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ABORYM - With No Human Intervention

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Artist ABORYM
Title With No Human Intervention
Homepage ABORYM
Label CODE 666
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Die Italiener ABORYM fahren auf ihrem dritten Album ein ganzes Arsenal mehr oder weniger bekannter Gastarbeiter auf. Bard G. Eithun (“Faust”) übermittelte Texte und Konzept aus dem Gefängnis, Nattefrost von CARPATHIAN FOREST, Irrumator (ANAAL NATHRAKH) und Sasrof (DIABOLICUM) sind weitere mehr oder weniger bekannte Mitstreiter der Dunkelheit. Auch der reguläre Sänger ABORYMS, Attila Csihar, ist in der Szene beileibe kein Unbekannter, denn der gebürtige Ungar sang bereits ein Album für MAYHEM ein und war außerdem Kopf der „Kult-Combo“ TORMENTOR. Attila kam erst vor kurzem aus einem italienischen Gefängnis frei, wo er aufgrund von Drogenbesitzes festgehalten wurde. Auf der Homepage bekennt er sich auch dazu und verweist auf viele weitere Künstler, die ihre Inspirationen im Rausch suchen… Die Anklage ist mittlerweile fallengelassen worden.

Aber genug der Vorgeschichte, was zählt ist die Musik und man könnte schnell in Versuchung geraten, ABORYM als großen Hype abzutun, der so viel Namedropping nötig hat. Dem ist aber nicht so, denn der technisch angehauchte Black Metal ist aller Ehren wert. Man bezeichnet sich selbst als „Industrial Avantgarde“, wobei man die Rohheit der frühen Tage mit allerlei elektronischen Soundspielereien verbindet. Am ehesten kommen einem vielleicht die Norweger THORNS in den Sinn, die aber nicht so verspielt sind. Infernalisches, maschinell verzerrtes Gekeife trifft auf digitales Drumming und wild vertrackte Riffs, was den Wiedererkennungswert einiger Stücke gen Null sinken lässt. Immer dann, wenn ABORYM etwas wagen, werden die Stücke interessant. So ist „Does not Compute” ein Drum and Bass-Stück (!), „Chernobyl Generation“ eine Mischung aus tanzbaren Rhythmen und Black Metal Attitude und „The Triumph“ eine getragene Black Metal-Hymne mit leichten DISSECTION-Anklängen. Mein Lieblingslied aber, „Faustian Spirit of the Earth“ überzeugt mit groovigen und trotzdem knallharten Riffs.

Neben den 14 Stücken befindet sich ein CD-Rom Track auf der Scheibe, mit dem Bonus-Song von Sasrof und einem Video zu „With No Human Intervention“, was die Sache noch lohnenswerter macht. Insgesamt eine etwas uneinheitliche aber interessante und abgedrehte Mischung für Leute mit variablem Musikgeschmack!

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