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ABLE BAKER FOX - Voices

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ABLE BAKER FOX
Title Voices
Homepage ABLE BAKER FOX
Label ARCTIC RODEO RECORDINGS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.0/10 (2 Bewertungen)

Eigentlich war’s nur ein Telefonat, bei dem es um Baseball ging und weil das Leben nun einmal manchmal seltsame Wege geht, wurde daraus zunächst ABLE BAKER FOX und ein Jahr später „Voices”. Natürlich waren die vier Herrschaften hinter ABF bereits vorher in Sachen Musik unterwegs und mussten nicht bei Null anfangen, was man zweifelsohne auch dem satten Sound der Amis anhört.

Mit Ben Reed, seinem Bruder Mike und Nathan Ellis sind gleich drei Mikros besetzt, ansonsten kümmern sich die drei um die Langäxte, während Jeff Gensterblum hinter der Schießbude für den passenden Post-Punkrock-Rhythmus sorgt. Gleich der Opener „October“ rumpelt und kracht ganz wunderbar aus den Boxen und auch das folgende „Stuttering“ gefällt mit knackigen Gitarrenriffs, die auf angenehme Art und Weise anecken, sich aber auch mal dezent zurückziehen können. „What Doesn’t Kill You“ zieht unheilverkündend düster am Horizont auf und entlädt sich alsbald wie ein reinigendes Gewitter. Bassbetont schließt sich „Twenty Centuries“ mit krachenden Gitarrenwänden und kraftvollem Gesang im Midtempo an, bevor mit „Face On Fire“ die Geschwindigkeit anzieht und vertrackte Melodien das Sagen übernehmen. Ganz anders präsentiert sich „Blind Writer“, das gleich zwei Gänge zurückschaltet ohne jedoch den Postrock-Druck rauszunehmen. Mit „Palindramatics“ geht’s flott weiter und auch „Folding Pocket Blades“ gniedelt sich mit hohen Umdrehungen und fetten Stakkato-Sounds ins Hirn des geneigten Hörers. Etwas eingängiger aber keinesfalls eintöniger kommt „Dead Space“ um die Ecke, um vom treibenden „Brand New Moses“ abgelöst zu werden. Bleibt noch „Whispering“, das – anders als der Titel es vermuten lässt – sich keinesfalls mit zartem Flüstern begnügt. Hier gibt’s noch mal was auf die Postpunk-Mütze, dann ist nach etwa einer halben Stunde die Indie-Dampfwalze auch schon durch.

Wer auf ebenso mitreißenden wie anspruchsvollen bzw. vertrackten Post-Punkrock steht, kann zu „Voices“ ganz hervorragend die Faust in den Himmel recken und in rhythmische Bewegungen verfallen. Standesgemäß erscheint das Album auf Vinyl und CD und in der Tradition von Arctic Rodeo Recordings wird es wieder farbiges Vinyl sein, wie immer von Hand nummeriert und diesmal im handgemachten Siebdruck-Cover. Die CD kommt derweil im sechsseitigen Metallic-Look-Digifile raus. Viel Spaß damit!

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