Band Filter

ABSENT - Children EP

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ABSENT
Title Children EP
Homepage ABSENT
Label GUÉRILLA UNDERGROUND/ AB.100
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

„Absent debug the brain universe of the hybrid corpse mechanism gene-dub of a chemical anthropoid to the abolition world-codemaniacs of the terror fear cytoplasm that was send back out the technojunkies’ era respiration byte” – Kenji Siratori

Was dieses Zitat aus dem Promozettel genau bedeuten soll bzw. was es mit dem französischen Projekt inhaltlich zu tun hat, weiß wahrscheinlich der gehypte Cyber Punk selbst nicht, hört sich aber immerhin lautsprachlich nett an. Hinter ABSENT verbergen sich die beiden musikalischen Kreativköpfe Yannick Donnet und Frédéric Bailly, welche zusätzlich von einem VJ namens Sylvain unterstützt werden. Nach einem Demo 2004 und einer kombinierten Remix/ Live Scheibe nur ein Jahr später liegt nun ihre neueste EP in meinem Player, die sich konzeptionell mit der Kindheit auseinander setzt. 4 Remixe runden die gleiche Anzahl von eigenen Tracks ab, welche sich weitestgehend im Feld der experimentellen Elektronik bewegen.

„Tribute to fantastic Films and electronic Culture“ – Diese Beschreibung passt auf den eigenwilligen Sound schon viel besser. Der Opener „L’Aire de l’Informe“ startet mit Vinylgeknister und leisen Loops, entwickelt sich im folgenden immer mehr zu einem düsteren Soundtrack. Düster-Melancholisch bleibt es auch beim folgenden „La Capacité d’être Seul“, das aber insgesamt deutlich strukturierter daher kommt und einige kleine Melodiebögen integriert. Zum Ende hin nimmt die Komposition immer mehr Fahrt auf und entbehrt dabei nicht einer gewissen Dramatik. Diese Mischung aus Samples, Loops, Rhythmus und ein paar (Dark) Ambient-Flächen wird auch im folgenden beibehalten, hierfür vergebe ich das Prädikat „eigenwillig hypnotisch“ nur allzu gerne. Die Bearbeitungen stammen von KATUTOGANI, LA DIVISION MENTALE, TEN DATA KESHIN sowie SHIZUKA und akzentuieren die Originale in einigen Passagen neu, ohne den Grundcharakter zu zerstören. Bei der Mentalen Division handelt es sich ja eigentlich um eine Industrial Black Metal Formation, Gitarrenklänge wird man hier aber vergeblich suchen. Dafür integrieren SHIZUKA das erste Mal auf dieser Scheibe einige Sprachfetzen.

Verstörender aber auch innovativer Elektro-Alptraum, dem eine gewisse Sog-Wirkung innewohnt und der diverse David Lynch Streifen passend veredeln würde. Feldforschung auf der Guérilla Underground-Webseite sei hier empfohlen!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu ABSENT