doch noch stark in der Unterzahl. Früher gönnte man sich einen deutschsprachigen Song pro Platte, jetzt geht man eben „invers“ vor. Den Schluss markiert mit „Thorns“ diese sprachliche „Ausnahme“ und lässt allein dadurch aufhorchen, während man im letzten Drittel ein wenig an Aufmerksamkeit verliert. Die Qualität jedes einzelnen Tracks stimmt, das Bemühen um Abwechslung in einem relativ eng gesteckten Rahmen ist ebenso erkennbar, dennoch kommt eine gewisse Gleichförmigkeit auf.

Doch das soll die Leistung des Trios nicht schmälern, das insgesamt mehr als gut unterhält. Die Stimme allein ist bereits die halbe Miete, die sehr gute Produktion, welche klassischen Charme in die Jetztzeit transferiert tut, ihr Übriges, um den „Autopilot(en)“ in Richtung „Synthie Pop Highlight 2014“ zu programmieren. Für zuhause(träumen) und die dunklen Clubs (tanzen) bestens geeignet!

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