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ABORYM - Dirty

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ABORYM
Title Dirty
Homepage ABORYM
Label AGONIA RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
5.0/10 (4 Bewertungen)

Schon seit 20 Jahren scheppern sich die Industrial- Black Metaller ABORYM durch die Szene und nachdem über Jahre etliche Line Up-Wechsel statt fanden (u.a. war Attila Csihar von MAYHEM längere Zeit mit an Bord) und diverse Gäste (u.a. Nattefrost von CARPATHIAN FOREST und Seth Teitan von DISSECTION/ WATAIN) sich bei Bandchef Fabban (Bass, Vocals, Synths) die Klinke in die Hand gaben, steht seit 2010 endlich ein festes Line Up, welches neben dem Boss noch Paolo Pieri (Gitarre, Sounds) und Bard „Faust“ Eithun (BLOOD TSUNAMI, ex-EMPEROR) beinhaltet.

Zum Jubiläum vielleicht noch mal besonders beabsichtigt, klingt das Trio auf „Dirty“ noch anstrengender und undurchsichtiger als je zuvor. So geht „Irreversible Crisis“ nach dem Intro gleich mit Volldampf ins Chaos. Maschinengewehr-Drumming, brutale Elektro-Sounds, verzerrte Hackriffs und fiese Screams werden urplötzlich von einem Break ausgebremst und von stampfenden Industrial-Parts sowie verstörend-cleanem Sing Sang abgelöst. Das kulminiert dann nach und nach in einen fies stampfenden Black-Industrial-Brecher, der einerseits komplett ins Niemandsland zimmert, aber durch diesen eigenwilligen Mittelteil nur schwer aus dem Kopf geht. Das folgende „Across the Universe“ beginnt groovig und klingt passend zum Titel ein wenig nach THE KOVENANT, wobei diese eher weniger mit eingestreuten Elektro-Blasts arbeiten. Der Titelsong geht straight nach vorne, offenbart dann einen fiesen Groove und wirkt dabei wie ein Mix aus THE KOVENANT, PAIN und heftigem Black Metal. Sehr morbide wird es dann mit „Raped by Daddy“, das sehr rohe Sounds bietet und durch die Vocal-Effekte, den stumpfen Rhythmus und die Stöhn-Sounds in Verbindung mit Titel und Lyrics schon nicht ohne ist. Zum Ende bringen ABORYM dann schon fast einen Clubhit. So könnte „Helter Skelter Youth“ in einer leicht gezähmten Version glatt von den DEATHSTARS stammen. „Face the Reptile“ dagegen bietet alles, was Black Metal und Industrial an Kälte, bedrückender Atmosphäre und beklemmenden Sounds bieten können.

Neben dem gut 50 minütigen „Monster“, das man sich als Fan extremer Musik, egal ob Black Metal oder Industrial, auf jeden Fall geben sollte, gibt es zu „Dirty“ noch eine Bonus-Disc mit einigen netten Cover-Versionen. Allen voran beindrucken ABORYM mit dem IRON MAIDEN-Song „Hallowed be the Name“, der zwar durch die Elektro-Klänge und dem Industrial-Groove erst befremdlich wirkt, aber durch tolle cleane Vocals und den späteren Black-Drive so richtig abgefahren daher kommt… mal was ganz anderes! Diese legendäre Melodie klingt selbst auf Elektro königlich! Als Gegenstück zum Metal-Klassiker kommt mit „Hurt“ von NINE INCH NAILS zwar ein Song, bei dem sich Fabban wieder als guter cleaner Sänger beweist, der aber dann doch zu nah am Original hält. Auch der PINK FLOYD-Evergreen „Comfortably Numb“ haut einen mit seinem leichten Elektro-Schlag nicht so unbedingt mit. Alleine der MAIDEN-Song allerdings ist die Bonus-CD schon fast wert.

Wert ist es „Dirty“ allemal angecheckt zu werden, auch wenn der anstrengende Mix aus Black Metal und Industrial sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Aber das ist auch gut so!

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