Band Filter

Request did not return a valid result

ABSORBER - Open your eyes

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ABSORBER
Title Open your eyes
Homepage ABSORBER
Label PANDAILECTRIC RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (2 Bewertungen)

ABSORBER? – Der Bandname führt augenblicklich dazu, dass das Promoinfo vor falschen Assoziationen warnt: Keinesfalls würde das deutsche Trio hier andere Formationen absorbieren. Dennoch ist man natürlich nicht frei von fremden Einflüssen, warum auch nicht? Bei „Open your eyes“ (eine Anspielung auf den Amenábar-Film?) handelt es sich um das Debüt der Jungs aus Schwerte: Dirk Gottschalk, Kai Kartner und Michael Kieckbusch, die ersten 2 fungieren dabei als Sänger. Michael konnte bereits mit seinem Elektro/ Dance-Projekt TRITTSCHALL für Aufsehen und Chartplatzierungen sorgen, nun allerdings widmet man sich dem (melancholischen) Synth Pop.

Und nach einigen Hördurchgängen kann ich behaupten, dass sie dies wirklich mit Seele tun. Natürlich geschieht heutzutage nichts mehr Sensationelles mehr in diesem Genre, aber man kann mit den Versatzstücken Banales oder Emotionales erschaffen, je nach Können. 3 mal wurde ich stark an bereits Dagewesenes erinnert. Der einzige deutsche Song „Reich mir deine Hand“ erinnert in Phrasierung, Text und Melodieführung stark an MELOTRON, behält aber eine gewisse eigene Identität. „Remember the feeling“ wiederum hat einen deutlichen IRIS-Touch, Reagan Jones lässt grüßen. Da aber die Amis das beste Synthie Album im letzten Jahr abgeliefert haben, kein schlechtes Vorbild. Anleihen außerhalb des eigenen Genres lassen sich bei „We don’t love it“ aufdecken, wo die Strophe sich ein wenig nach FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE („Won’t forget these days“) anhört. Das alles soll aber nicht hinweg täuschen, dass es sich hier um eine gefühlige und professionelle Scheibe handelt, welche mit „Leave it all behind“ und „Gimme Hope“ auch flottere Tracks bereithält, die man bei einer DEPCHE MODE-Party gut unter die arrivierten Stücke mischen kann.

Für ein Debüt eine erstaunlich reife Leistung, der man die langjährige Erfahrung der nicht mehr ganz so jungen Musiker (Pardon!) anmerken kann. Inwieweit man sich auf dem überfüllten Markt durchsetzen kann, bleibt eine andere Frage, aber um Kommerz geht es hier eh nur sekundär. Live wird man im Oktober 2004 seine Visitenkarte in Hagen und Osnabrück abgeben, ich könnte sie mir auch sehr gut im Vorprogramm der schon erwähnten IRIS vorstellen.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu ABSORBER