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A TOYS ORCHESTRA - An Introduction To…

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Artist A TOYS ORCHESTRA
Title An Introduction To…
Homepage A TOYS ORCHESTRA
Label URTOVOX
Leserbewertung
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4.0/10 (3 Bewertungen)

Italien ist ja nun nicht unbedingt für seine begnadeten Indie-Bands bekannt, da freut es die Frau Rezensentin besonders, wenn aus dem Land von Pizza, Pasta & Gelato Mucke über die Alpen kommt, die aufhorchen lässt. So geschehen mit A TOYS ORCHESTRA, einer vierköpfigen Kapelle aus dem südlichen Teil des Stiefels, die 1998 das Licht der Welt erblickt hat. Von der Urbesetzung sind noch Enzo Moretto (Gesang, Gitarre & Tasten), Ilaria D’Angelis (Gesang, Bass, Tasten & Gitarre) sowie Raffaele Benevento (Bass, Gitarre & Backgroundgesang) dabei; seit 2005 sitzt Andrea Perillo hinter der Schießbude. Fünf Longplayer hat der Vierer seit 2001 veröffentlicht, von den letzten vier Platten haben die Herrschaften 15 Tracks ausgewählt, um ihre Musik, die ihre Verwandtschaft ebenso im Ami-Alternative wie und Brit-Pop sucht, einem breiteren Publikum bekannt zu machen.

Den Anfang macht der Titeltrack des 2011 erschienenen Albums „Midnight Revolution“, der auch als Single ausgekoppelt wurde. Die Mucke macht gute Laune und präsentiert sich abwechslungsreich. So wird beim folgenden, zunächst deutlich ruhigeren „Invisible“ („Technocolor Dreams“ – 2007) ein Tasteninstrument bemüht, bevor beim scheppernden „Summer“ (2010 auf „Midnight Talks“ erschienen) die Rhythmusfraktion in den Mittelpunkt rückt. Beim „Peter Pan Syndrome“ (Cucklo Boohoo“ – 2004) geht’s währenddessen verspielter zur Sache. Darf man die Songauswahl als Maßstab zugrunde legen, war „Technocolor Dreams“ zurückhaltender als die übrigen Silberlinge. Zumindest trifft diese Aussage auf das emotionale „Powder On The Words“, die Pianoballade „Letter To Myself“, die-Akustik-Gitarren-Nummer „Ease Off A Bit“, das Blumenkinderliedchen „Mrs. Macabrette“ und das ebenfalls in den Seventies beheimatete „Bug Embrance“ zu. Auch das rhythmusbetonte „Celentano“ klingt ein wenig retro, bevor mit „Plastic Romance“ zur dramatischen Indie-Oper gerufen wird. Flirrende Elektronik begleitet derweil „Panic Attack #1“ von der zweiten VÖ aus 2004, ehe es mit „Welcome To Babylon“ neue, flotte Töne auf die Mütze gibt. Den „Elephant Man“ umschließt am Klavier eine Hauch Schwermut und auch das finale „Late September“ versteht sich auf melancholische Melodien, die erneut der letzten Langrille entnommen sind.

Aktuell arbeiten die Herrschaften an ihrer sechsten Scheibe; wer sich zwischenzeitlich mit dem Sound von A TOYS ORCHESTRA vertraut machen möchte, ist mit „An Introduction To…“ zweifellos gut beraten. Kinderkram liefert das italienische Spielzeugtheater nämlich nicht ab. Stattdessen gibt es solides Handwerk und eine gesunde Mischung aus Pathos und Party.

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