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ABORYM - SHIFTING.negative

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Artist ABORYM
Title SHIFTING.negative
Homepage ABORYM
Label AGONIA RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.0/10 (1 Bewertungen)

Malfeitor Fabban ist ein unruhiger, fiebriger Geist. Das erkennt man an vielerlei Dingen: Eine Ex-Besetzungsliste länger als bei manchem Hardcore-Streifen (darunter Promis wie Attila Cshihar und Bård G. „Faust“ Eithun), andauernde Label-Wechsel (Scarlet, Season of Mist, Code666, nun das zweite Werk bei Agonia) und nicht zuletzt auch der eigenwillige Stilmix seiner musikalischen Hauptspielwiese. ABORYM. Industrial Alien Black Metal Rock mit starker Elektronik-Schlagseite und psychotischer Lyrik zwischen Chaos und Okkultismus. Ich muss gestehen, dass ich mich schon länger nicht mehr mit der Band vom Stiefel Europas beschäftigt habe und einigermaßen überrascht war, wie… nun ja… vergleichsweise poppig der Sound mittlerweile geworden ist.

Nicht poppig im Sinne der Echo-Verleihung versteht sich, jedoch keineswegs mehr so monolithisch brutal wie in den Anfangstagen. Sicher, da wirbelt immer mal wieder eine kalte, synthetische Double Bass und es wird auch hier und da aggressiv geschrien, ansonsten haben wir es mit einem wilden Ritt durch das Industrial Rock/ Metal-Genre zu tun, bei dem immer wieder offensichtliche (Vor-)bilder durchs Unterholz schauen. So erinnern Gesang und Refain des Openers „Unpleasantness“ an härtere ZEROMANCER, noch deutlicher ausgearbeitet bei Track 3. „Slipping through the cracks“ atmet in den cleanen Gesangspassen eindeutig NINE INCH NAILS-Luft und das darauffolgende manische „You can’t handle the truth“ mit seiner Sample-Verwendung und dem stoischen Rhythmus hat früher sicher mal in MINISTRYs „Psalm 69…“ gehört. Keine Plagiate im eigentlichen Sinne, sind doch ABORYM auch schon seit 1992 unterwegs und verbinden die Einflüsse mit einem komplex-verwirrenden Songwriting, das man sich erst erschließen muss. Wenn man denn will.

Kudos für die langlebige und recht einzigartige Vision von Bandcheffe Fabban, die trotz aller auch vorhandener eingängiger Parts niemals Gefahr läuft, Mainstream zu werden. Kreativ ist das Ganze, wenngleich in meinen alten Ohren nicht stringent genug. Läuft letztendlich recht leidenschaftslos an mir vorbei, aber ist das nicht der Sinn dieses Genres? Im Box Set mit 2 Bonustracks inkl. Gastauftritt des schrägen japanischen Performance Künstlers Youko Heidy, der auch schon mal nackt auf YouTube herum springt…

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